Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Deutschland dominierte mit Elstar, Jonagold und Boskoop

16. November 2017

Italien mit Granny Smith und Golden Delicious. Die Versorgung dehnte sich ebenso aus wie die Anzahl der angebotenen Varietäten. Neu hinzu stießen Pink Lady aus Italien und Frankreich, Boskoop aus den Niederlanden sowie Granny Smith aus dem Inland. Französische Jazz wurden inzwischen in 10x1-kg-Foodtainern abgewickelt. Intensiv ausgefärbte Red Delicious gleicher Herkunft starteten in kleinen Kalibern in die Saison.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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In Frankfurt rundeten erstmals inländische Shampion die Produktpalette ab. Man merkte bereits die Folgen der Ernteausfälle; manche Kultivare waren unüblicherweise nicht auf allen Märkten greifbar. So fehlten in Frankfurt zum Beispiel einheimische Cox Orange und Jonagold mit großen Durchmessern. Niederländische Anlieferungen sowie Jonagored füllten die Lücke. Die Kurse differenzierten sich erkennbar: Clubsorten aus Frankreich und Italien standen an der oberen, Partien der Klasse II an der unteren Grenze. Das Interesse zeigte sich häufig freundlich, einzig in Köln stockte die Unterbringung etwas. Wesentliche Veränderungen bezüglich der Bewertungen machte man indes nicht aus.

Birnen
Italien prägte fortlaufend mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ das Geschehen. Alexander Lucas, Conference, Clapps Liebling und Williams Christ aus Deutschland hatten summa summarum ergänzenden Charakter. Niederländische und belgische Conference sowie spanische Abate Fetel, die nach einer Pause wieder eintrafen, komplettierten. Neben türkischen Santa Maria gab es Deveci in geringen Mengen. Generell überzeugte die Qualität oftmals. Da auch die Abladungen genügend auf die kontinuierliche Nachfrage abgestimmt wurden, sahen sich die Händler nur sehr selten gezwungen, ihre bisherigen Forderungen zu modifizieren.

Tafeltrauben
Türkische Sultana, griechische Thompson Seedless und italienische Italia bildeten die Basis eines vielfältigen Sortimentes, in dem Italien mit zahlreichen weiteren Varietäten die Hauptrolle spielte. Französische Alphonse Lavallée verteuerten sich aufgrund verminderter Anlieferungen. Die Saison von italienischen Black Magic und Michele Palieri bog auf ihre Zielgerade ein; die von Black Pearl startete indes. Immer häufiger setzten sich auf den Märkten die Winterverpackungen durch, weshalb die Notierungen anstiegen. Dies galt selbstredend nicht für konditionsschwache Partien, die man ab und an vorfand. Der Grad der Versorgung passte zu dem verhaltenen Interesse. Importe aus Brasilien generierten eine eingeschränkte Beachtung: Thompson Seedless und Crimson Seedless waren im Vergleich zu der europäischen Konkurrenz schlichtweg zu hochpreisig.

Kiwis
In der Regel prägten italienische Abladungen das Geschehen, nur in Köln herrschten kontinuierlich neuseeländische vor. Punktuell wurde die Szenerie von französischen und griechischen Hayward komplettiert. Eine stete Abwicklung und eine bedarfsdeckende Verfügbarkeit führten meist zu konstanten Bewertungen. Lediglich in Frankfurt konnten die Verkäufer ihre Aufrufe anheben.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Im Segment der Clementinen dominierte Spanien mit Clemenules, Primosole, Oronules und Marisol. Italien und mittlerweile Marokko komplettierten die Vermarktung. Bei den Satsumas bestimmte die Türkei vor Spanien und Italien das Geschehen. Mandarinen waren von der Bildfläche verschwunden. Obwohl es kühler wurde, konnte das Interesse nicht mit der merklich verstärkten Verfügbarkeit Schritt halten. Meist mussten daher die Preise reduziert werden, wenn es mit der Lagerleerung klappen sollte. In Hamburg waren davon aber nur die Partien mit einer abschwächenden Kondition betroffen. In der Hansestadt beeinträchtigten Rückläufer aus dem LEH von Clementinen in 1-kg-Netzen die Geschäfte am Platz. Mit einer erneuten Ausweitung des Sortimentes, vorrangig des türkischen, wird in den nächsten Tagen gerechnet.

Zitronen
Der Bedarf wurde mit spanischen Primofiori und türkischen Interdonato hinreichend gedeckt, sodass alle Kundenwünsche problemlos erfüllt werden konnten. Einstandsbedingt senkten die Verkäufer ihre Forderungen oftmals, was wiederum dem anschließenden Absatz zugutekam. In München bestätigten die Vertreiber für die türkischen Importe zuerst die Aufrufe der Vorwoche, was sich jedoch negativ auf deren Unterbringungsmöglichkeiten auswirkte. Erst ab Donnerstag wurden Vergünstigungen gewährt.

Bananen
Die Händler verzeichneten häufig eine ruhige Nachfrage, waren hier und da mit ihr aber durchaus zufrieden. Man hatte die Versorgung überwiegend auf den unaufgeregten Bedarf abgestimmt. In der Folge verharrten die Notierungen in der Regel auf ihrem bisherigen Niveau. Manchmal zogen sie bei den Drittmarken, die verschiedentlich im Fokus des Geschehens standen, ein wenig an. Erwartete Kursabschläge blieben entweder aus oder betrugen örtlich 1,- € je 18-kg-Karton.

Salat
Auf den meisten Märkten war inländischer Eissalat inzwischen ausverkauft. Zudem verminderte sich die Präsenz der niederländischen Offerten offensichtlich. An einigen Plätzen fehlten sie schon völlig. Die spanischen Importe dagegen verdichteten sich augenscheinlich. Deren reichliche Verfügbarkeit initiierte für gewöhnlich leichte Vergünstigungen. Die Abladungen an deutschem Kopfsalat schränkten sich ein. Die belgischen Zufuhren weiteten sich aus und überragten sie mittlerweile. Daher bröckelten ihre Preise hauptsächlich ab; die der einheimischen Mitstreiter vermochten sich unterdessen gelegentlich zu befestigen. Die italienische Kampagne startete in München mit kontinuierlichen Zugängen. Die Qualität der inländischen Bunten Salate konnte fortwährend überzeugen. Ihre Bewertungen veränderten sich somit kaum. Sie tendierten singulär sogar etwas nach oben. Italienische Produkte hatten also noch keine wirklichen Chancen. Auch im Sektor der Endivien tat sich die italienische Ware schwer: Die Kunden favorisierten nämlich die deutschen Anlieferungen dank ihrer anhaltend ansprechenden Güte. Nach wie vor kam das Geschäft mit Feldsalat nicht richtig in Schwung. Der besonnene Optimismus wurde oftmals gedämpft. Verbilligungen konnten nicht immer vermieden werden.

Gurken
Die spanischen Chargen herrschten bei Schlangengurken erkennbar vor; in München waren außerdem griechische wichtig. Die Bereitstellung einheimischer Früchte hatte sich enorm reduziert, niederländische und belgische ergänzten diese in einem wenig modifizierten Umfang. Sporadisch tauchten französische Partien auf. Eine knappe Versorgung provozierte gemeinhin, zum Teil in einem überdeutlichen Maß, ansteigende Notierungen, die sich verschiedentlich allerdings erst ab Donnerstag etablieren konnten. Insbesondere die großen Kaliber verteuerten sich, da diese andauernd recht rar waren. 500er bis 750er brachten bis zu 0,78 € je Stück. Bei Minigurken dominierten die Niederlande. Die Türkei hatte aufgrund ausgedehnter Sendungen Deutschland auf den dritten Rang verwiesen. Spanien komplettierte in Frankfurt und Hamburg das Sortiment. Kraft der überschaubaren Mengen vermochten die Vertreiber ihre Forderunge in der Regel anzuheben. Das traf speziell auf die inländischen Zuflüsse zu.

Tomaten
Das Hauptangebot setzte sich aus niederländischen und belgischen Erzeugnissen zusammen, die spanischen verstärkten unterdessen ihre Präsenz merklich. Marokko gewann an Relevanz, fehlte aber auf einigen Märkten. Trotz eines eher ruhigen Bedarfs tendierten die Kurse für gewöhnlich oftmals nach oben oder blieben immerhin auf einem konstanten Niveau haften. Einerseits vergünstigten sich Rispentomaten und Runde Tomaten wegen verdichteter Abladungen aus den Niederlanden und Spanien, andererseits infolge zu gering ausgeprägter organoleptischer Eigenschaften. Ausdrücklich den spanischen Anlieferungen mangelte es an einer ansprechenden Ausfärbung. Zudem hatte sich die Räumung häufiger dann eben doch zu sehr verlangsamt. Örtlich bewegten sich die Preise ziemlich volatil auf und ab in enger Anbindung an wechselhafte Güte und schwankenden Zugriff. Im Premiumbereich erzielten Kirschtomaten aus Frankreich oder den Niederlanden bis zu 40,- € je 3-kg-Karton; die aus Marokko waren davon meilenweit entfernt. Punktuell offerierte Lycopintomaten und Kumato generierten eine freundliche Aufnahme. Diese exklusive Ware kostete bis zu einem Drittel mehr als ihre regulären Vertreter.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln gelangten einzig aus Spanien ins Geschäft. Das reichliche Angebot wurde in der Regel genügend nachgefragt. Die Preise blieben für gewöhnlich relativ konstant. Leichte Anhebungen erklärte man ab und an mit den angewachsenen Frachtkosten. Die Zufuhren von Haushaltsware beruhten überwiegend auf einheimischem Anbau. Österreich komplettierte in München die Erzeugnispalette und die Niederlande rundeten sie in Köln ab; beide in einem kaum veränderten Maß. Die Kurse ließen sich somit auf einem überaus stabilen Niveau fixieren.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Die südafrikanische Steinobstkampagne startete am Dienstag mit Pfirsichen und Nektarinen in 2,5-kgKartons. Die Vermarktung von Rosenkohl lief bisher nicht optimal, dafür räumten niederländische lilafarbene Röschen und Flowersprouts problemlos. Das Interesse an Wintergemüse wie Grünkohl, Pastinaken und Steckrüben verstärkte sich allmählich. Italien erhöhte die Mengen von Fenchel, Mangold, Löwenzahn und Staudensellerie. Dill verbilligte sich auf 11,- bis 13,- € je 3-kg-Kiste, Petersilie hingegen verteuerte sich. Spanien beteiligte sich am Handel mit Kräutern wie Koriander, Petersilie, Dill und verschiedenen Minzen.
Hamburg
Der verzögerte Saisonbeginn in Spanien ließ die Notierungen für französische Artischocken ansteigen. Erste Zucchini aus Italien kosteten 7,50 € je 5-kg-Karton.
Köln
Der Handel war sehr gedämpft. Die Güte von türkischen Granatäpfeln sprach an. Die Vermarktung von Erdbeeren aus dem Inland und den Niederlanden verlief ziemlich schleppend. Auch Grünkohl generierte kaum Beachtung.
München
Erste südafrikanische Pfirsiche und Nektarinen trafen ein. Bei mexikanischen Limetten verdoppelten sich die Preise binnen einer Woche aufgrund knapper Verfügbarkeit; mit ersten südamerikanischen Importen wird in der 46. KW gerechnet. Die Präsenz von Kakis und Granatäpfeln verstärkte sich, während sich die Saison von Frischfeigen ihrem Ende näherte. Die Abladungen von italienischen Radicchio intensivierten sich kontinuierlich, dennoch blieben die Notierungen stabil. Die Umstellung auf italienischen Kohlrabi vollzog sich langsam, da einheimischer noch reichlich vorrätig war. Gleiches galt für Fenchel. Weißkohl stand üppig bereit. Italienische Bundzwiebeln ergänzten das inländische Angebot.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 45 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 16.11.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München