Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Die Vermarktung von spanischem Eissalat gestaltete sich überaus komplex

01. Februar 2018

Die Zuflüsse waren zu immens. Zögerliche Vergünstigungen vermochten die träge Abnahme nicht zu beschleunigen. Da mussten die Händler schon mit einer stärkeren Kompromissfähigkeit aufwarten. Folglich kostete im Extrem die 10er-Steige bloß 3,- €.

Bildquelle: Shutterstock.com Eissalat
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Die Spannengrenzen divergierten währenddessen augenscheinlich aufgrund von mangelnder Frische. Kopfsalat importierte man hauptsächlich aus Belgien, zudem aus Italien und in einem marginalen Umfang aus Frankreich. Einerseits bewegten sich kraft einer eher drängenden Versorgung die Bewertungen nach unten. Ihre Bandbreite orientierte sich dabei offensichtlich an der Güte der Ware. Andererseits blieben sie durchaus stabil dank eines genügenden Zugriffs oder einer ansprechenden Kondition vorrangig der belgischen Erzeugnisse. Die Bunten Salate verzeichneten gemeinhin relativ konstante Preise, aber nicht überall waren diese dauerhaft zu halten. Derweil veränderte sich die Distanz zwischen den französischen und niedriger aufgerufenen italienischen Chargen kaum. Die Notierungen von italienischen Endivien stagnierten oftmals auf ihrem bisherigen Level. Manchmal konnten sie sich wegen eines flotten Umschlags befestigen. Bei Feldsalat verminderten sich für gewöhnlich die Forderungen, da es der Nachfrage eindeutig an Schwung fehlte.

Birnen
Waren 2017 in der 04. KW schon südafrikanische Importe vorrätig, mussten die Kunden dieses Jahr noch warten. Gerechnet wird mit den Abladungen Anfang Februar. Aus Übersee gab es also weiterhin lediglich Anjou aus den USA, die summa summarum ergänzenden Charakter hatten. Angeführt wurde die Warenpalette von Italien, das sich wie gewohnt mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ am Handel beteiligte. Conference aus den Niederlanden, dem Inland und Belgien rundeten das Geschehen ebenso ab wie türkische Santa Maria und portugiesische Rocha. Die Vermarktung gestaltete sich unspektakulär und kontinuierlich. Infolgedessen verharrten die Bewertungen oftmals auf Vorwochenniveau. In München waren kleine Früchte mit Kaliber 65 mm oder weniger gefragt; von Anbauerseite erhöhte Abgangsforderungen für italienische Produkte konnten kaum durchgesetzt werden.

Kiwis
In der Regel dominierte Italien, lediglich in Köln herrschte Frankreich vor. Griechenland rundeten den Handel mit verhältnismäßig günstigen Früchten ab. Die Vermarktung verlief ohne Höhepunkte. Die Versorgung wurde an den kontinuierlichen Bedarf angepasst, sodass es hinsichtlich der Bewertungen zu keinen wesentlichen Veränderungen kam.

Orangen
Im Segment der Blondorangen prägten noch immer spanische Navelina mit weitem Vorsprung das Geschehen. Türkische Washington Navel gab es inzwischen sowohl in 13-kg-Steigen als auch in 14- oder 14,5-kg-Packungen. Sie wurden häufig rege nachgefragt, fehlten indes in Köln völlig und ergänzten in Hamburg nur die Warenpalette. Salustiana stammten aus Spanien und Marokko. In Hamburg traten erste spanische Lane Late auf, die 17,- € je 15-kg-Karton mit 80 Stück kosteten. Italien beteiligte sich mit Navelina und Griechenland mit Navel. Bei den Blutorangen dehnte sich die Präsenz von italienischen Tarocco aus, während sich die von Moro derselben Herkunft ein wenig einschränkte. Cara Cara aus der Türkei und Spanien ließen sich flott verkaufen. Generell stimmte man die Bereitstellung auf die Unterbringungsmöglichkeiten ab, sodass sich die Kurse zumindest mengeninduziert nicht gravierend bewegten. Ein bisschen schwankten sie derweil doch: So vergrößerten sich örtlich die Preisspannen bei einigen Varietäten, was in Abhängigkeit von Güte, Marke und Kaliber stand. In Hamburg litten Moro aus Italien unter einer abschwächenden Kondition, weshalb die Vertreiber so manche Offerten aussortieren mussten.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Bedeutung von Clementinen begrenzte sich augenscheinlich und die Partien generierten nicht mehr überall eine freundliche Beachtung. Bloß in Frankfurt verlief die Abwicklung von italienischen Produkten recht schnell. Die Wichtigkeit von Mandarinen nahm zu: Mit Clemenvilla und Nova aus Spanien sowie Orri aus Israel waren die Märkte hinreichend eingedeckt. Trotz ihrer hohen Bewertungen konnten Orri mühelos abgesetzt werden. Die Qualität überzeugte in der Regel. Anders sah dies bei Nour und Nadorcott aus Marokko sowie bei Minneolas aus der Türkei aus, deren organoleptischen Eigenschaften ab und an zu bemängeln waren. Bei einem steten Handel gerieten die Notierungen nicht wesentlich in Bewegung; oftmals verharrten sie auf bisherigem Niveau.

Zitronen
Bereitstellung und Interesse harmonierten genügend miteinander. Die Basis des Sortimentes bildeten spanische Primofiori, abgerundet wurde es von türkischen Enterdonato und billigeren Lama. Der kontinuierliche Umschlag führte zu konstanten Kurse. Lediglich in Hamburg senkten die Verkäufer ihre Aufrufe für die spanischen Chargen, die am Ende fast so viel wie die türkische Konkurrenz kosteten.

Bananen
Die Verfügbarkeit passte zu den steten Unterbringungsmöglichkeiten, was in der Regel für unveränderte Notierungen sorgte. Ab und an verteuerten sich Drittmarken, da sie bei den Kunden im Mittelpunkt standen. In Köln vergünstigten sich hingegen die Zweitmarken ein wenig. Obwohl in Hamburg der Vertrieb flott vonstattenging, konnte man keine höheren Bewertungen etablieren.

Blumenkohl
Italienische Zufuhren herrschten vor, französische ergänzten sie. Spanische Anlieferungen rundeten das Bild ab. Die Bereitstellung war zwar nicht besonders üppig, doch sie reichte, um den Bedarf mit Leichtigkeit zu decken. Meistens entwickelten sich sogar Überhänge, da der Absatz viel zu schleppend verlief. Es kam unweigerlich zu Verbilligungen: zunächst bei Partien mit Qualitätsunsicherheiten, später dann bei regulären Offerten. Und letztendlich traf es, wenn auch auf einer höheren Ebene, die französischen Mengen.

Gurken
Die Verfügbarkeit von Schlangengurken fiel ziemlich überschaubar aus. Weder die vorherrschenden spanischen, noch die ergänzenden griechischen Abladungen bauten Druck auf. Die Relevanz der niederländischen und französischen Anlieferungen war gering. Insbesondere die großen Kaliber tauchten spärlich auf. Die kontinuierlich hohen Einstände und die recht bescheidenen Zugänge schoben die Kurse aufwärts; zuerst bei den spanischen und anschließend bei den übrigen Offerten. Das stieß bei den Kunden nicht auf Sympathie. Der Absatz geriet daraufhin ins Stocken. Überdies erschwerten als unsicher einzustufende Qualitätsmerkmale die Geschäfte. Türkische Minigurken wurden zu gleichen Teilen von niederländischen und spanischen Mengen komplettiert. Da sie sich ebenso verteuerten, vermochten die Verkaufszahlen auch in diesen Sektor häufiger nicht zu befriedigen

Tomaten
Die Versorgung mit Runden Tomaten und Rispentomaten war relativ übersichtlich. Spanien dominierte. Wichtige Zuflüsse stammten aus Belgien und den Niederlanden. Zudem trafen reichliche Sendungen aus Marokko und der Türkei ein. Italien gewann an Bedeutung. Man konnte verschiedentlich die Forderungen auf einem stabilen Niveau fixieren; das galt für Ware mit einer hervorragenden Güte oder mit Ursprung in den Beneluxländern. Oftmals mussten sie jedoch reduziert werden, da selbst kleine Fehler nicht akzeptiert wurden, geschweige denn mangelnde Ausfärbung oder gar ungewisse Haltbarkeit. Glanzpunkte stellten unterdessen die Importe aus Sizilien dar. Israel startete in die Saison zu moderaten 10,- € je 7-kg-Verpackung. Dem gegenüber veräußerte man spanische Früchte bereits ab 4,- je 5 kg. Die Vermarktung von Fleischtomaten basierte hauptsächlich auf dem spanischen Zustrom; neben dem gab es belgische und niederländische Artikel aus Mitteleuropa sowie marokkanische und türkische aus dem Süden. Die Preise bewegten sich vielfach nach unten. Sie stiegen nur hier und da zum Wochenende hin an. Tunesische Angebote begannen ihre Kampagne zu niedrigen 10,- € je 7-kg-Steige. Das Sortiment an Kirschtomaten wurde vorrangig aus Italien gespeist. Der Belang von Spanien und den Niederlanden hatte sich kaum verändert. Die Bewertungen erfreuten sich einer beharrlichen Konstanz, variierten ab und an lediglich graduell. 250-g-Schalen aus Ägypten wurden als Ladenhüter bezeichnet, die allein durch entsprechende Vergünstigungen untergebracht werden konnten.

Gemüsepaprika
Der Absatz war fortlaufend fest in der Hand der Produkte aus der Mittelmeerregion; Spanien überwog dabei. Die Türkei und Marokko ergänzten ihn. Griechenland sowie Ägypten mit roten Californian Wonder rundeten den Verkauf ab. Die Kurse entwickelten sich augenscheinlich divergent. Zum einen strebten sie aufwärts dank eines intensivierten Interesses, insbesondere bei Markenabladungen oder bei gesuchten Farbmix-Aufmachungen. Zum anderen brachen sie ein aufgrund einer zu geringen Order oder einer dahinschwindenden Kondition. Örtlich waren die Verteuerungen bloß von einer sehr kurzen Dauer. Orange Kultivare blieben von Verbilligungen verschont. Wegen einer befriedigenden Umschlagsgeschwindigkeit brauchten die Vertreiber von türkischen Chargen ihre Aufrufe nicht zu modifizieren.

Zwiebeln
Die Vermarktung von Gemüsezwiebeln basierte ausschließlich auf den spanischen Importen. Eine stete Nachfrage bewirkte eine hinlängliche Räumung des keineswegs drängenden Angebotes. Die Notierungen verharrten somit auf einem unveränderten, recht hohen Niveau. Einheimische Offerten dominierten die Palette an Haushaltsware. Österreichische, niederländische Zugänge komplettierten diese. Der Grad der Versorgung harmonierte für gewöhnlich genügend mit den Unterbringungsmöglichkeiten. Die Bewertungen unterlagen kaum irgendwelchen Schwankungen.


Weitere Informationen
Frankfurt
Ananas waren mehr als reichlich verfügbar und verbilligten sich daher. Die ersten Süßzitronen und Bitterorangen aus dem Iran standen bereit; mit größeren Sendungen wird gerechnet. Mit dem Verkauf von weißem und grünem Spargel aus Peru tat man sich sehr schwer, sodass die Partien, an denen es hinsichtlich der Güte nichts auszusetzen gab, schon zu 10,- € je 5 kg veräußert wurden. Ägypten lieferte Auberginen zu 6,50 bis 7,- € je 5 kg sowie weiße Zucchini zu 7,50 € je 5 kg.
Hamburg
Qualitätsschwache Mangos vergünstigten sich. Erdbeeren aus Spanien wurden aufgrund ihres oftmals ungenügenden Geschmacks nur wenig beachtet und die Kurse stürzten regelrecht ab. Niederländische Auberginen aus beheizten Treibhäusern kosteten 11,- € je 5-kg-Packstück. Die Bewertungen von Lauch tendierten abwärts.
Köln
Granatäpfel, egal welcher Herkunft, ließen sich stetig verkaufen. Nicht zuletzt witterungsbedingt verlief der Handel mit Rosenkohl, Lauch und Grünkohl sehr schleppend. Auch Walnüsse waren kaum mehr interessant. Obwohl sich die Notierungen ab Donnersteg verfestigten, zeigte sich die Nachfrage nach italienischem Spinat freundlich.
München
Mit übersichtlicheren Dispositionen aus Südspanien, Süditalien und Ägypten wurde auf den ruhigen Zuspruch nach Erdbeeren reagiert. Vorübergehend etwas knappere Himbeeren standen nur aus Spanien bereit und verteuerten sich nochmals. Aus Italien gab es wieder Bitterorangen. Auberginen aus Spanien waren bloß in einem begrenzten Rahmen verfügbar und die Bewertungen zogen an. Die Unterbringungsmöglichkeiten von Rotkohl und Weißkohl schränkten sich ein. Kohlrabi kam überwiegend aus Italien; die Forderungen blieben durchweg stabil. Für Dill musste so viel wie zuvor gezahlt werden. Ergänzende spanische Ware passte sich preislich der Konkurrenz an.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 4 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 01.02.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin