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Österreich: Gemüse-, Obst- und Gartenbau-Fachtag: Regionale Produkte mit "Geschichten"

05. Februar 2018

Der diesjährige Gemüse-, Obst- und Gartenbau-Fachtag der Wintertagung am 30. Januar, spannte einen breiten Themenbogen von den politischen Rahmenbedingungen über die klimatischen Herausforderungen, den Wünschen der Verbraucher, den erforderlichen Standards bis hin zur Digitalisierung.

Bildquelle: Shutterstock.com Markt
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Der Fachtag zeigte anhand von Best Practice-Beispielen auf, wie manche Unternehmer diese Herausforderungen anpacken und sich auf innovativen Wegen den Fortbestand sichern beziehungsweise sich die Vielfalt an digitalen Anwendungsmöglichkeiten zunutze machen.

Regionalität ist zum Hauptmotiv beim Lebensmitteleinkauf geworden

Die Verbundenheit der österreichischen Bevölkerung zur heimischen bäuerlichen Produktion steigt. Beim Thema Ernährung wird hauptsächlich auf Herkunft und Regionalität (35%) Wert gelegt. "Die Motivation der Verbraucher ist dabei die Stärkung der heimischen Landwirtschaft", so Micaela Schantl, Leiterin der Marktforschung bei der AMA-Marketing. Insgesamt geben die österreichischen Haushalte ein gutes Viertel ihrer monatlichen Lebensmittelausgaben für Obst und Gemüse aus. Beide Segmente konnten seit 2014 an Menge und Wert zulegen. "Für heimisches Obst und Gemüse bestehen damit positive Vorzeigen für die Vermarktung. Herausforderungen, die den Erzeugern bevorstehen, sind die Verschiebung der Saisonen vor allem im Obstbereich, die klimatischen Bedingungen, die bereits in den vergangenen Jahren deutlich spürbar geworden sind, und die klare Kennzeichnung regionaler Produkte", fasste Schantl zusammen.

Konsumenten wollen berührt werden

Dass heimisches Obst und Gemüse ein gutes Image bei den österreichischen Verbrauchern haben, ist belegt, für eine bessere Vermarktung muss nach Ansicht von Christof Kastner, Kastner GroßhandelsgesmbH (Zwettl), jedoch "die Austauschbarkeit der Produkte im LEH durch Alleinstellungsmerkmale und Marken beendet werden". Dass die heimische Erzeugung den Wünschen der Verbraucher entspricht, bestätigt auch Martin Gressl, Leiter der Abteilung Qualitätsmanagement bei der AMA-Marketing. Er wies aber darauf hin, dass trotzdem viele Produkte wenig attraktiv für die Kunden sind, was vor allem daran liege, dass sie mit keiner bewegenden Geschichte verknüpft sind, "die die Konsumenten berührt". Josef Peck, Obmann des Österreichischen Branchenverbandes für Obst und Gemüse, empfiehlt, "die Kommunikation mit dem LEH zu forcieren und diesem Geschichten und Ideen zu liefern".

Strategien zur Herkunftskennzeichnung konzeptioniert

Hinsichtlich der Forderung der österreichischen Lebensmittelproduzenten, insbesondere der Landwirtschaftskammern, nach einem System, das den Verbrauchern klare Auskunft über die Herkunft der Waren garantiert, ist das BMNT laut Christian Jaborek, Leiter der Abteilung Obst, Gemüse, Wein, Sonderkulturen, Sektion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung im Selbigen, dabei, Konzepte zur Bewusstseinsbildung und Kontrolle zu entwickeln, allein die Zuständigkeit liege bei den Bundesländern, merkte er an. Ebenso würden Technologien zur Herkunftsfeststellung getestet, wie die Isotopenuntersuchung und das Foodprofiling. Hierfür sei es jedoch notwendig, auch die Warenströme zu erfassen.

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Quelle: aiz.info

Veröffentlichungsdatum: 05.02.2018

Schlagwörter

gemüse, Obst, Gartenbau, Fachtag, Regional, Produkte, Geschichten