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Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben stabil

11. Dezember 2017

Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln in Mecklenburg - Vorpommern bleiben stabil auf dem Niveau der Vorwoche. Packer rechnen in den kommenden Wochen mit keinen wesentlichen Preisveränderungen. Teils wurden die Preise mit den Handelsketten bereits bis zur 52. Kalenderwoche festgezurrt.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Der Angebotsdruck am Kartoffelmarkt lässt keinen Spielraum für Lageraufschläge. Hier und da drängen immer wieder qualitätsschwache Partien auf den Markt. Einige Sorten sind dieses Jahr nicht lange lagerfähig, sie haben durch den ständigen Regen zu viel Wasser aufgenommen. Andere Sorten sind robuster. Der Absatz liegt auf novembertypisch schwachem Niveau. In der Direktvermarktung ab Hof wurde von guten Umsätzen zum Monatsbeginn berichtet. Die Schälkartoffelpreise sind ebenfalls unverändert. Weihnachtsmärkte ziehen zusätzliche Mengen für die Kartoffelpufferproduktion.

Brandenburg
Die Preise am Speisekartoffelmarkt halten unverändert das Vorwochenniveau. Die Umsätze der Packer schwanken wochenweise im Rhythmus der Werbeaktionen der Handelsketten. Zu Weihnachten wird auf steigenden Absatz gehofft. Lageraufschläge werden bis zum Jahresende nicht mehr erwartet, wären aber dringend nötig. Es fehlt an ausreichend qualitativ hochwertiger Speiseware aus heimischer Region. Immer mehr Erzeuger hierzulande geben den Speisekartoffelanbau auf. Die Lagerhaltung hat sich durch die Nachttemperaturen, die zwischenzeitlich schon im Minusbereich lagen, wesentlich verbessert. Die Schälkartoffelproduzenten berichten von ruhiger Marktlage bei stabilen Preisen.

Sachsen
Die Situation am Speisekartoffelmarkt hat sich im Vergleich zur vergangenen Berichtswoche nicht geändert. Das Preisniveau bleibt stabil. Daran wird sich nach Aussage von Marktbeteiligten bis zum Jahresende nichts ändern. Aufschläge für Lagerware lassen sich aufgrund des hohen überregionalen Angebotes, teils von Mängelpartien, die zügig vermarktet werden müssen, nicht durchsetzen. Sehr gute Qualitätsware wird gesucht. Derzeit ist der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel verhalten, wie immer nach dem in der Vorwoche Werbeaktionen liefen. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Sachsen - Anhalt
Die Preise für Speisekartoffeln haben das Niveau der vergangenen Woche gehalten. Der Kartoffelmarkt verharrt weiter im Nachfragetief. Es ist kaum Bewegung am Markt, auch zu Tiefpreisen ist freie Ware kaum abzusetzen. Die Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel bleibt saisontypisch ruhig. Werbeaktionen beleben hin und wieder das Geschäft, sorgen aber übers Jahr gesehen nicht für höhere Umsatzzahlen. Gemessen an den reichlichen Erntemengen ist der Absatz viel zu schwach, so dass mit höheren Preisen vorerst nicht zu rechnen ist. Nach wie vor werden überschaubare Mengen Speiseware nach Polen und Tschechien geliefert. Die Lagerbedingungen haben sich durch Außentemperatuten um den Nullpunkt verbessert. Mit Vlies abgedeckte Feldmieten müssen jedoch zügig geräumt werden. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Thüringen
Die Lage am Speisekartoffelmarkt bleibt geprägt von einer ruhigen Nachfrage. Viele Marktbeteiligte hoffen zum Weihnachtsfest auf eine Umsatzbelebung und somit Abbau der vorhandenen Übermengen am Markt. Die Preise im Speisekartoffelbereich bleiben unverändert auf Vorwochenniveau. Mit Blick auf das reichliche Angebot sind Preissteigerungen am Markt nicht durchsetzbar. Die Qualität der Lagerware ist überwiegend gut, teils wird von Schorf berichtet. Die kalte Witterung mit Minustemperaturen erleichtert derzeit die Lagerhaltung. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln sind stabil.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 11.12.2017

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland