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MV: Der Speisekartoffelmarkt zeigt sich zu Wochenbeginn wenig verändert

22. November 2017

Die feste Grundtendenz hält an. Die für die packfähige Lagerware zwingend notwendigen Preisaufschläge lassen sich noch nicht bei den Handelsketten in Mecklenburg - Vorpommern durchsetzen. Nach wie vor werden noch Restmengen Feldware verpackt.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Bei für diese Jahreszeit normal ruhigen Umsätzen im Lebensmitteleinzelhandel, können die Abpacker ihren Bedarf gut aus der heimischen Region decken. Mit den Qualitäten zeigt man sich größtenteils zufrieden. Einige zeitig eingelagerte Partien sind noch losschalig, der Schwitzprozess dauert dieses Jahr teils auffallend lange. Der Pflanzgutexport läuft auf Hochtouren. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Brandenburg
Das Preisniveau für Speisekartoffeln aus dem Lager, welches in der vergangenen Woche leicht angehoben wurde, bleibt unverändert. Es wird von Marktbeteiligten davon ausgegangen, dass sich an diesem Preisniveau vor Weihnachten nicht mehr viel ändern wird. Während hierzulande die Kartoffelernte längst abgeschlossen ist, wird aus Sachsen-Anhalt noch Feldware direkt vom Acker bezogen. Die Qualität dieser Ware wird jedoch zunehmend schlechter, so dass der Bezug in Kürze eingestellt wird. Die durchgeschwitzte Lagerware ist von guter Qualität. Der Kartoffelabsatz in den Handelsketten schwankt von Woche zu Woche im Rhythmus der Werbeaktionen. Am Schälkartoffelmarkt hält die lange Phase der Preisstabilität weiter an.

Sachsen
Am Speisekartoffelmarkt hat es keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zur Vorwoche gegeben. Die Erzeugerpreise für Lagerware bleiben stabil. In den Verhandlungen mit dem Lebensmittelketten werden die Forderungen nach Aufschlägen für Lagerware immer lauter. Das Kartoffelgeschäft verläuft derzeit ruhig, der Absatz ist novembertypisch schwach. Werbeaktionen, meist in 10 kg Gebinden, beleben fast regelmäßig das Geschäft im Lebensmitteleinzelhandel. Die Qualität der Lagerware ist nicht immer zufriedenstellend. Der Anteil der Absortierungen ist höher als in den Vorjahren. Die Schälkartoffelpreise liegen unverändert auf dem Niveau der Vorwoche.

Sachsen - Anhalt
Die Mehrheit der Marktteilnehmer nannte zu Wochenbeginn unveränderte Preise für Speisekartoffeln. Lageraufschläge lassen sich noch nicht durchsetzen. Nach wie vor sind die Erntearbeiten nicht überall abgeschlossen. Das Absatzgeschehen im Lebensmitteleinzelhandel verläuft in ruhigen Bahnen. Versandhändler berichten von schwachem Inlandsabsatz. Einige Übermengen fließen inzwischen ins Nachbarland Polen. Provisorische Läger werden langsam abgebaut. Die Qualität der Lagerware ist überwiegend gut. Der Schwitzprozess dauert dieses Jahr teils ungewöhnlich lange. Am Schälkartoffelmarkt bleibt es weiter ruhig, die Preise bleiben stabil auf Vorwochenniveau.

Thüringen
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln verharren stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Forderungen nach Lageraufschlägen konnten noch nicht durchgesetzt werden. Heimische Feldware ist nicht mehr verfügbar. Die Kartoffelernte ist hierzulande weitgehend abgeschlossen. Die Lagerware ist von guter Qualität, teils wird aber auch von höheren Absortierungen als in den Vorjahren berichtet. Die inzwischen deutlich kühleren Nachttemperaturen mit ersten Frösten bieten gute Lagerbedingungen. Wie üblich im November, ist es hinsichtlich des Absatzes ruhig am Speisekartoffelmarkt. Die Preise für geschälte und gedämpfte Kartoffeln bleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 22.11.2017

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Kartoffeln, Speisekartoffel