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Äpfel: Die Unterbringungsmöglichkeiten waren aufgrund der Ferien ziemlich eingeschränkt

11. Januar 2018

Deutschland herrschte mit Elstar, Jonagold und Braeburn vor; Italien und Frankreich folgten beide vorrangig mit Granny Smith. Niederländische Elstar komplettierten die Szenerie ebenso wie belgische Jonagold und polnische Tenroy.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Das breitgestreute Sortiment konnte nicht überall zeitnah umgeschlagen werden. Dennoch beharrten die Vertreiber auf ihren Forderungen der Vorwoche, sofern die Güte der Offerten überzeugte. In München musste man inländische, knappe Boskoop sowie Elstar, deren Abverkauf dort langsam endet, mit Verbilligungen abgeben, da sie konditionelle Schwächen aufwiesen.

Birnen
Der Bedarf wurde ohne Mühe gedeckt, obwohl die Versorgung nicht gerade üppig ausfiel. Italien bestimmte mit Abate Fetel, Williams Christ und Santa Maria das Geschehen, welches inländische Alexander Lucas und niederländische Conference abrundeten. Türkische Santa Maria trafen lediglich in Frankfurt ein und litten unter Haltbarkeitsproblemen. Zu Beginn des Jahres war die Nachfrage sehr begrenzt. Die Qualität sprach zwar durchgängig an, trotzdem griffen die Kunden bloß völlig unaufgeregt zu. Die Bewertungen bewegten sich nur recht selten: Einmal gefunden, blieben sie oft konstant.

Tafeltrauben
Importe aus Übersee dominierten, insbesondere wurden Crimson Seedless und Prime Seedless abgeladen. Von den Ursprungsländern her prägten Südafrika, Peru und Brasilien den Handel. Doch auch Namibia beteiligte sich mit einigen Mengen am Geschäft. Fast gänzlich aus diesem verabschiedet hatten sich die europäischen Chargen: Italienische Crimson Seedless und Red Globe sowie spanische Aledo komplettierten die Vermarktung in geringem Umfang ebenso wie türkische Crimson Seedless und Sultana. Generell konnte das Interesse mit Leichtigkeit gestillt werden, denn die Unterbringungsmöglichkeiten waren eher eingeschränkt, sie verbesserten sich höchstens ab Donnerstag. Hier und da bröckelten die Kurse ab, was den Warenumschlag aber nicht unbedingt beschleunigte.

Kiwis
Das Sortiment setzte sich vorrangig aus italienischen, französischen und griechischen Offerten zusammen und wurde von spanischen und türkischen Produkten abgerundet. Der Bedarf konnte problemlos gedeckt werden. Die Notierungen veränderten sich im Fortgang der Woche nur sehr selten und wenn überhaupt, dann bloß marginal.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Anlieferungen von Mandarinen auf den Märkten hatten sich inzwischen merklich verdichtet. Nova kosteten in Hamburg knapp 18,- € je 8,5-kg-Karton mit 82 Stück. Israelische Orri waren mit 20,- € je 10 kg ähnlich teuer. Sie überzeugten in der Regel hinsichtlich ihres Geschmacks. Türkische Satsumas verloren an Bedeutung und wurden mancherorts ausgelistet. Bei den Clementinen herrschte Spanien augenscheinlich vor. Sendungen aus Italien und Marokko komplettierten das Angebot. Generell waren die Händler nicht überall mit den Geschäften zufrieden: In Frankfurt verlief die Abwicklung zu schleppend und in Köln versuchten die Vertreiber, Bestände tunlichst zu vermeiden. In Hamburg fand indes ein flotter Umschlag statt. Die Bewertungen bewegten sich insgesamt, von leichten Schwankungen abgesehen, nicht wesentlich.

Zitronen
Spanien dominierte, die Türkei ergänzte und Italien rundete die Warenpalette ab. Die Versorgung orientierte sich an den Unterbringungsmöglichkeiten. Eine stete Abnahme sicherte oftmals konstante Kurse. In Frankfurt erhöhten die Verkäufer ihre Forderungen für die spanischen Offerten ein wenig.

Bananen
In der abgelaufenen Woche herrschte ein ruhiger Vertrieb vor. Das Interesse war nicht besonders stark ausgeprägt. Die Bereitstellung wurde darauf aber recht ordentlich abgestimmt, sodass sich die Notierungen meist nicht veränderten. Lediglich in Köln vergünstigte sich die Erstmarke aus Costa Rica. Örtlich häuften sich verschiedene Drittmarken in umfangreichen Mengen, deren Güte in der Regel jedoch zu glänzen wusste.

Blumenkohl
Das Angebot basierte vorwiegend auf den französischen und italienischen Anlieferungen. Nach den Feiertagen kam der Handel einfach nicht richtig in Schwung. Die Nachfrage blieb zu schwach, um Verteuerungen zu etablieren. Häufiger musste man sogar stufenweise Verbilligungen gewähren. Französische Produkte wurden wegen ihrer Qualität favorisiert, zumal sie inzwischen nicht viel mehr kosteten als ihre italienische Konkurrenz. Diese wiederum konnte sich zudem in Sachen Durchmesser, Farbe und kompakter Form nicht so attraktiv präsentieren wie die französischen Mitstreiter. Lila Erzeugnisse aus Italien sollten 10,- € je 8er-Abpackung generieren.

Gurken
Schlangengurken aus Spanien wurden auf einigen Plätzen durch griechische Zuflüsse komplettiert. Größere Kaliber waren teils verstärkt, teils eingeschränkt vorrätig. Die Intensität des Angebotes überragte die der an Schwung armen Nachfrage merklich. Die Preise mussten reduziert werden, streckenweise sogar immer wieder. Die nun gewohnte verminderte Differenz zwischen den griechischen und spanischen Erzeugnissen blieb dabei erhalten. Minigurken kamen zu fast gleicher Bedeutung aus der Türkei und den Niederlanden. Zudem importierte man spanische Chargen. Ihre Kurse bewegten sich ebenso mehrheitlich abwärts. Nur punktuell tendierten sie am Freitag nach oben.

Tomaten
Die Abladungen aus Spanien, der Türkei und Marokko verdichteten sich, die aus den Niederlanden und Belgien verringerten sich. Die Geschäftsverläufe divergierten bezüglich der Märkte und der einzelnen Sektoren. Zum einen veränderten sich die Bewertungen kaum. Zum anderen bröckelten sie bei umfassender auftretenden Konditionsabfällen ab oder stiegen bei beachtlicher Güte an. Gelegentlich war der Absatz derart unbefriedigend, dass sich Überhänge entwickelten, die in der Folge unweigerlich Verbilligungen initiierten. Die Kunden fokussierten sich auf optimal ausgefärbte qualitätssichere Früchte. Rispentomaten stammten vorwiegend aus Spanien, den Niederlanden und Belgien. Auch bei Runden Tomaten prägte Spanien das Geschehen, weit abgeschlagen davon die Konkurrenz aus Marokko und den Niederlanden. Kirschtomaten wurden in einem wichtigen Umfang aus Italien und den Niederlanden eingeführt. Fleischtomaten lieferte man paritätisch aus Belgien und Spanien. Die Relevanz marokkanischer Partien wuchs unterdessen augenscheinlich an.

Gemüsepaprika
Spanische Chargen herrschten klar erkennbar vor. Daneben gab es genügend türkische und marokkanische Produkte, die untergebracht werden mussten. Griechische Mengen tauchten bloß punktuell auf. Oftmals oszillierten die Kurse in einer engen Anbindung an die organoleptischen Merkmale der Erzeugnisse und an die Intensität der Nachfrage in einem mehr oder weniger breiten Rahmen. Dementgegen blieben die Notierungen währendem manchmal überaus konstant. Dies stützte dann einen steten Zuspruch. Das galt vorrangig für die roten und die grünen Kultivare. Ähnliches war prinzipiell bei sämtlichen türkischen und marokkanischen Angeboten zu verzeichnen. Bei den gelben sowie bei den orangen Varietäten aber schossen aufgrund ihrer begrenzteren Verfügbarkeit die Aufrufe der Händler generell häufig gewaltig nach oben, was daraufhin den Käuferkreis offensichtlich einschränkte.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln kamen wie gewohnt ausschließlich aus Spanien. Ihre Zuflüsse hatten sich etwas verknappt. Zudem zogen ihre Einstände an. Die Vertreiber hoben in der Folge ihre Forderungen an. Bis zu 16,50 € sollten je 25-kg-Sack bezahlt werden. Die dominierende inländische Haushaltsware fand Ergänzung durch italienische sowie durch österreichische Importe, die örtlich jedoch ausgelistet wurden. Die Geschäfte verliefen in ruhigen Bahnen. Die Preise veränderten sich kaum. Sie schwankten marginal in einer direkten Relation zu Kaliber und Qualität. Äußerst schalenfeste Offerten aus Italien erzielten in der Sortierung 40/50 mm bis zu 13,50 € je 25 kg. Die einheimische Konkurrenz wurde schon ab 7,- € je 25-kg-Abpackung umgeschlagen. Der Absatz von roten Zwiebeln stellte zum Teil durchaus zufrieden.


Weitere Informationen
Frankfurt
Diese erste Woche im neuen Jahr zeichnete sich ferienbedingt durch eine schwache Nachfrage aus. Die in der Vorweihnachtszeit sehr üppigen Mengen von Erdbeeren waren inzwischen auf ein gesundes Maß zusammengeschrumpft. Neben Anlieferungen aus Ägypten und Spanien in 250-g-Schalen wurden ab Mittwoch griechische Früchte in 500-g-Schalen angeboten. Steinobst wie Aprikosen, Pfirsiche und Nektarinen aus Südafrika gab es reichlicher. Die aufnehmende Hand zeigte jedoch nur wenig Interesse, sodass sich Vergünstigungen etablierten. Grapefruits aus der Türkei dehnten ihre Präsenz aus und verbilligten sich. Die Bewertungen von Auberginen und Zucchini glitten sukzessive ab. Spärlicher, aber ansehnlicher Lauch verteuerte sich. Schön aufgemachte Schlotten aus Italien verkauften sich besser als Lauchzwiebeln aus Ägypten.

Hamburg
Der Saisonauftakt von spanischen Erdbeeren erfolgte fast auf den Tag genau wie im Januar 2017. Die Kurse von 0,75 € je 250-g-Schale lagen indes um 0,50 € je Schale unter dem Level des Vorjahres, da die Produkte nicht besonders gut schmeckten. Weil die Bedeutung von marokkanischen Zucchini enorm anwuchs, mussten die Forderungen für die spanische Konkurrenz reduziert werden.
Köln
Die erste Kalenderwoche im neuen Jahr gestaltete sich in Sachen Aufnahme sehr zäh. Nur noch vereinzelt im Angebot waren Kakis. Beerenobst wurde bloß selten beachtet. Auch Lauch, Rosenkohl und Wirsing generierten kaum Zuspruch, obwohl ihre Qualität durchaus überzeugte.
München
Geprägt vom schwachen Verkaufsgeschehen nach den Feiertagen, glitten die Notierungen von europäischen und nordafrikanischen Erdbeeren ab. Die Nachfrage nach südafrikanischem Steinobst schränkte sich zu Beginn des Jahres ein. Die bisherigen Preisspitzen von Chicorée wurden leicht nach unten korrigiert. Bei nachlassendem Kundenzugriff standen die Kurse für italienischen Radicchio unter Druck. Rotkohl vergünstigte sich. Das Interesse an Weißkohl fiel zu gering aus, trotzdem blieben die Bewertungen unverändert. Radieschen verteuerten sich.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 01 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 11.01.2018

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin