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Thüringen: Am Speisekartoffelmarkt wird nur noch vereinzelt Feldware verpackt

15. November 2017

Die Lagerware ist von guter Qualität. Lageraufschläge konnten noch nicht durchgesetzt werden. Die Erzeugerpreise verharren weiter auf dem Niveau der Vorwochen. Derzeit werden Zwischenläger angesichts drohender Temperaturen im Frostbereich zügig geräumt.

Bildquelle: Shutterstock.com  Kartoffeln
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Da sind hier und da auch Preiszugeständnisse möglich. Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel ist jahreszeitlich bedingt ruhig. Die Preise für rohe und gedämpfte Knollen sind stabil.

Mecklenburg - Vorpommern
An den Preisen für abpackfähige Speiseware haben sich gegenüber der Vorwoche nur leichte Veränderungen ergeben. Für vorwiegend festkochende Kartoffeln werden je nach Qualität zwischen 9 und 11 EUR/dt gezahlt, für mehlig kochende und festkochende Kartoffeln zwischen 10 und 11 EUR/dt. Vereinzelt ist noch Feldware verfügbar.

Inzwischen wird überwiegend durchgeschwitzte Lagerware gepackt. Die Lagerware ist von guter Qualität. Allerdings ist der Schwitzprozess noch nicht überall abgeschlossen. Die Felder hierzulande sind von Speisekartoffeln geräumt. Hier und da werden noch Stärkekartoffeln gerodet. Die zuletzt im LEH gelaufenen Werbeaktionen wurden von den Kunden gut angenommen. Der Absatz in der Gastronomie ist novembertypisch rückläufig. Die Schälkartoffelpreise liegen stabil auf Vorwochenniveau.

Brandenburg
Für durchgeschwitzte qualitativ gute Lagerware wird hierzulande inzwischen ein Lageraufschlag von 1 EUR/dt gezahlt. Vereinzelt ist noch Feldware in der Abpackung. Diese Speisekartoffeln kommen überwiegend aus der Börde in Sachsen - Anhalt. Hierzulande sind die Erntearbeiten bis auf kleine Restflächen abgeschlossen. Auf den leichten sandigen Böden wurde ohne Beregnung eine gute Durchschnittsernte eingefahren. Diese Woche laufen wieder Werbeaktionen für 10 kg Gebinde. In der vergangenen Woche wurde von ruhigem Absatz berichtet. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der Vorwoche.

Sachsen
Die Erzeugerpreise für Speiseware bleiben unverändert auf Vorwochenniveau. Inzwischen wird Lagerware abgepackt. Die Qualität ist überwiegend gut. Den Forderungen nach Preisaufschlägen wurde noch nicht entsprochen. Wie immer im November, läuft der Absatz auf ruhigem Niveau. Werbeaktionen für 10 kg Gebinde werden für das kommende Wochenende gepackt. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Sachsen - Anhalt
Regional, insbesondere in der Börde, sind die Erntearbeiten noch voll im Gange. Gebietsweise ist noch geschätzt ein Drittel der Erntemenge im Boden. Das Erntegut ist häufig stark mit Erde behaftet, so dass der Einlagerungsprozess nur langsam voran geht. Die Förderbänder müssen immer wieder gereinigt werden. Zusätzlich fehlt es an Lagerkapazität. Notbehelfe, wie leerstehende Industriehallen, wurden angemietet. Der Warenabfluss geht nur langsam voran. Der Absatz in den Handelsketten verläuft novembertypisch auf ruhigem Niveau. Das Exportgeschäft läuft sehr zögerlich an. Nur vereinzelt können einige Speisekartoffelpartien nach Polen oder Tschechien versendet werden. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln und die Schälkartoffelpreise bleiben stabil auf Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 15.11.2017

Schlagwörter

Marktinformation, Kartoffeln, Ostdeutschland, Thüringen, Speisekartoffel