Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Start der Spargelernte in Niederbayern

02. März 2018

So früh wie noch nie: Trotz sibirischer Kälte ist der deutschlandweit erste Spargel zu Beginn der Woche bei Spargel + Beeren Baumann im niederbayerischen Stephansposching (Landkreis Deggendorf) gestochen worden.

Trotz sibirischer Kälte: Bereits zu Beginn der Woche wurde der erste Spargel der Saison im niederbayerischen Stephanspoching (Lkr. Deggendorf) gestochen. Foto: Spargel + Beeren Baumann
Trotz sibirischer Kälte: Bereits zu Beginn der Woche wurde der erste Spargel der Saison im niederbayerischen Stephanspoching (Lkr. Deggendorf) gestochen. Foto: Spargel + Beeren Baumann

 „Durch unser innovatives Abwärme-Verfrühungssystem bedienen wir bereits ab Anfang März die heimischen Märkte mit einem starken regionalen Produkt“, sagt Karl Baumann (56), geschäftsführender Gesellschafter von Spargel + Beeren Baumann (Geiselhöring).

Ende Februar meldet sich der Winter mit Minusgraden im zweistelligen Bereich auch im Gäuboden zurück, doch auf dem 27 Hektar großen Spargelfeld von Spargel + Beeren Baumann wurden bereits Anfang der Woche die ersten Stangen des „weißen Goldes“ gestochen werden. „Dem köstlichen Gäuboden-Spargel kann die Kälte nichts anhaben, denn er ist mollig warm im beheizten Damm geschützt“, erläutert Karl Baumann.

 Foto: Spargel + Beeren Baumann
Foto: Spargel + Beeren Baumann

Kälteschock vermeiden

Mit umweltfreundlicher Abwärme aus der nahen MD-Papierfabrik Plattling wird warmes Wasser in einem 285 km langen Rohrleitungssystem unter die Dämme des großen Spargelfeldes geleitet. Dadurch entsteht eine konstante Wärme zwischen 17 und 19 Grad Celsius, die den Boden „zum Dampfen“ bringt.  „Die gleichmäßige und kontrollierte Erwärmung macht den Gäuboden-Spargel noch zarter und intensiver im Geschmack“, sagt Geschäftsführer Karl Baumann. Doch die Kältewelle bringt bei der Ernte auch Herausforderungen mit sich: Es sei elementar, so der Agrarunternehmer, den Spargel so schnell wie möglich vom warmen Boden in einen vortemperierten Lkw zu verladen, um einen Kälteschock zu vermeiden.

Seit Mitte Januar wurde das Feld kräftig beheizt, damit bereits frühzeitig vor Ostern ein leckeres Spargelmenü aus dem Gäuboden auf den Tisch kommen kann. Gut sortiert gibt es den frischen Spargel bereits im Handel bei ausgewählten REWE-Märkten sowie im Großmarkt München und Stuttgart. Die ersten Kunden haben den deutschlandweit ersten Spargel schon probiert und sind von der regionalen Qualität überzeugt. „Das kulinarische Frühlingserwachen kann beginnen“, so Karl Baumann. Bis zum Johannistag am 24. Juni werden im niederbayerischen Gäuboden rund 2.000 Tonnen Spargel geerntet.

Quelle: Spargel + Beeren Baumann

Veröffentlichungsdatum: 02.03.2018

Schlagwörter

Spargelernte, Niederbayern, Kälte, Spargel