Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH
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Äpfel: Deutschland herrschte mit vielen Varietäten vor

07. Dezember 2017

Die Basis des Sortimentes bildeten Elstar, Jonagold und Braeburn. Die Präsenz von Pinova und Kanzi wuchs an. Italien schickte neben Granny Smith und Braeburn hauptsächlich Golden Delicious und Royal Gala. Aus Frankreich stammten insbesondere Granny Smith und Jazz. In Frankfurt rundeten italienische Ambrosia sowie polnische Royal Gala die Warenpalette ab. 

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

In der Adventszeit sind traditionell rotbackige Früchte beliebt, darum waren beispielsweise Red Delicious sehr begehrt. Generell kamen immer mehr Chargen aus CA-Lagern, weshalb die Bewertungen aufwärts tendierten. Die Vermarktung verlief dennoch in der Regel recht flüssig. Lediglich in Köln und Berlin stockte sie etwas, was auch gewährte Vergünstigungen nicht ändern konnten. In der Hauptstadt wurden die Forderungen für inländische Elstar gesenkt, da das Interesse hierfür zu gering ausfiel.

Birnen
Italien bestimmte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ die Geschäfte. Deutschland steuerte speziell Alexander Lucas, Conference und Gellert hinzu. Niederländische Conference und Gute Luise ergänzten ebenso wie türkische Santa Maria und Devici. Die Versorgung genügte, um den Bedarf zu decken. Dieser hatte sich in der Adventszeit begrenzt. Dennoch blieben die Kurse in der Regel konstant. Hier und da mussten die Händler ihre Aufrufe senken, da sich die Unterbringungsmöglichkeiten zu sehr vermindert hatten. In Berlin waren hiervon hauptsächlich die inländischen Chargen betroffen. Türkische Santa Maria waren in Frankfurt zu teuer und litten zudem unter konditionellen Schwächen, weshalb sie sich zum Ladenhüter entwickelten.

Tafeltrauben
Mit ersten Thompson Seedless, Early Sweet und Red Globe aus Südafrika sowie Thompson Seedless aus Chile stellte sich das Sortiment aus Übersee breiter auf. Sie gesellten sich zu den peruanischen Crimson Seedless und Sugraone sowie den brasilianischen Importen. In diesem Segment lagen Crimson Seedless und Thompson Seedless vor Sweet Jubilee und Arra 15. Die Chargen von der südlichen Hemisphäre generierten immer mehr Beachtung. Auf einigen Plätzen waren die peruanischen Früchte indes zu klein und die Ausfärbung überzeugte nicht gänzlich. Die europäische Warenpalette schränkte sich ein. Italien dominierte hier mit Italia, Crimson Seedless und Red Globe. Griechische Thompson Seedless, französische Alphonse Lavellée und spanische Crimson Seedless komplettierten das Angebot. Immer mehr Offerten wurden in Winterpacks umgeschlagen, was die Notierungen aufwärts klettern ließ. Haltbarkeitsprobleme waren auf einigen Märkten zu finden. In diesen Fällen bröckelten die Bewertungen ab. Die Saison von türkischen Crimson Seedless biegt langsam, aber sicher, auf die Zielgrade ein.

Kiwis
Häufig orientierten sich die Abladungen an dem kontinuierlichen Bedarf, sodass sich bezüglich der Bewertungen keine wesentlichen Veränderungen ergaben. In Frankfurt verteuerten sich qualitativ exklusive französische Partien. Griechische Produkte verbilligten sich dort derweil ein wenig. Dominiert wurde die Warenpalette von Italien; Griechenland und Frankreich folgten. Die neuseeländischen Importe schränkten sich dem Saisonzeitpunkt entsprechend ein.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Spanien prägte im Bereich der Clementinen, die Türkei im Sektor der Satsumas das Geschehen. Italienische Clementinen mit Blatt komplettierten. Die niedrigeren Temperaturen beschleunigten mancherorts die Abwicklung und die Händler hoffen, zu Nikolaus in der 49. KW den Absatz weiter forcieren zu können. Sehr gut verlief der Verkauf von 10-kg-Kartons und 2,3-kg-Kisten. Das Interesse konnte überall problemlos gestillt werden. Die Notierungen blieben in der Regel konstant. Hier und da mussten Vergünstigungen gewährt werden, da die Güte nicht immer überzeugte. In Hamburg verbilligten sich türkische Satsumas und anschließend generierten sie zunehmende Beachtung. Marokkanische Importe ergänzten die Vermarktung, stießen aber nicht überall auf Zuspruch. 

Zitronen
Spanien dominierte, die Türkei ergänzte, Italien und Griechenland rundeten das Sortiment ab. Die Verfügbarkeit genügte, um die Nachfrage ohne Probleme zu decken. Diese stieg infolge der winterlichen Witterung auf einigen Plätzen an. Die Kurse bewegten sich nicht gravierend, lediglich in München fielen sie ein wenig ab.

Bananen
Die Bereitstellung wurde an die Unterbringungsmöglichkeiten angepasst. Diese hatten sich mancherorts aufgrund des winterlichen Wetters ausgedehnt. In Frankfurt wurden viele verschiedene Drittmarken angeboten. In der Regel verharrten die Notierungen auf ihrem bisherigen Niveau. Nur in Berlin sanken sie ab, da die Nachfrage etwas zu schwach ausfiel.

Blumenkohl
Während die italienischen und französischen Abladungen massiv anwuchsen, schränkten sich die inländischen und belgischen, deren Qualität nicht immer überzeugte, augenscheinlich ein. Das Interesse konnte ohne Probleme befriedigt werden. Die Kurse tendierten eher abwärts als nach oben. Am teuersten waren die französischen Chargen, die inzwischen auch in 6er-Abpackungen offeriert wurden. In Hamburg etablierte sich für die italienischen Partien eine recht weite Preisspanne.

Gurken
Spanien dominierte die Szenerie, welche von Griechenland ergänzt wurde. Niederländische und belgische Partien waren nur vereinzelt zu finden. Bezüglich der Bewertungen war unisono das gleiche Bild zu erkennen: Zunächst ansteigend, glitten sie spätestens ab Mittwoch sukzessive ab, da das Angebot zu umfangreichausfiel und die Kundschaft die vorgegebenen Verteuerungen nicht akzeptierten. Vor allem die größeren Kaliber vergünstigten sich augenscheinlich. Bestände ließen sich zum Wochenende hin meistens vermeiden. Minigurken aus der Türkei und den Niederlanden wurden von spanischen und griechischen flankiert. Die Bewertungen wurden mancherorts angehoben, insbesondere die der niederländischen Produkte. In München musste man auch für die türkischen Importe tiefer in die Tasche greifen.

Gemüsepaprika
Spanien herrschte offensichtlich vor; die Türkei folgte mit einigem Abstand. Ergänzt wurde die Produktpalette mit griechischen, marokkanischen und belgischen Abladungen. Die Niederlande hatten sich aus dem Geschäft verabschiedet. Die Unterbringungsmöglichkeiten verbesserten sich mancherorts derart, dass die Nachfrage nicht überall befriedigt werden konnte, obwohl sich die Versorgung grundsätzlich ausgeweitet hatte. In der Folge kam es zu Verteuerungen, die insbesondere die spanischen Chargen betrafen. In München verbilligten sich derweil griechische Corno und Kapia aufgrund einer eingeschränkten Beachtung.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln stammten aus Spanien, Haushaltsware dominierend aus dem Inland und ergänzend aus Österreich und den Niederlanden. Die Verfügbarkeit orientierte sich in der Regel am kontinuierlichen Interesse. Die Bewertungen blieben daraufhin meist konstant. Lediglich in München kam es zu einstandsbedingten Verteuerungen der Importe, während sich die einheimischen Offerten ein wenig vergünstigten.


Weitere Informationen
Frankfurt
Zum Wochenstart gab es spanische Erdbeeren zu 1,50 € je 250-g-Schale. Die Notierungen bröckelten zum Wochenende hin auf 1,20 € je 250 g ab. Inländische und niederländische Offerten aus Treibhäusern kosteten zwischen 2,50 und 3,60 € je 500 g. Ägyptische Lauchzwiebeln wurden freundlich beachtet. Spanische Dicke Bohnen wickelte man zu 20,- € je 5-kg-Holzsteige flott ab. Aus Belgien und den Niederlanden gab es erhebliche Mengen an Lauch; da sich mittlerweile auch die Türkei beteiligte, blieben Vergünstigungen nicht aus. Spanischer Knoblauch verbilligte sich deutlich. Das Wildpilzsortiment konnte um Totentrompete und Trompetenpfifferlinge ergänzt werden.
Hamburg
Erste Erdbeeren aus dem Mittelmeerraum erreichten am Montag den Markt. Zum Wochenschluss ergänzten Zufuhren aus dem Beneluxraum das Sortiment. Die Kurse von spanischen Auberginen bröckelten ab. Artischocken selbiger Herkunft trafen zum Wochenstart in 12er- und 18er-Sortierung ein. Violette Varianten rundeten das Angebot ab.
Köln
Selbst geringe Mengen von Erdbeeren räumten trotz reduzierter Forderungen nicht komplett. Etwas besser wurden zumindest zum Wochenende hin Rosenkohl und Lauch beachtet. Bundmöhren trafen in dieser Woche vermehrt aus Spanien ein, inländische waren kaum noch zu finden.
München
Das Angebot an ägyptischen, belgischen und italienischen Erdbeeren stand über Bedarf bereit, weshalb die Bewertungen schon zu Wochenbeginn deutlich abfielen. Pfirsiche und Nektarinen aus Südafrika wurden weiterhin kaum nachgefragt. Limetten vergünstigten sich infolge verstärkter Zuflüsse. Auch Brokkoli aus Spanien und Italien verbilligte sich etwas. Radicchio aus Italien war mittlerweile konkurrenzlos und notierte stabil. Die Kurse von Auberginen bröckelten ab. Gleiches galt für Zucchini, die inzwischen auch aus Griechenland verfügbar waren. Den Bedarf an Kohlrabi und Radieschen deckten italienische Abladungen.
Berlin
Erdbeeren aus Ägypten hielten Einzug: Die Forderungen lagen je nach Größe und Ausfärbung zwischen 1,30 und 2,- € je 250-g-Schale. Die Preise für marokkanische Bohnen wurden aufgrund zugenommener Zufuhren gesenkt.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 48 / 17
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 07.12.2017

Schlagwörter

Apfel, Deutschland, Varietäten, BLE, Marktbericht