Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Die Verfügbarkeit einheimischen Äpfel schränkte sich zusehends ein

15. März 2018

So verabschiedeten sich mancherorts Boskoop vollständig aus dem Geschäft. Auch die italienischen und französischen Partien begrenzten sich augenscheinlich. Alternativ gab es punktuell polnische und tschechische Zufuhren, die durchaus freundlich aufgenommen wurden.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Das Interesse hatte sich nach den eisigen Temperaturen wieder verbessert, sodass die Unterbringung meistens recht glatt verlief. Die Kurse verharrten meist auf dem Niveau der Vorwoche, ab und an kletterten sie infolge der verminderten Warenpalette auch aufwärts. Ergänzende niederländische Boskoop verteuerten sich in Köln. Belgische Jonagold waren wegen ihrer Größe und Ausfärbung in Berlin recht beliebt.

Birnen
Italien prägte noch immer das Geschehen und stellte vorrangig Abate Fetel, Williams Christ und Santa Maria bereit. Aus Südafrika kamen inzwischen Williams Christ und Rosemarie sowie erste Forelle und Cheeky. Chilenische Carmen komplettierten in Berlin zu ca. 2,40 € je kg das Sortiment. Türkische Devici und Santa Maria rundeten das Angebot ab. Die Präsenz von Conference aus Mitteleuropa schwand kontinuierlich dahin. Die Nachfrage richtete sich verstärkt auf die Importe aus Übersee aus, was jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Notierungen hatte. Diese blieben meist konstant, sofern die Qualität der Offerten keine Wünsche offenließ. Nur in Hamburg verbilligten sich südafrikanische Williams Christ ein wenig.

Tafeltrauben
Südafrika spielte mit zahlreichen Varietäten die Hauptrolle. Indien, Chile, Peru und Namibia komplettierten die Szenerie mit einigen Abladungen. Mit südafrikanischen Regina und peruanischen Thompson Seedless wurde die Produktpalette nochmals erweitert. Die Vermarktung verlief etwas besser als zuvor, da die Temperaturen anstiegen und so das Interesse der Kunden angeregt wurde. Von Verteuerungen konnten die Händler aber nur träumen, da die sehr üppige Verfügbarkeit zu umfangreich ausfiel. Immerhin konnten in der Regel dank der freundlichen Beachtung sowohl Vergünstigungen als auch Bestände vermieden werden. Lediglich in Köln verbilligten sich rote Beeren, was den Zugriff ein wenig intensivierte.

Kiwis
Italien bestimmte das Geschehen, Griechenland und Frankreich ergänzten es. In Berlin gab es türkische, in Frankfurt zusätzlich portugiesische Früchte, die sich flott unterbringen ließen. Angebot und Nachfrage hielten sich oftmals die Waage, sodass sich die Preise nicht wesentlich veränderten. Hier und da zogen die Kurse etwas nach oben, was dem gestiegenen Kundenzuspruch geschuldet war.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Geschäfte gestalteten sich schwierig, das Interesse schwächte sich erkennbar ab. Die dominierenden spanischen und nachfolgenden israelischen Produkte räumten daher nicht immer vollständig. Zudem zeigten einige Offerten organoleptische Schwächen, was den Kundenzuspruch zusätzlich verringerte. Israelische Orri waren punktuell zu teuer, was deren Abwicklung beeinträchtigte. Türkische Nardorcott präsentierten sich zu trocken. Zwar schränkte sich die Verfügbarkeit generell ein, doch dies schützte nicht vor Vergünstigungen. Summa summarum tendierten die Bewertungen also abwärts. Lediglich in München kletterten sie für vereinzelte Partien nach oben. Clementinen hatten sich vollends aus dem Handel verabschiedet.

Zitronen
Versorgung und Interesse waren aufeinander angepasst, sodass sich bei einer kontinuierlichen Vermarktungssituation die Kurse nicht gravierend bewegten. Spanische Primofiori prägten das Geschehen, türkische Enterdonato rundeten es ab. In Berlin gab es komplettierende italienische und in Frankfurt ab Donnerstag ergänzende griechische Produkte.

Bananen
In der Regel passte man die Bereitstellung hinreichend auf die Unterbringungsmöglichkeiten an. Die Notierungen veränderten sich demzufolge eher selten. Nur in Berlin überragte die Nachfrage die Versorgung, sodass die Bewertungen nach oben tendierten. Dies betraf zunächst nur die Zweit- und Drittmarken, zum Wochenende hin aber auch die Erstmarke. In Frankfurt vergünstigten sich Teile des Sortimentes mengeninduziert.

Blumenkohl
Die Präsenz der vorherrschenden italienischen Chargen schränkte sich ein. Spanien spielte eine etwas größere, Frankreich hingegen eine kleinere Rolle. Die Qualität überzeugte nicht immer, so litten manche Produkte unter einer zu lockeren Blume. In diesen Fällen waren Verbilligungen nicht zu vermeiden. Organoleptisch einwandfreie Ware wurde hingegen gerne gekauft und bei diesen wurden von den Kunden auch Verteuerungen akzeptiert. So stiegen in Berlin die Preise um bis zu 25 % gegenüber der Vorwoche an. In Frankfurt gab es ab Donnerstag Rückläufer aus dem LEH, die zu ca. 7,50 € je 6er-Karton gerne mitgenommen wurden.

Salat
Eissalat stammte ausschließlich aus Spanien. Die Verfügbarkeit und die Nachfrage stimmten meist überein, sodass sich die Notierungen nicht wesentlich veränderten. In Frankfurt und Hamburg war der Kundenzugriff zu schwach, was in Vergünstigungen mündete. In Köln verteuerten sich hingegen die Chargen zum Ende der Woche hin, da sie einen freundlicheren Zuspruch generierten. Kopfsalat kam vorrangig aus Belgien und nachgeordnet aus Italien und Frankreich. In Frankfurt waren die belgischen Produkte so billig, dass die Händler auf die Disposition von italienischen und französischen verzichteten. In München tendierten die Kurse für italienische Abladungen anfänglich aufwärts und anschließend bröckelten sie wieder ab. In Berlin kosteten die Erzeugnisse etwas weniger als zuvor. Bunte Salate verteuerten sich in Hamburg mengeninduziert, in Köln hingegen vergünstigten sie sich. München berichtete von gleichbleibenden Bewertungen. Endivien wurden in der Regel bedarfsdeckend bereitgestellt, dennoch tendierten die Preise bei einem flotten und problemlosen Handel meist etwas aufwärts. Die Präsenz von Feldsalat wuchs mancherorts an, weswegen die Vertreiber ihre Aufrufe senkten.

Tomaten
Runde Tomaten hatten ihren Ursprung meist in Spanien, Marokko und in der Türkei. Rispenware wurde vorrangig von Spanien und den Niederlanden abgeladen. Fleischtomaten kamen vornehmlich aus Belgien zugeführt und Kirschtomaten aus Italien und den Niederlanden. Das breit aufgestellte Sortiment wurde meist recht freundlich aufgenommen. Die Qualität überzeugte in der Regel. In Köln präsentierten sich manche Offerten uneinheitlich hinsichtlich ihrer Ausfärbung, was die Unterbringung beeinträchtigte. In München war das Interesse zu schwach, sodass Bestände nur vermeidbar waren, wenn man die Bereitstellung verminderte. In Berlin waren Rückläufer marokkanischer Rispentomaten ein Problem: Eine verkürzte Haltbarkeit zwang die Vertreiber, die Aufrufe auf bis zu 0,75 € je kg zu senken. Die Notierungen verharrten oftmals auf bisherigem Niveau. Ab und zu sanken sie auch ab, was meist einer zu schwachen Nachfrage geschuldet war.

Gemüsepaprika
Spanien dominierte vor der Türkei und Marokko. Mit dem Eintreffen erster niederländischer Ware kam Bewegung ins Geschäft: In Hamburg sanken daraus resultierend die Notierungen der spanischen Offerten, zudem hatten es die marokkanischen Importe schwerer, im Markt Fuß zu fassen. In München waren die Zuflüsse aus den Niederlanden hingegen noch zu teuer, weshalb sie im Wochenverlauf nicht mehr nachgeordert wurden. Hier stiegen die Bewertungen der spanischen Produkte an, in dessen Soge anschließend auch die der marokkanischen. In Frankfurt und Berlin veränderte das Auftreten der niederländischen Partien nichts, die Kurse blieben konstant. In der Hauptstadt wurden die Forderungen generell angehoben. Dies war allerdings nicht bei den türkischen Früchten der Fall, die zunächst zu umfangreich und nach gewährten Vergünstigungen zu knapp zur Verfügung standen. Generell herrschte ein ruhiges, unaufgeregtes Treiben vor.

Zwiebeln
Die Qualität überzeugte, die Versorgung orientierte sich am Bedarf und die Geschäfte liefen stetig: Das waren die Grundlagen konstanter Notierungen. Gemüsezwiebeln kamen dabei alleinig aus Spanien, Haushaltsware aus Deutschland, den Niederlanden und Österreich.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Neben Erdbeeren aus Italien und Spanien erreichten portugiesische, niederländische und marokkanische Erzeugnisse den Markt. Am Mittwoch und Donnerstag gab es Klasse-II-Chargen aus den Niederlanden zu 1,50 € je 500 g. Weißer niederländischer Spargel in 16 mm+ wurde zu 8,- bis 12,- € nur wenig beachtet. Griechenland startete mit 500-g-Bunden Grünspargel. Erst zum nahen Wochenendgeschäft erreichten kleinere einheimische Partien den Markt: Die Preisvorstellungen für Klasse I lagen bei 15,- bis 16,- € und für weiß/violett bei 10,- bis 15,- € je kg. Für gelbe niederländische Zucchini sollte man 12,- € je 5-kg-Karton zahlen. Die ersten belgischen grünen Erzeugnisse wurden zu 7,- € je 4-kg-Kiste angeboten. Einheimischer Bärlauch feierte am Freitag Saisoneröffnung.
Hamburg
Erste niederländische Erdbeeren kosteten 3,- € und italienische 2,30 € je 500-g-Schale. Aufgrund geringer Lagerfähigkeit italienischer Lauchzwiebeln verlief der Verkauf für ägyptische Importe zu 5,- bis 6, € je 2-kg-Steige recht gut. Zucchini aus den Niederlanden wurden zu 9,50 € je 5 kg umgeschlagen. Ersten weißen Spargel gleichen Ursprungs aus beheiztem Anbau und zusätzlich mit Folie abgedeckt in 16mm+- Aufmachung vertrieb man zu 17,50 €.
München
Das Angebot an spanischen und italienischen Erdbeeren war für die Nachfrage zu umfangreich. Spanische Offerten zeigten sich, hervorgerufen durch das regnerische Wetter in den Erntegebieten, zu wenig durchgefärbt. Bei Steinobst war nach Ausbleiben südafrikanischer Importe nur noch Chile am Platz präsent. Die Forderungen von knappen Mangos und Ananas blieben auf hohem Niveau. Das Interesse an Spargel fiel noch ruhig aus; mit Blick auf die übersichtlichen Mengen sowohl aus Griechenland als auch von beheizten einheimischen Flächen wurden die Preise nicht wesentlich verändert. Erster inländischer Blattspinat aus geschütztem Anbau trat auf. Dagegen war bei Rosenkohl die inländische Saison weitgehend abgeschlossen. Stangenbohnen aus Marokko trafen in gut ausreichender Menge ein und wurden zu vergünstigten Konditionen offeriert. Dagegen sorgte die begrenzte Verfügbarkeit von ägyptischen Buschbohnen für ein anhaltend hohes Preisniveau. Während für Zucchini mehr investiert werden musste, notierten Auberginen wieder et as schwächer. Nach dem winterlichen Intermezzo in der Vorwoche in vielen italienischen Anbaugebieten verteuerten sich kurzfristig Radieschen; mit wieder steigenden Temperaturen und geringeren Ausfällen als erwartet wurden aber die Aufrufe oftmals wieder verringert. Neben südafrikanischen Steinpilzen tauchten erste marokkanische Pfifferlinge auf.
Berlin
Bei Erdbeeren schwankten die Kurse infolge einer uneinheitlichen Qualität. Ansprechende italienische und griechische Früchte kosteten bis zu 5,75 € je kg. Die wenigen hellroten belgischen und niederländischen Sonata aus geschütztem Anbau gingen zu 2,50 € je 500-g-Schale weg. Für dominierende spanische Offerten musste man zwischen 0,70 und 1,50 € je 500 g zahlen. Mangos aus Südamerika in unterschiedlichster Güte vergünstigten sich mengeninduziert. Bedarfsgerecht bereitstehende Auberginen verbilligten sich aus demselben Grund. Pak-Choi aus den Niederlanden war zu 1,25 € je Stück vor allem bei vietnamesischen Kunden sehr beliebt. Violetter und weißer Spargel wurde zunehmend beachtet. Peruanische weiße 500-gBunde in der Sortierung 20-26 mm wurden zu 1,50 bis 1,80 € vertrieben. Griechenland schickte 500-gBunde zu 3,25 € und 1-kg-Holzkörbe zu 7,- bis 10,- €. Erste deutsche Produkte aus dem Gäuboden in Niederbayern wurden zu 20,- € je kg abgewickelt.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 10 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 15.03.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin