Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Südtirol: "Wollen Bioflächen bis 2025 verdoppeln"

24. November 2017

Die biologische Landwirtschaft in Südtirol soll deutlicher und schneller wachsen als bisher. Das ist das Ziel des „Biokonzept 2025“, welches der Südtiroler Bauernbund, die Bioverbände, die Landesverwaltung sowie Schulungs-, Beratungs- und Forschungseinrichtungen zusammen ausgearbeitet haben.

Bildquelle: Shutterstock.com Salat
Bildquelle: Shutterstock.com

Auf etwa 20 Prozent bei Äpfeln, 15 Prozent bei Beeren, 16 Prozent bei Ackerfrüchten und Kräutern sowie zwölf Prozent beim Wein sollen die Bioflächen in den nächsten acht Jahren ansteigen. Damit dies gelingt, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden, waren sich die Beteiligten am „Biokonzept 2025“ einig. 

Ergebnis von zwei Jahren Arbeit

Zwei Jahre lang haben der Südtiroler Bauernbund, die Bioverbände, allen voran Bioland Südtirol, das Ressort Landwirtschaft, die Freie Universität Bozen, die EURAC, das Versuchszentrum Laimburg, der Beratungsring für den Obst- und Weinbau sowie für die Berglandwirtschaft (BRING) und die Landwirtschaftliche Berufsbildung an der Studie gearbeitet. Bauernbund-Landesobmann Leo Tiefenthaler erklärte bei der Vorstellung des „Biokonzeptes 2025“ in Bozen den Werdegang der Studie: „Dieser Studie ist eine Umfrage des Südtiroler Bauernbundes unter seinen Mitgliedern im Jahr 2015 vorausgegangen. 57 Prozent der Befragten sprachen sich damals dafür aus, sich mit der Biolandwirtschaft intensiver zu beschäftigen.“

Fazit: Der Bioanbau muss mehr unterstützt werden

Das Ziel des „Biokonzept 2025“, die Verdoppelung der Bioflächen in allen Sektoren bis 2025, ist ambitioniert. Zuversichtlich stimmen die aktuellen Zahlen zur Entwicklung der Biolandwirtschaft in Südtirol, die Landesrat Arnold Schuler vorstellte: „Gab es im Jahr 2010 nur 650 Betriebe, liegt die Zahl aktuell bei über 1000.“

Mittlerweile würden im Obstbau 2000 Hektar biologisch bewirtschaftet, jeder zweite EU-Bioapfel kommt aus Südtirol. Dies sei umso erstaunlicher, weil die Voraussetzungen hierzulande nicht einfach sind, wie Schuler erinnerte. „Wir sind zwar klimatisch gegenüber dem Norden begünstigt, haben dafür aber nur kleine Strukturen und viele Höfe in Steillagen. Da ist die tägliche Weidehaltung der Rinder oft schwierig. Zudem sind viele Höfe in den Dorfkernen und Umbauten nur schwer umzusetzen“, betonte der Landesrat. 

Lesen Sie hier mehr.

Quelle: Südtiroler Bauernbund

Veröffentlichungsdatum: 24.11.2017

Schlagwörter

Südtirol, Bioflächen, Bio