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Litschis aus Madagaskar begegnen existentieller Krise

12. Januar 2018

Im Verlauf der vergangenen 15 Jahre hat die Regenmenge auf der Insel um 50% abgenommen und mit der Klimaveränderung reifen die Früchte einen Monat später, was die Rentabilität des Ertrages in Frage stellt, der eine Haupteinnahmequelle ist. Die Litschi braucht viel Wasser, um prall und süß zu werden. Wenn sie einen Monat später reif wird, ist das auch zu spät für die Feiertage zum Jahresende, wo sie in Europa viel konsumiert werden.

Bildquelle: Shutterstock.com Litschi
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Das teilte Jean-Louis Béraud, ein Erzeuger und Exporteur von Litschis, mit, wie rfi Afrique berichtete. „Ob sie reif oder unreif sind, wenn die Früchte auf den Weihnachtstischen liegen sollen, müssen sie am 2. Dezember verschickt werden. Deswegen werden die Früchte jetzt klein exportiert.“

Die schlechte Größenausbildung führte zu einer Abnahme der Exporte. Von den 120.000 Tonnen, die jedes Jahr erzeugt werden, schickt Madagaskar nur 17.000 Tonnen nach Europa, oder weniger als 15%. Ein Mangel, der dieses Jahr besonders zu spüren war. Die Bäume erzeugten nur halb so viele Litschis wie gewöhnlich. 90% der Litschis, die in Europa verkauft werden, kommen aus Madagaskar.

Michel Jahiel, technischer Berater in dem Technischen Gartenbauzentrum von Tamatave (CTHT), erklärte Berichten zufolge, dass der madagassische Sektor umstrukturiert werden muss. „Das vergangene Jahr muss ein Warnzeichen sein. Denn es heißt nicht, dass dies nicht wieder passieren wird. Die Politik, die von der Branche umgesetzt werden muss, muss etwas weiter zurückgehen und mehr über Produktion, Produktionssteigerung, Unterstützung der Erzeuger... sprechen.“

Quelle: rfi.fr

Veröffentlichungsdatum: 12.01.2018

Schlagwörter

Litschi, Madagaskar, Krise