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Sachsen/Thüringen: Die Speisekartoffelernte ist fast beendet

03. November 2017

Die Erntearbeiten in Sachsen - Anhalt gehen langsam dem Ende zu. Für die hohen Kartoffelerträge fehlt es jedoch vielerorts an Lagerplatz. Teils werden Notmieten am Feldrand angelegt. Übermengen fließen, wenn möglich, in die Stärkefabriken oder werden in Abhängigkeit von der Qualität für die Biogaserzeugung genutzt.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffelernte
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Die Erzeugerpreise halten das Vorwochenniveau. Einzelne Partien gehen qualitätsbedingt unter Niveau weg. Im Versandhandelsgeschäft herrscht nach wie vor Flaute. Typische Versandregionen sind dieses Jahr selbst gut mit Kartoffeln versorgt. Im Lebensmitteleinzelhandel wird immer wieder Aktionsware angeboten, welche von Markt zu Markt unterschiedlich angenommen wird. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Mecklenburg - Vorpommern
In der vergangenen Woche hatte das gute Wetter die Erntearbeiten zunächst beschleunigt. Einsetzende Regenfälle haben zum Ende der Woche wieder für Unterbrechungen gesorgt. Insbesondere auf den schweren lehmigen Böden sind nicht alle Knollen aus dem Boden. Andernorts sind die Speisekartoffeln längst im Lager. Die Packer beziehen noch überwiegend Feldware, spezielle Sorten kommen schon aus dem Lager. Spät gerodete Kartoffeln sind mitunter von schlechter Qualität. Einige Kartoffelpartien mussten wegen Fäulnisbefall wieder ausgelagert werden. Die Erzeugerpreise für Speiseware haben das Vorwochenniveau überwiegend gehalten. Der Absatz in den Handelsketten ist saisonbedingt ruhig. Mit den Herbstferien hat der Schälkartoffelabsatz deutlich abgenommen. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil auf dem Niveau der vorigen Woche.

Brandenburg
Nach wie vor wird überwiegend Feldware abgepackt. Diese kommt von heimischen Feldern sowie aus Sachsen - Anhalt. Die Qualität der zuletzt geernteten Knollen ist in Abhängigkeit von den Standortbedingungen sehr unterschiedlich. Vereinzelt mussten einige Partien ausgesondert werden. Die Restbestände an Feldware werden zu unveränderten Preisen gehandelt. Für die Lagerware wird ein Zuschlag erwartet. Das Absatzgeschehen im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern verläuft in ruhigen Bahnen. Zum kommenden Wochenende laufen wieder Werbeaktionen, die mit Blick auf den Reformationstag vermutlich gut angenommen werden. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Sachsen
Die Speisekartoffelernte ist fast beendet. Es kommen immer noch Restbestände vom Feld in die Verpackung. Diese Feldware wird zu unveränderten Konditionen von den Packern und Schälern bezogen. Die Qualität der Feldware ist sehr unterschiedlich. Die Lagereignung muss sich erst zeigen. Mittlere Qualitäten für den Discountbereich scheinen ausreichend verfügbar zu sein. Sehr gute Qualitäten fehlen. Der Absatz in den Handelsketten ist nach vielen Aktionen in den Vorwochen schwach. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälware bleiben stabil auf Vorwochenniveau.

Thüringen
Die Speisekartoffelernte ist überwiegend abgeschlossen. Hier und da sind noch Restflächen verblieben. Die Packbetriebe werden noch mit Feldware aber auch bereits mit durchgeschwitzter Lagerware versorgt. Noch verharrt der Erzeugerpreis für Speiseware auf dem Niveau der vergangenen Wochen. Für die Lagerware werden Aufschläge erwartet. Die Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel hat nach dem Auslaufen umfangreicher Werbeaktionen deutlich nachgelassen. Die Konsumenten sind in Abhängigkeit von ihren Lagermöglichkeiten vorerst gut mit Kartoffeln eingedeckt. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf dem Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 03.11.2017

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Sachsen, Thüringen, Ernte