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Tafeltrauben: Südafrikanische Importe herrschten offensichtlich vor

08. März 2018

Thompson Seedless, Crimson Seedless und Dan Ben Hanna führten das Feld an, Flame Seedless und Prime Seedless folgten. Erste Alphonse Lavallée trafen in Frankfurt ein und Evans Delight tauchten in München auf. Die Bedeutung von Victoria stieg stetig an.

Bildquelle: Shutterstock.com Tafeltrauben
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Die Anlieferungen aus Peru, Indien, Chile und Namibia begrenzten sich mal stärker und mal schwächer, sie rundeten generell das Sortiment ab. Das Interesse war nicht besonders kräftig, die Kälte verringerte die Umschlagsgeschwindigkeit. Die Notierungen bröckelten häufig ab, was dem Umsatz durchaus zugute kam.

Kiwis
Italien bestimmte die Vermarktung vor Griechenland und Frankreich, die sich fast gleichrangig an dieser beteiligten. In Frankfurt gab es portugiesische Chargen, die zu 7,- bis 8,- € je 2,5-kg-Steige offeriert wurden sowie lose türkische zu 14,- € je 9 kg. Das frostige Wetter verbesserte die Nachfrage, was sich aber nicht grundlegend auf die Kurse auswirkte. Diese blieben meist konstant, nur punktuell zogen sie an. Produkte mit konditionellen Problemen, die mancherorts auftraten, mussten hingegen mit Vergünstigungen abgewickelt werden.

Äpfel
Einheimische Elstar, Jonagold und Braeburn bildeten die Basis eines Sortimentes, das sich weiter einschränkte. Aus Italien kamen Golden Delicious und Granny Smith und aus Frankreich Pink Lady und Granny Smith. Die Niederlande beteiligten sich unter anderem mit Boskoop und Elstar am Geschehen. Polnische und belgische Abladungen rundeten die Warenpalette ab. Die Vermarktung verlief ohne größere Höhepunkte. Die tiefen Temperaturen stellten die Vertreiber vor Schwierigkeiten, so wurden mancherorts Wolldecken benutzt, um die Früchte vor dem Frost zu schützen. Auch der ambulante Handel begrenzte sich durch das kalte Wetter. Trotzdem konnten die Verkäufer hier und da ihre Aufrufe anheben, so etwa in Frankfurt und Köln. In München verbilligten sich hingegen inländische Boskoop und Elstar aufgrund einer nachlassenden Güte. Dort sanken die Kurse von italienischen Kanzi und Pink Lady ebenso ab, was deren Abwicklung positiv beeinflusste. In Berlin tauchten überraschenderweise erste Pink Lady aus Chile auf, sie kosteten 16,50 € je 6,5-kg-Karton.

Orangen
Spanien dominierte mit Lane Late und Navel das Segment der Blondorangen. Türkische Washington Navel wurden inzwischen in vielen unterschiedlichen Aufmachungsarten bereitgestellt. Die Präsenz von spanischen Navelina und Salustiana nahm ab, die von ägyptischen Valencia Late verstärkte sich derweil ein wenig. Bei den Blutorangen prägte Italien mit Moro und Tarocco das Geschehen. Sanguinelli aus Spanien sowie Washington Sanguine aus Marokko ergänzten. In beiden Bereichen gestaltete sich der Absatz infolge der kalten Witterung durchaus positiv. Darauf aufbauend bewegten sich die Notierungen kaum. Hier und da musste man etwas tiefer in die Tasche greifen. In Köln weitete sich die Preisspanne in Abhängigkeit von Marke und Fruchtgröße aus. In Hamburg wurden türkische Partien mit ansprechenden organoleptischen Eigenschaften gerne gekauft, was sich jedoch nicht auf ihre Bewertungen niederschlug.

Zitronen
Spanien bestimmte mit Primofiori die Geschäfte, die Türkei komplettierte sie punktuell mit Enterdonato. Der Handel verlief relativ stetig und die Kurse verharrten bei am Bedarf orientierter Verfügbarkeit oftmals auf bisherigem Niveau. Ab und an konnten die Forderungen leicht angehoben werden. In München gelang dies aber nicht, da die Kunden diesen Versuch nicht mittrugen.

Bananen
Die Versorgung war nicht überall mit dem Interesse in Einklang. An praktisch jedem Platz veränderten sich daraufhin die Notierungen. Meistens kletterten diese aufwärts, mal für die Drittmarken, mal zudem für die Zweitmarke. In München musste für das gesamte Sortiment mehr gezahlt werden. Nur in Frankfurt zeigte sich eine andere Situation: Da sich dort die Nachfrage verminderte, verbilligten sich die Drittmarken. Auch in Berlin kosteten diese weniger wie zuvor, da die Umschlagsgeschwindigkeit zu niedrig war.

Blumenkohl
Das Marktgeschehen bestimmten die italienischen Anlieferungen. Diese hatten sich aufgrund der widrigen Witterung mit viel Kälte und Regen in den Anbauregionen früher oder später erkennbar eingeschränkt. Französische Zufuhren gewannen marginal an Relevanz, vermochten die Lücke aber nicht völlig zu schließen. Hinzu kamen ein paar spanische Zugänge. Die begrenzte Bereitstellung und angehobene Einstände eröffneten trotz einer unaufgeregten Aufnahme Möglichkeiten, Verteuerungen zu etablieren: oftmals schon zu Beginn der Woche, manchmal zeitversetzt ab oder erneut ab Mittwoch. Spitzenerzeugnisse erzielten letztendlich deutlich über 2,- € je Stück in einer 6er-Aufmachung.

Salat
Eissalat traf andauernd in einem üppigen Umfang alleinig aus Spanien ein. Die Umschlagsgeschwindigkeit war dafür zu langsam. Meistens neigten die Bewertungen somit zur Schwäche, gelegentlich sogar sukzessive fortschreitend. Den Handel mit Kopfsalat dominierten die belgischen Artikel, italienische und einzig in Frankfurt spärliche französische Zuströme komplettierten ihn. Hier und da verharrten die Notierungen bei einem schwunglosen Vertrieb auf einem stabilen Niveau. Bei den belgischen Importen fielen sie indes merklich ab. Nachdem sich hinterher verschiedentlich die Aufrufe bei der italienischen Ware erhöhten, steigerte man sie auch zum Teil bei der belgischen mit Erfolg. Der Zufluss von Bunten Salaten basierte auf den italienischen und französischen Kulturen. Das eisige Winterwetter in den Ursprungsgebieten drosselte die Abladungen aus Italien. Die Verkäufer verschärften daraufhin ihre Forderungen zunächst bei den italienischen und dann ebenso bei den französischen Chargen. Ab und an beließ man sie wegen einer gerade genügenden Order auf einem konstanten Level. Endivien aus Italien verzeichneten in der Regel ein recht glattes Geschäft. Ihre Preise variierten örtlich daher nur unwesentlich. Erhältlich waren neben den klassischen 9er-Abpackungen die sichtlich günstigeren 12er-Steigen. Für belgischen Feldsalat musste der Kunde etwas mehr bezahlen, während sich die Abgabekonditionen bei den einheimischen Mengen kaum verändert hatten.

Gurken
Nach wie vor beherrschten die spanischen Schlangengurken den Markt, doch die niederländischen Zufuhren expandierten erkennbar. Zudem wurden belgische und punktuell griechische Erzeugnisse veräußert. Die Präsenz inländischer Früchte verdichtete sich, war aber noch nicht weltbewegend. Die kleinen Kaliber erweiterten sich bald um die 500/600-g-Sortierungen. Generell wuchs die Versorgung augenscheinlich an. Der Bedarf hingegen oszillierte witterungsinduziert kontinuierlich auf einer niedrigen Ebene. Es kam zu Schwierigkeiten. Die Kurse sackten unweigerlich für die gesamte Produktpalette stufenartig ab. In Berlin waren überraschenderweise die niederländischen Offerten am billigsten, da sie bloß unzureichendes Interesse initiierten. Minigurken schlossen sich oftmals diesem verbreiteten negativen Trend an. Sie kosteten also für gewöhnlich weniger als in der Vorwoche. Sie stammten überwiegend und mit ähnlicher Bedeutung aus den Niederlanden und der Türkei. Die Bereitstellung deutscher Partien hatte sich lediglich marginal intensiviert.

Tomaten
Die Anlieferungen aus Spanien dominierten fortwährend. Üppige Mengen gingen aus der Türkei und Marokko zu. Die Zuströme aus den Niederlanden und Belgien waren überschaubar, hatten sich kaum ausgedehnt. Rispentomaten und Runde Tomaten konnten nur schnell umgeschlagen werden, wenn sie mit ansprechender Ausfärbung und festem Fleisch lockten. Die Notierungen verharrten dann vielfach auf dem bisherigen Level oder strebten sogar leicht nach oben. Importe von den Kanaren ließen unterdessen hinsichtlich der Güte gelegentlich einige Wünsche offen. Vergünstigungen sollten die Unterbringung daraufhin forcieren. Bei Kirschtomaten wurde lebhaft zugegriffen. Wie bei Fleischtomaten stiegen ihre Bewertungen vereinzelt an, mussten allerdings auch hier und da infolge einer zu großen Verfügbarkeit verringert werden. Die enorme Kälte hatte die Abgabe gemeinhin entschleunigt. Insbesondere der fehlende ambulante Handel bremste den Absatz am Platz. Die Preise gerieten verstärkt unter Druck.

Gemüsepaprika
Nach wie vor herrschten die spanischen Abladungen vor. Die türkischen und marokkanischen Chargen ergänzten sie. Bezüglich der Vermarktungsparameter tat sich nichts Aufsehenerregendes. Das Interesse war meistens eher gedämpft. Manchmal blieben die Kurse, punktuell für sämtliche Erzeugnisgruppen gleich, dennoch recht stabil. Mal tendierten sie dem entgegen nach oben aufgrund einer flüssigen Aufnahme, mal rutschten sie ab wegen einer zu schleppenden Räumung. Die Niederlande starteten ihre Kampagne mit roten und gelben Kultivaren. Für 5-kg-Kartons verlangte man teilweise über 13,- €. Israel schickte erste Alternativen, die bis zu 9,50 € je 5 kg kosteten. Türkische Offerten wurden in einem Umfang geordert, der jegliche Überhänge vermied. Das gestattete den Verkäufern konstante Aufrufe.

Zwiebeln
Das Angebot der ausschließlich aus Spanien stammenden Gemüsezwiebeln passte von der Intensität her zu der stetigen Nachfrage. Die Notierungen bewegten sich auf einem unveränderten Niveau. Es tauchten verstärkt Partien mit inneren, also verdeckten Mängeln auf. Das Vertrauen in die Produkte wurde dadurch beeinträchtigt. Dies spielte den großen Kalibern von Haushaltsware in die Karten, die daraufhin bessere Absatzchancen generieren konnten. Ansonsten zeigte sich im Sektor der Haushaltsware das Geschäft kontinuierlich von seiner ruhigen Seite. Das Maß der Anlieferungen korrelierte genügend mit dem der Unterbringungsmöglichkeiten. Somit brauchten die Vertreiber ihre bisherigen Forderungen nicht zu modifizieren. Zuströme anwachsend aus den Niederlanden sowie aus Österreich und Italien komplettierten die vorwiegenden Mengen aus dem Inland.


Weitere Informationen

Frankfurt
Bei spanischen Erdbeeren in 250-g- und 500-g-Schalen führten die üppige Bereitstellung, das Eintreffen erster italienischer Früchte sowie das frostige Wetter zu Vergünstigungen. Ananas wurden zu etwas moderateren Kursen offeriert. Die Zuflüsse von Grapefruits aus Florida fielen nicht umfangreich aus, so konnten die Händler bis zu 38,- € je 36er-Karton aufrufen. Avocados aus Peru, Fuerte, waren mit 6,- bis 9,- € je 18 Stück recht billig, mexikanische Hass kosteten hingegen ca. 9,- €. Die europäische Saison von Spargel wurde am Montag mit ersten Glashauserzeugnissen aus den Niederlanden zu 12,- € je kg eröffnet. Die schlechte Witterung in den südeuropäischen Anbauregionen sorgte bei Kohlrabi, Radieschen, Rettichen und Wirsing zu anziehenden Bewertungen. Niederländische Schwarzwurzeln waren sehr teuer, daher griffen die Kunden lieber zu belgischen.

Hamburg
Erdbeeren, vor allem aus Spanien, standen am Platz genügend zur Verfügung, wobei ansprechende Produkte ihre Abnehmer fanden. Es gab aber auch Partien mit Konditionsproblemen, die unter Notiz veräußert wurden.

Köln
Die Nachfrage nach Erdbeeren aus Spanien war ziemlich verhalten. So sanken die Kurse recht häufig. Für inländischen Wirsing musste mehr als bislang gezahlt werden, da sich die Abladungen verminderten. Vereinzelt bot man belgische und italienische Offerten als Alternative an.

München
Bei Erdbeeren weitete sich die Preisspanne aus, hauptsächlich bei über Bedarf bereitstehenden italienischen Chargen. Bei Mangos, Ananas und Papaya hatten die begrenzten Zufuhren erhebliche Auswirkungen auf die Notierungen. Grapefruits aus dem Mittelmeerraum verzeichneten temperaturbedingt wieder bessere Umsätze. Bei südafrikanischem und chilenischem Steinobst gelang trotz spürbar geringerer Mengen keine Lagerleerung. Der zu Anfang der Woche eingetroffene griechische Spargel war, mit Fokus auf gelegt in Körben aufgemachten Partien, rasch verkauft. Nachlieferungen blieben zunächst aus, zum Wochenende hin floss dann nur die ansprechende Korbware einigermaßen zufriedenstellend ab. Schwächere Qualitäten wurde weniger bis kaum beachtet. Erste Erzeugnisse aus beheiztem Anbau von niederbayrischen Gäuboden trat auf; das Interesse hierfüg war freundlich. Parallel zum Start der Starkbierzeit tauchte einheimischer Bierrettich auf. Deutscher und belgischer Lauch sowie übersichtliche ägyptische Buschbohnen verteuerten sich ebenso wie Radieschen und Kohlrabi aus Italien. Stangenbohnen aus Spanien und Marokko waren genügend verfügbar und die Bewertungen verharrten auf bisherigem Level. Aus Italien kamen mittlerweile Frischerbsen. Marokkanische und spanische Zucchini verbilligten sich. Aus den Niederlanden stammten Auberginen. Spanischer und italienischer Brokkoli war günstig. Bärlauch bereicherte das Kräutersortiment, aufgrund hoher Forderungen fiel der Umschlag aber sehr ruhig aus. Für Dill und insbesondere für Petersilie aus Italien musste man deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Berlin
Die eisige Kälte hielt viele Einzelhändler fern und somit überstieg das Angebot von Erdbeeren die Nachfrage teilweise merklich. Durchgefärbte, große Früchte aus Griechenland konnten für 0,80 € je 400-gSchale und nicht ganz perfekte aus Spanien für 1,- € je 500-g-Schale erworben werden. Italienische Offerten in ansehnlicher Röte und mit feinem Aroma feierten zu 2,25 € je 500-g-Schale Premiere. Auberginen aus den Niederlanden komplettierten zu 8,- € je 5 kg die etablierten spanischen und türkischen Abladungen. Die Kurse von Lauch zogen ab Montag rapide an, vor allem die der spanischen Produkte, die bis zu 1,40 € je kg kosteten. Niederländische Stangenbohnen aus beheizten Kulturen wurden zu 4,40 € je kg abgewickelt.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 9 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 08.03.2018

Schlagwörter

Trauben, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin