Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Mit Elstar, Jonagold und Braeburn dominierte Deutschland die Szenerie

21. Dezember 2017

Italien spielte mit Granny Smith und Golden Delicious ebenso eine wichtige Rolle. Italienische Ambrosia schmeckten in Frankfurt ausgezeichnet. Frankreich komplettierte vorrangig mit Granny Smith und Pink Lady.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Die Niederlande steuerten hauptsächlich Elstar zum Sortiment bei. Braeburn aus Kroatien sowie Royal Gala aus Polen ergänzten und generierten dank ihrer niedrigen Notierungen ausreichend Zuspruch. Insgesamt herrschte ein eher ruhiges Treiben vor. Die Verfügbarkeit und die Nachfrage hielten sich in etwa die Waage. Einheimische Boskoop waren mancherorts knapp, was sich aber nicht grundlegend auf die Bewertungen auswirkte. Für gewöhnlich verharrten diese generell auf dem Niveau der Vorwoche. In München bröckelten die Kurse für kleinfallende rotbackige italienische Früchte mengenbedingt ein wenig ab.

Mit dieser Ausgabe erhalten sie den letzten vollständigen BLE-Markt- und Preisbericht dieses Jahres. Die erste Veröffentlichung des neuen Jahres werden wir am 11.01.2018 für die 1. Kalenderwoche 2018 in Umlauf bringen.

Birnen
Italien bestimmte mit Abate Fetel und Santa Maria augenscheinlich das Geschehen; Williams Christ verloren an Bedeutung. Deutschland folgte mit Alexander Lucas, die in Frankfurt mit ca. 1,80 € je kg zu teuer für eine flotte Abwicklung waren. Niederländische, belgische und inländische Conference rundeten die Warenpalette ab. Die Präsenz von türkischen Santa Maria und Deveci begrenzte sich, zudem zeigten sich die Produkte ab und an schon als zu weit gereift, sodass sich die Unterbringung schwieriger gestaltete. Meist konnte die Güte jedoch überzeugen. Da sich die Versorgung am steten, hier und da mäßigen oder verminderten Interesse orientierte, veränderten sich die Preise nicht wesentlich.

Orangen
Navelina thronten von der Menge her über allem; sie kamen hauptsächlich aus Spanien und nachfolgend aus Italien und Griechenland. Die Bedeutung von spanischen Salustiana wuchs an. Auch türkische Washington Navel wurden vermehrt abgeladen. Partien aus Südafrika rundeten die Warenpalette mit einigen Offerten ab. Die Präsenz von italienischen Moro dehnte sich aus: Die Qualität überzeugte zusehends, weshalb die Kunden gerne zugriffen und die Kurse anstiegen. Tarocco aus Italien waren in München zu klein, weshalb sie nur auf geringe Beachtung stießen. Cara Cara stammten aus Spanien und Italien; in diesem Segment gestaltete sich die Unterbringung recht schnell. In der Regel verharrten die Bewertungen auf bisherigem Niveau, sofern die Produkte keine konditionellen Schwächen aufwiesen. Sonst mussten die Forderungen natürlich gesenkt werden. Dies war vereinzelt in Frankfurt bei den spanischen Navelina zu erkennen.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Erste spanische Mandarinen, Clemenvilla, tauchten auf und wurden in Hamburg zu 2,40 € je 2,3-kg Ministeige verkauft. Bei den Clementinen herrschten Clemenules aus Spanien vor. Konkurrenzlose türkische Satsumas wussten hinsichtlich ihrer Güte zu gefallen und konnten flott veräußert werden. Generell zeigte sich das Interesse in der Vorweihnachtszeit freundlich; meist waren die Vertreiber zufrieden mit den Geschäften. In Frankfurt belasteten Rückläufer aus dem LEH den Handel am Platz. Dort mussten nicht sehr beliebte marokkanische Clementinen schon zu 8,- € je 10-kg-Kiste abgegeben werden. In der Regel blieben die Notierungen konstant, da Angebot und Nachfrage hinreichend miteinander harmonierten. Bei Überhängen wurden indes Vergünstigungen gewährt.

Zitronen
Spanien bestimmte das Geschehen, welches die Türkei ergänzte und Griechenland abrundete. Oftmals orientierte sich die Versorgung am Bedarf, dennoch musste man die Forderungen für die spanischen Primofiori mengeninduziert ein wenig senken.

Bananen
Die Unterbringungsmöglichkeiten hatten sich jahreszeitbedingt eingeschränkt. Da die Bereitstellung aber daran angepasst wurde, verharrten die Bewertungen bei einer kontinuierlichen Vermarktung auf bisherigem Niveau. Lediglich in Köln verteuerten sich Anlieferungen aus Costa Rica. In Frankfurt wechselten zu Wochenbeginn die angebotenen Marken recht häufig.

Blumenkohl
Die Geschäfte basierten vorwiegend auf den italienischen und französischen Abladungen. Zudem trafen spanische Alternativen ein. Restmengen aus Albanien wurden ebenfalls veräußert. Die Verfügbarkeit war überschaubar, reichte durchweg aus. Der Absatz kam über die notwendigen Bedarfskäufe kaum hinaus. Die Kurse zeigten oftmals bloß marginale Veränderungen. Die Einstände der französischen Chargen hatten sich erhöht, weshalb die Kunden für diese etwas mehr bezahlen mussten: bis zu 11,- € je 6er-Aufmachung. Die spanischen Importe, vielfach mit Folienummantelung, ließen von der Qualität her Wünsche offen. Sie wurden daher ab 7,- € je 6er-Steige umgeschlagen.

Salat
Eissalat floss einzig aus Spanien zu. Das Erntevolumen hatte sich witterungsinduziert verringert. Die Versorgung schränkte sich ein. Die Güte vermochte häufig nicht genügend zu überzeugen. Dessen ungeachtet stiegen die Notierungen kontinuierlich sukzessive an. Manchmal hielt das nicht besonders lange an, da dies die Abnahme hemmte. Den Handel mit Kopfsalat dominierte klar erkennbar Belgien; Italien, Frankreich und die Niederlande ergänzten ihn. Die Intensität von Angebot und unaufgeregter Nachfrage harmonierten miteinander. Somit gab es bei den Bewertungen keine gravierenden Verschiebungen. Die Bunten Salate stammten meist aus Italien oder Frankreich. Aufgrund einer akzeptablen Unterbringung wusste man in der Regel Verteuerungen zu etablieren. Lediglich punktuell konnten diese nicht verwirklicht werden. Feldsalat ging aus dem Inland und aus Belgien zu. Das Interesse hatte sich verstärkt. Die Preise zogen generell leicht bis sehr deutlich an. Ähnliches war bei Endivien zu verzeichnen. Konditionsbedingt vergrößerte sich hier jedoch die Spannenbreite. Römischer Salat wurde aus Spanien, Italien und der Türkei angeliefert.

Gurken
Die Vermarktung von Schlangengurken entschleunigte sich. Die Zufuhren, hauptsächlich aus Spanien, nachgeordnet aus Griechenland, fielen nicht übermäßig aus. Die Kurse bewegten sich unisono nach oben. Der Grad dieser Progression korrelierte eng mit der Aufmachung, der Optik und der Herkunft des Produktes. Das galt verschärft für die spanischen, weniger markant für die griechischen Partien. Teils bremste diese Entwicklung den Absatz, teils verlief er jene Veränderungen scheinbar negierend auf einem konstanten Level. Die Bereitstellung von Minigurken beruhte in etwa zur Hälfte auf türkischen und zu je einem Viertel auf niederländischen und spanischen Abladungen. Die Vertreiber erhöhten stufenweise ihre Aufrufe. Das Extrem: Importe aus den Niederlanden sollten bis zu 20,- € je 4-kg-Karton erzielen, was nur schwer durchzuboxen war.

Tomaten
Witterungsbedingt schränkten sich die Zuflüsse aus Spanien ein. Die Ernte im Beneluxraum blieb überschaubar. Marokko und die Türkei ergänzten den Handel. Die Versorgung hatte sich merklich begrenzt. Die Notierungen schossen meist deutlich nach oben. Bei den Rispentomaten und den Runden Tomaten zählte dies vorrangig für die niederländischen und belgischen Erzeugnisse. Zudem rissen diese die Konkurrenz aus anderen Ländern einfach mit. Das brachte aber auf der Seite der Kunden den Anspruch an eine hervorragende Ausfärbung und eine optimale Festigkeit der Offerten mit sich. War dieser erfüllt, stand einer flotten Aufnahme nichts entgegen. Vielfach generierten dessen ungeachtet gerade die günstigen Mitstreiter einen verdichteten Zugriff. Fleischtomaten kamen überwiegend aus Belgien. Auch sie konnten sich für gewöhnlich ohne arge Probleme verteuern. Kirschtomaten wurden im Wesentlichen aus Italien, den Niederlanden und Spanien angeliefert. Ihre Bewertungen zogen genauso wie im gesamten Sortiment an. Bloß verschiedentlich verharrten sie auf einem stabilen Niveau.

Gemüsepaprika
Die spanischen Abladungen beherrschten offensichtlich den Markt; türkische Partien komplettierten ihn. Eine eher kleine Rolle spielten marokkanische, belgische und griechische Zugänge. Wegen verringerten Mengen stiegen die Forderungen der Verkäufer normalerweise an. Manchmal oszillierten sie in enger Anbindung an die Frische recht volatil. Gelegentlich mussten sie infolge einer zu schleppenden Nachfrage reduziert werden. Die Preise von gelben und grünen Kultivaren übertrafen gemeinhin die der roten. Die Kurse der marokkanischen Produkte unterliefen die der spanischen leicht, die der türkischen veränderten sich seltener als die der übrigen Früchte.

Zwiebeln
Ausschließlich aus Spanien wurden Gemüsezwiebeln zugeführt. Die Importe beschränkten sich, in der Regel konnte der Bedarf aber befriedigt werden. Verteuerungen waren trotzdem auf fast allen Plätzen vorzufinden. In München schlugen sich höhere Transportkosten auf die Notierungen nieder, die ein wenig anzogen. Haushaltsware kam meist aus Deutschland. Chargen aus Österreich und den Niederlanden ergänzten. In Frankfurt gab es auch italienische Erzeugnisse in den Größen 40 bis 60 mm und 50 bis 70 mm. Bei einem kontinuierlichen Handel verharrten die Bewertungen oft auf dem Niveau der Vorwoche.


Weitere Informationen
Frankfurt
Bei sehr ruhiger Nachfrage vergünstigten sich Erdbeeren. Neu in Angebot waren Offerten aus Marokko und Griechenland. Süßkirschen in 30/32 mm generierten zu 14,- bis 17,- € je kg genügend Beachtung. Erste rote Pflaumen aus Südafrika interessierten noch nicht. Als Alternative zu mexikanischen und spanischen Himbeeren standen griechische zu 1,80 € je 125-g-Schale bereit. Durch die schlechte Witterung in Südeuropa und den damit einhergehenden verminderten Zugängen zogen die Kurse von Auberginen und Zucchini deutlich an. Gegenüber der 49. KW verdoppelten sich die Preise von Auberginen annähernd. Die Türkei beteiligte sich mit Mangold, Spinat, Rucola und diversen Kräutern wie Petersilie und Minze an der Vermarktung. Die Unterbringungsmöglichkeiten von Artischocken verbesserten sich.
Hamburg
Weißfleischige Pfirsiche und Nektarinen aus Australien eröffneten zu 42,- € je 3,75-kg-Pack mit 20 Stück die Saison. Süßkirschen aus Chile in 28/30 mm starteten ihre Kampagne zu 65,- € je 5 kg. In der 51. KW sollen Importe aus Neuseeland eintreffen. Die Notierungen von südafrikanischen Pflaumen, African Rose in Kaliber A, gaben von anfänglichen 17,- € je 5 kg qualitätsbedingt rasant nach. Durch ausbleibende Impulse verbilligten sich Litschis aus Südafrika und Mosambik. In Anbetracht einer eingeschränkten Verfügbarkeit erhöhten die Vertreiber ihre Aufrufe für spanische Auberginen recht deutlich.
Köln
Bei vielen im Angebot befindlichen Warenarten mündete ein zäher Wochenbeginn in Überhängen. Dazu ließ der Regen keine richtige Weihnachtseinkaufsstimmung aufkommen. Zucchini und Auberginen aus Spanien verteuerten sich spürbar. Trotz eher winterlichen Wetters verlief die Vermarktung von Rosenkohl und Lauch sehr schleppend.
München
Spanische Erdbeeren waren nur eingeschränkt vorhanden. Aufgrund der tiefen Temperaturen in Spanien gestalteten sich die Zugänge von Kakis übersichtlich; die Notierungen für begrenzt verfügbare Ware stiegen deshalb stark an. Steinobst aus Südafrika nahm langsam einen größeren Platz ein. Nachdem die Bewertungen von brasilianischen Limetten in den Vorwochen abgesunken waren, zogen sie mittlerweile nachfragebedingt wieder an. Für Zucchini und Auberginen galten mengeninduziert deutlich höhere Preise. Die Kurse für Brokkoli aus Spanien sowie Radieschen aus Italien kletterten aufwärts. Das Interesse an Möhren und Weißkohl war zu verhalten.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 50 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 21.12.2017

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin