Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

BLE-Marktbericht Äpfel: Die Bereitstellung schränkte sich augenscheinlich ein

25. Januar 2018

Einige Varietäten waren teilweise schon ausverkauft. Hauptsächlich inländische Boskoop verloren merklich an Relevanz, weshalb ihre Notierungen anzogen. Einheimische Topaz, Rubinette und Cox Orange büßten ebenfalls an Präsenz ein, zudem schwächte sich die Bedeutung von Wellant aus den Niederlanden und Deutschland ab. Dies geht aus dem "BLE-Marktbericht KW 2 / 18" hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Obwohl die Nachfrage in Frankfurt durchaus positiv war, sahen die Vermarkter von einem Heraufsetzen der Forderungen ab, da sie dadurch die Umschlagsgeschwindigkeit nicht beeinträchtigen wollten. In Hamburg sorgte ein kontinuierlicher Vertrieb gen Osteuropa für konstante Kurse. In Köln stagnierte der Handel zur Wochenmitte hin, was mitunter an dem widrigen Wetter lag. Dessen ungeachtet verharrten hier die Bewertungen, wie auch in München, auf bisherigem Niveau. Komplettiert wurde die von Deutschland und Italien geprägte Warenpalette von französischen, belgischen, kroatischen und niederländischen Anlieferungen.

Birnen
Italien dominierte wie zu diesem Saisonzeitpunkt üblich das Angebot; vorrangig gab es Abate Fetel und Santa Maria, nachgeordnet Williams Christ und Boscs Flaschenbirne. Einheimische Alexander Lucas sowie Conference, die nicht mehr auf allen Plätzen verfügbar waren, folgten. Auf türkische, fein sortierte Santa Maria konnte in Frankfurt zugegriffen werden. Aus den Niederlanden stammten unter anderem Gute Luise und Vereinsdechantsbirnen, die sich mancherorts verteuerten. Mit den ersten Importen aus den USA begann die Kampagne aus Übersee: Anjou trafen in München ein und füllten ein wenig die Lücke, die durch das Ausbleiben deutscher Partien entstanden war. Insgesamt verlief die Unterbringung ruhig und stetig. Die Preise gerieten kaum ins Wanken, da die Qualität der europäischen Produkte überzeugen konnte.

Tafeltrauben
Südafrika prägte mit zahlreichen Varietäten, hauptsächlich Prime Seedless, Dan Ben Hannah und Black Gem das Geschehen. Erste Sugraone traten auf und verstärkten den Konkurrenzkampf. Aus Namibia kamen insbesondere Flame Seedless und Prime Seedless. Peru und Brasilien verschwanden zunehmend von der Bildfläche. Die Nachfrage war ziemlich eingeschränkt und der Handel wollte nicht so richtig an Fahrt gewinnen. Die Kurse bestätigten aber meist das Level der Vorwoche. In Köln tendierten sie sowohl auf- als auch abwärts und in München zogen sie an. In Frankfurt vergünstigten sich speziell die südafrikanischen Abladungen mengeninduziert.

Kiwis
Die Bereitstellung wurde genügend auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt, sodass die Bewertungen auf bisherigem Niveau verharrten. Voraussetzung dafür war selbstredend mangelfreie Ware. Diese stammte vorrangig aus Italien; billigere griechische und teurere französische Offerten komplettierten. Türkische Importe in 30/33er-Sortierung kosteten in Frankfurt ca. 15,- € je 10-kgKarton.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten und türkische Offerten komplettierten die Warenpalette. Die Verfügbarkeit hatte sich nicht wesentlich verändert; sie reichte aus, um das konstante Interesse problemlos zu stillen. Meist bewegten sich die Kurse nicht. Nur in München zogen sie generell an, was auf einer recht freundlichen Beachtung basierte. In Hamburg wurden die türkischen Importe flott verkauft, da sie relativ billig waren.

Bananen
Der Absatz geriet in Hamburg witterungsbedingt ins Stocken, in München wuchsen die Unterbringungsmöglichkeiten hingegen an. In der Regel stimmte man die Bereitstellung auf die Nachfrage ab. Dennoch variierten punktuell die Notierungen, denn in Frankfurt kletterten die der Zweit- und Drittmarken nach oben. In München und Hamburg mussten die Kunden für das gesamte Sortiment mehr als bislang zahlen. In Köln verteuerten sich Drittmarken aus Costa Rica; Zweitmarken gleicher Herkunft vergünstigten sich indes leicht.

Blumenkohl
Die Versorgung fiel nicht allzu üppig aus. Doch sie reichte, um den Bedarf genügend zu decken. Der Abverkauf verlief in unaufgeregten Bahnen. Die Bewertungen der französischen sowie manchmal etwas verzögert die der italienischen Offerten stiegen verschiedentlich an. Währenddessen bewegten sie sich abwärts bei drängenden Überhängen, die sich aufgrund eines zu schwachen Interesses gebildet hatten: zuerst bei den weniger beachteten 8er-Steigen, dann auch bei den favorisierten 6erAbpackungen.

Salat
Die Geschäfte mit spanischem Eissalat waren nicht völlig frei von Reibung. Zum einen stagnierte anhaltend die Aufnahme, zum anderen belastete der anwachsende Anteil an nässegeschädigten Partien. Zudem tauchten örtlich kleine Mengen an ägyptischer Konkurrenz auf. Die Notierungen sanken zusehends. Kopfsalate stammten vorwiegend aus Belgien, außerdem aus Frankreich und Italien. Die Einstände belgischer Ware tendierten nach oben, was am Platz kraft der mangelnden Akzeptanz durch die Kunden kaum durchgesetzt werden konnte. Dem gegenüber verbilligten sich sonstwo die italienischen und die belgischen Produkte wegen einer zu schleppenden Abgabe oder zu geringer Pro-KopfGewichte. Bunte Salate gingen aus Italien und Frankreich zu. In Folge einer zu langsamen Räumung mussten die Vertreiber ihre Aufrufe in der Regel reduzieren; zunächst nur bei den italienischen und hinterher bei den französischen Erzeugnissen. Bloß selten konnten sie diese auf ihrem bisherigen Niveau belassen. Endivien aus Italien verbuchten gelegentlich einen intensivierten Zuspruch. Feldsalat spielte keine tragende Rolle. Angesichts einer entschleunigten Vermarktung wurden oftmals Vergünstigungen bewilligt.

Gurken
Schlangengurken flossen signifikant aus Spanien zu. Griechenland ergänzte hier und da. Die Bedeutung niederländischer Chargen hatte sich lediglich marginal verändert. Die Nachfrage zeigte sich meist von ihrer ruhigen Seite. Sie vermochte einzig in Frankfurt zufriedenzustellen. Angebotsbedingt etablierten sich früher oder später Verteuerungen, die jedoch schwer auf Dauer zu sichern waren. Punktuell hatten sich Überhänge entwickelt. Diese litten schnell unter einer abfallenden Kondition. Also mussten die Händler ihre Forderungen rasch vermindern, sobald dieses Problem auftrat. Minigurken wurden vorrangig aus der Türkei angeliefert. Die Abladungen aus den Niederlanden und Spanien komplettierten den Verkauf und verzeichneten eine ähnliche Relevanz. Generell stiegen ihre Preise an oder verharrten immerhin auf einem konstanten Level. Das kam den 250/300-g-Sortierungen der spanischen Schlangengurken zugute, die plötzlich von den Bewertungen her wieder interessanter waren.

Tomaten
Die spanischen Importe überwogen augenscheinlich. Sie wuchsen überdies an. Die Präsenz marokkanischer und türkischer Früchte verdichtete sich ein wenig. Die Mengen aus dem mitteleuropäischen Anbau blieben fortlaufend übersichtlich. Italien war vor allem mit Kirschtomaten am Geschäft beteiligt. Rispentomaten und Runde Tomaten wurden zum einen genügend geordert. Ihre Notierungen erfreuten sich somit eines relativ stabilen Niveaus. Zum anderen sackten diese etwas ab, da die Versorgung verschiedentlich zu üppig war. Dann bildeten sich zudem häufiger Bestände, die rapide Qualitätsmängel aufwiesen. Das zog ebenso Vergünstigungen nach sich. Die Unterbringungsmöglichkeiten hatten sich dadurch aber nicht wesentlich verbessert. Fleischtomaten trafen in einem überschaubaren Rahmen hauptsächlich aus Spanien und Belgien ein. Wegen einer eher knappen Warendecke tendierten deren Kurse zusehends aufwärts. Die Produktpalette der dominierenden italienischen Kirschtomaten wurde in gleichem Umfang von niederländischen und spanischen Offerten erweitert. Dazu führte man mit begrenztem Volumen einige marokkanische, belgische und türkische Partien ein. Die Vertreiber brauchten ihre Aufrufe dank einer hinlänglichen Abnahme für gewöhnlich nicht zu modulieren. Bloß gelegentlich mussten sie diese leicht abschwächen.

Gemüsepaprika
Die spanischen Abladungen herrschten vor. In einem kaum veränderten Maß ergänzten türkische und marokkanische Zuflüsse den Verkauf; griechische tauchten nur in München auf. Die Nachfrage zeigte sich, zur Kraftlosigkeit neigend, oftmals sehr uneinheitlich. Demzufolge divergierten die Bewertungen des Angebotes offenkundig. Bei einer glatten Räumung oszillierten sie vielfach in enger Bandbreite auf einem recht konstanten Level. Sie brachen manchmal ein aufgrund eines verstärkten Konkurrenzdrucks oder provokativer Aktionen des LEH. Hin und wieder stiegen die Preise an, was auf unzureichenden Anlieferungen basierte. Das galt insbesondere für rote und gelbe Kultivare.

Zwiebeln
Die Gemüsezwiebeln trafen ausschließlich aus Spanien ein. Man verbuchte einen nicht gerade lebhaften Vertrieb. Punktuell hatte sich der Zuspruch jedoch verdichtet. Die Notierungen variierten kaum. Bloß ab und an tendierten sie leicht nach oben. Bei der Haushaltsware dominierten fortlaufend die einheimischen Erzeugnisse. Örtlich rundeten niederländische, österreichische sowie in einem geringen Umfang italienische Zufuhren die Vermarktung ab. Wegen der unaufgeregten Absatzmöglichkeiten wollte man die bisherigen Aufrufe nicht modifizieren. Offerten aus Österreich erzielten dabei vereinzelt und irregulär maximal bis zu 14,90 € je 25-kg-Sack. Die inländischen Produkte hingegen wurden wesentlich billiger umgeschlagen. In Köln gingen Tropea rossa zu, eine Spezialität aus Kalabrien. Für die roten, milden und süß schmeckenden Zwiebeln verlangte man 6,90 € je kg.


Weitere Informationen
Frankfurt
Neben den südafrikanischen Pflaumen bereicherte die Türkei mit Angeleno zu 12,- € je 5-kg-Steige das Geschäft. Erste spanische Erdbeeren der Sorte Calinda in 400-g-Schalen waren ab Dienstag vorhanden; ab der Wochenmitte griffen Portugal und Italien ins Geschehen ein. Für Zucchini und Auberginen ließen sich deutlich festere Kurse realisieren. Erste niederländische Auberginen mit Kaliber 100 - 175 g kosteten 2,20 € je kg. Wirsing wurde freundlich beachtet, besonders die mit hohen Kopfgewichten aus Italien. Grünkohl stand gut dosiert bereit und hatte seine Interessenten. Frischer deutscher Meerrettich verteuerte sich auf bis zu 4,80 € je kg. Das Angebot an Artischocken dehnte sich aus; so lieferte Italien Gebinde mit 10, 12, 20 und 25 Stück sowie Top-Bündelware mit 8 Stück zu 12,- € (siehe Bild).
Hamburg
Infolge einer uneinheitlichen Qualität vergünstigten sich brasilianische Feigen. Die Notierungen für knappe Erdbeeren von der iberischen Halbinsel und aus Marokko stiegen merklich an. Glatte und krause Petersilie sowie Dill aus Italien und Spanien wurden zu zaghaft nachgefragt und verbilligten sich daher.
Köln
Die Vorkarnevalszeit sowie das Wetter bremsten den Handel deutlich. Mangos aus Brasilien trafen als Rückläufer aus dem LEH ein, das Stück kostete 0,50 €, was zu einer problemlosen Unterbringung führte.
München
Das Angebot an Bundzwiebeln aus Italien und besonders aus Ägypten war reichlicher und wurde mit stabilen Preisen vermarktet. Die Bewertungen von Radicchio, Spinat und Stangensellerie aus Italien stagnierten auf bisherigem Niveau. Zucchini und Auberginen verteuerten sich merklich. Die Präsenz von italienischem Wirsing wuchs augenscheinlich an.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 3 / 18
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 25.01.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin