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Erste Birnen aus Südafrika und einheimische Honeycrunch-Äpfel eingetroffen

15. Februar 2018

Birnen: Mit den ersten Importen aus Südafrika verbreiterten sich die Anlieferungen aus Übersee: Williams Christ trafen in Hamburg und München ein und ergänzten summa summarum mit geringen Mengen das Sortiment.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen Apfel
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Dominiert wurde dieses von italienischen Abate Fetel und Santa Maria. Niederländische Conference und Gute Luise folgten. Deutsche Xenia waren in Frankfurt begehrt und rundeten die Warenpalette ebenso ab wie Alexander Lucas und Conference derselben Herkunft. Türkische Santa Maria verteuerten sich in Hamburg dank ihrer exklusiven Qualität. Anjou aus den USA generierten in München indes lediglich wenig Zuspruch. Im Allgemeinen stellte das Interesse die Händler meist zufrieden. Die Kurse blieben bei bedarfsdeckenden Abladungen in der Regel konstant.

Äpfel
Mit einheimischen Honeycrunch trat nochmals eine neue Varietät auf, was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass die Präsenz der inländischen Früchte kontinuierlich verminderte. Versorgung und organoleptische Merkmale schwächten sich deutlich ab, so waren Topaz und Boskoop in München mürbe und Holsteiner Cox gab es in Hamburg nur in unattraktiven kleinen Kalibern. In der Hansestadt hatte viele Vermarkter ihre Stände geschlossen, da sie an der Fruit Logistica in Berlin teilnahmen. Die Nachfrage begrenzte sich örtlich karnevalsinduziert oder aufgrund der niedrigen Temperaturen. Generell verharrten die Notierungen oftmals auf dem Niveau der Vorwoche. Bloß vereinzelt stiegen sie an, so zum Beispiel in Hamburg für knappe niederländische Wellant.

Kiwis
Italien herrschte vor; Frankreich und Griechenland ergänzten zu annähernd gleichen Teilen die Vermarktung. Spanische und türkische Offerten trafen nicht auf allen Plätzen ein und hatten daher abrundenden Charakter. Die Verfügbarkeit stimmte häufig mit der Nachfrage überein, sodass sich die Kurse nicht wesentlich veränderten. Bloß punktuell stiegen sie an, so etwa in Frankfurt für italienische und in Köln für französische Früchte. In München waren Chargen aus Frankreich am ehesten für den Facheinzelhandel interessant.

Orangen
Im Segment der Blondorangen dominierte Spanien mit Navelina, Lane Late, Navel und Salustiana. Die Zufuhren aus Ägypten intensivierten sich, so traten verstärkt Navel und erste Valencia Late auf. Letztere kosteten in Hamburg 10,- € je 15-kg-Packstück und Navel wurden in Frankfurt recht flott abgesetzt. Türkische Washington Navel wiesen in Frankfurt einen hohen Zuckergehalt auf, was sich negativ auf die Kondition auswirkte. Das breitgefächerte Sortiment komplettierten Salustiana aus Marokko sowie Navel aus Griechenland und Italien. Im Bereich der Blutorangen prägte Italien mit Moro und Tarocco das Geschäft. Washington Sanguine aus Spanien und Marokko erweiterten die Warenpalette ebenso wie erste spanische Sanguinelli. Generell harmonierten Versorgung und Unterbringungsmöglichkeiten miteinander, sodass sich die Notierungen nicht gravierend veränderten. Blutorangen verteuerten sich in Frankfurt ein wenig, in Hamburg hingegen sanken die Bewertungen italienischer Moro infolge einer sich abschwächenden Qualität.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Märkte waren mit spanischen Mandarinen genügend eingedeckt. Hauptsächlich gab es Nadorcott und Clemenvilla. Israelische Orri, türkische Minneola und marokkanische Nour sowie ägyptische Tango ergänzten. Spanische Tango wurden in Hamburg zu 3,95 € je 2,3-kg-Ministeige abgewickelt, in Frankfurt mussten die Kunden indes bis zu 3,- € je kg hinlegen. Clementinen stammten vorrangig aus Spanien und nachgeordnet aus Marokko und Italien. Insgesamt beschleunigten die niedrigen Temperaturen auf manchen Plätzen den Umschlag. In Köln verhinderte Karneval ab Donnerstag einen steten Handel, mit einer Verminderung der Bereitstellung konnten Vergünstigungen jedoch vermieden werden. In Hamburg und München bildeten sich zur Wochenmitte Überhänge, was die Vertreiber veranlasste, ihre Aufrufe für die Offerten mit organoleptischen Mängeln zu reduzieren.

Zitronen
Spanien herrschte vor. Die Türkei komplettierte das Geschehen, Italien und Griechenland rundeten es ab. Die Versorgung und der Bedarf stimmten in der Regel überein, sodass sich die Kurse nicht wesentlich veränderten, sofern die Güte überzeugte. In Frankfurt wiesen die griechischen Produkte vermehrt Schalenfehler auf, was die Preise nach unten drückte. Türkische Ware gab es hier inzwischen in 5,5-kgKisten, die ca. 6,50 € kosten sollten.

Bananen
Die Verfügbarkeit war etwas eingeschränkt. Die Nachfrage erfolgte stetig, hatte sich vereinzelt sogar leicht verbessert. Die Notierungen der Erstmarke blieben wie die der Drittmarken meist auf einer konstanten Basis. Bei der Zweitmarke bewegten sie sich kraft der Mengenbegrenzungen oder aufgrund des verdichteten Zugriffs häufiger nach oben.

Salat
Die schwierige Lage von spanischem Eissalat war von Dauer. Die Preise schienen auf einem niedrigen Niveau regelrecht eingefroren zu sein. Ihre Spannen dehnten sich wegen diverser Qualitätsunsicherheiten weiter aus. Da die 10er-Steige ab 4,- € vertrieben wurde, vermochte die Abnahme teilweise zu befriedigen. Das war aber nicht überall der Fall. Kopfsalat stammte vorrangig aus Belgien, nachgeordnet aus Italien. Zudem gingen ein paar Partien aus Frankreich zu. Parallel zu der Witterung kühlte auch der Bedarf ab. Der Umfang der Order verringerte sich erkennbar. Vergünstigungen konnten nicht vermieden werden: weder beim italienischen Standard noch bei den exklusiveren Offerten aus Belgien. Die französische Konkurrenz entzog sich dieser Entwicklung. Deutschland startete in die Saison mit ersten Novita von der Insel Reichenau. Die Bereitstellung von Bunten Salaten beruhte auf italienischen und französischen Abladungen. Zum einen generierten sie eine hinlängliche Beachtung. Die Händler fixierten ihre Forderungen auf einem stabilen Level. Zum anderen mussten sie diese reduzieren, da die ungenügenden Unterbringungsmöglichkeiten einen Abgabedruck aufbauten. Punktuell waren dem entgegen zum Wochenende hin Verteuerungen ratifizierbar. Die Verkäufer von Feldsalat brauchten ihre Aufrufe kaum zu modifizieren, bloß verschiedentlich kamen sie nicht drum herum, jene ähnlich wie bei italienischen Endivien ein wenig abschwächen. Die Anlieferungen aus den geschützten einheimischen Kulturen sahen sich dabei mit anwachsenden Importen konfrontiert.

Gurken
Anhaltend dominierten bei Schlangengurken die spanischen Zuflüsse. Griechenland schickte Ergänzungen. Die niederländischen Zuströme intensivierten sich marginal, die spärlichen aus Belgien veränderten sich nicht. Generell blieb die Versorgung knapp. Das garantierte kontinuierlich hohe Einstände sowie imposante Kurse auf dem Platz. Häufiger befestigten sich die Notierungen zusätzlich im Laufe der Tage; selbst bei griechischen Früchten, sofern sie über eine optimale Kondition verfügten. Dadurch wurde das Interesse sichtlich eingeschränkt. Minigurken trafen hauptsächlich aus der Türkei ein, unbedeutender und mit gleicher Wichtigkeit aus den Niederlanden und Spanien sowie manchmal aus Marokko. Die Bewertungen tendierten aufgrund eines kraftvollen Wettbewerbs oftmals abwärts. Ab und an bewegten sie sich jedoch am Freitag mehr oder minder sprunghaft nach oben.

Tomaten
Spanische Abladungen herrschten vor. Die den Markt komplettierenden Importe aus den Niederlanden, Marokko und Italien hatte sich etwas ausgedehnt. Belgien verlor leicht an Relevanz. Die Bereitstellung fiel eigentlich recht überschaubar aus. Sie reichte aber aus, um ohne Schwierigkeiten den Bedarf zu decken. Zum einen sicherten genügende Unterbringungsmöglichkeiten vielfach stabile Preise. Diese zogen bloß hier und da ab Mittwoch ein wenig an. Zum anderen geriet Drittlandsware aus Marokko und der Türkei verschiedentlich unter Druck, sodass Vergünstigungen gewährt werden mussten. Genau das bewirkte in diesen Segmenten eine verdichtete Abnahme, insbesondere bei loser Aufmachung. Griechenland eröffnete die Saison mit ansprechend ausgefärbten Produkten: Für Fleischtomaten verlangte man 10,- € je 6 kg, für Runde Tomaten 7,- € je 6 kg und für Kirschrispentomaten 11,50 € je 3-kg-Steige. Ansonsten ließen es im Hinblick auf ihre organoleptischen Merkmale einige Partien an Einheitlichkeit vermissen. Das zwang die Händler dazu, ihre Forderungen zu reduzieren. Die teuren Zufuhren aus Belgien initiierten lediglich einen schleppenden Vertrieb.

Gemüsepaprika
Die spanischen Zugänge dominierten andauernd die Geschäfte. Marokkanische und türkische Chargen ergänzten sie. Die Versorgung blieb relativ übersichtlich, der Absatz oftmals hinter den Erwartungen zurück. Die Notierungen konnten sich bei den spanischen und marokkanischen Erzeugnissen häufig befestigen wegen der eingeschränkten Mengen. Die türkischen Früchte erfreuten sich dank eines flotten Umschlags oder kraft verzögerter Folgelieferungen über Rumänien ansteigender Bewertungen. Örtlich bewegten sich die Kurse aufgrund eines Angebots, das mit der Nachfrageintensität harmonierte, auf einem konstanten Level. Ägypten begann die Kampagne mit 5-kg-Steigen. Sie sollten bis zu 7,50 € kosten.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln strömten ausschließlich aus Spanien in den Handel. Ihre Preise verharrten bei einer hinlänglichen Beachtung der Offerten und einer überschaubaren Zuführung fortwährend auf einem hohen Niveau. Das kam der Haushaltsware zu gute. Kaliber über 70 mm aus Österreich, den Niederlanden und sogar aus Spanien ließen sich dadurch nämlich wesentlich lebhafter vertreiben. Die Sortierungen der einheimischen Abladungen fielen augenscheinlich kleiner aus. Dennoch generierten sie für gewöhnlich eine befriedigende Abnahme. Somit brauchte man die bisherigen Forderungen bloß sehr selten zu modulieren. Im zweiten Teil der Woche beschleunigte sich die Räumung ein wenig.


Weitere Informationen

Frankfurt
Die Notierungen von Ananas kletterten aufgrund einer eingeschränkten Verfügbarkeit um bis zu 15 % aufwärts. Bei winterlich kaltem Wetter verzögerte sich der Zugriff auf Steinfrüchte aus Chile und Südafrika. Grüner peruanischer Spargel traf in zu großen Mengen ein, sodass die Bewertungen sanken. Neben den Dauerlieferungen aus Italien und Spanien waren inzwischen ägyptische Auberginen in 5-kg-Steigen zu 6,- bis 7,- € zu haben. Kontinuierlich erfolgte der Umschlag von Rote Beete, Weißkohl und Möhren. Besser nachgefragt wurde Grünkohl und auch der erste spanische Chinakohl fand schnell Interessenten.

Hamburg
Ansprechend gereifte Erdbeeren aus Spanien gab es mittlerweile in 500-g-Schalen zu 1,95 €; sie machten dabei ungleichmäßig ausgefärbten Produkten in 250-g-Abpackungen Konkurrenz. Exklusive Offerten kosteten 1,10 € je 250 g. Wegen vermehrter Konditionsschwächen vergünstigten sich Limetten aus Übersee. Auberginen aus Griechenland starteten zu 9,75 € je 5-kg-Karton in die Woche. Mängelfreie regionale Möhren verteuerten sich am Montag.

Köln
Kälte, Schnee und Karneval führten zu einem recht ruhigen Geschäft. Am Donnerstag waren gegen 6:00 Uhr viele Stände schon geschlossen, und am Freitag gestaltete sich die gesamte Aufnahme sehr schleppend. So wird dann wohl auch die 07. KW beginnen, da die meisten Händler am Montag und Dienstag nicht öffnen. Der erste Rhabarber aus den Niederlanden tauchte auf, interessierte allerdings nicht. Genauso war es mit niederländischem weißen Spargel, für den man 14,50 € je kg zahlen sollte.

München
Das Angebot an italienischen und spanischen Erdbeeren zeigte sich anhaltend größer als der Bedarf, sodass die Vertreiber ihre Aufrufe nochmals reduzieren mussten. Spanische und portugiesische Himbeeren waren hingegen knapp und blieben somit teuer. Limetten und Frischfeigen aus Brasilien verbilligten sich infolge verstärkter Präsenz. Die Preise für tonangebenden spanischen und ergänzenden italienischen Brokkoli standen weiter unter Druck. Die Notierungen von Zucchini und Auberginen kletterten aufgrund der niedrigen Temperaturen in Spanien aufwärts. Ab Mitte der Woche wurde eine erste Partie Spargel aus Südfrankreich offeriert.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 6 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 15.02.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin