Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Neue Märkte nach russischem Embargo geöffnet – entstandene Lücke aber nicht gefüllt

17. November 2017

Kurz vor dem Embargo importierte Russland 8,5 Millionen Tonnen Obst und Gemüse, vor allem aus EU-Ländern. Fast 30% davon, 2,3 Millionen Tonnen, kamen aus boykottierten Ländern, vor allem aus der EU. Konnten diese boykottierten Länder neue Märkte gewinnen, um ihre Produkte zu verkaufen? Wie Jan Kees Boon von www.fruitandvegetablefacts.com berichtet, ist dies nur zum Teil wahr.

Bildquelle: Shutterstock.com O und G
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Antwort ist, dass viele Produkte aus EU-Ländern 2015 und insbesondere 2016 über Weißrussland, vielleicht durch die baltischen Staaten, auf dem russischen Markt verkauft wurden. In der ersten Hälfte dieses Jahres hat die Menge an Obst und Gemüse, das via Weißrussland importiert wurde, beträchtlich abgenommen (-20%). Insbesondere der Import von Äpfeln nach Russland aus Weißrussland ist kräftig gesunken. Auf Basis der Importzahlen von Weißrussland betrifft dies vor allem Importe aus Polen und der Türkei.

Es ist auffällig, dass die weißrussischen Zahlen kaum Importe von Litauen zeigen, während die litauischen Zahlen einen großen Export nach Weißrussland angeben, heißt es in dem Bericht. Somit ist es schwierig, einen kompletten Überblick über den Handel von Weißrussland zu bekommen.

Für die Niederlande und Belgien sind Birnen das wichtigste Produkt, das von dem Boykott betroffen ist. Der Export niederländischer Birnen belief sich basierend auf Zahlen von KCB / GFH 2016 auf annähernd 8.000 Tonnen. 2013 und in der ersten Hälfte von 2014 wurden zwischen 35.000 und 40.0000 Tonnen niederländische Birnen nach Russland exportiert und in den zwei Vorjahren sogar mehr als 50.000 Tonnen.

Quelle: www.fruitandvegetablefacts.com

Veröffentlichungsdatum: 17.11.2017

Schlagwörter

Märkte, Russland, Studie, Embargo