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Österreich: ADEG Dorfleben-Report® beweist - Starke lokale Nahversorgung fördert aktives Dorfleben

26. Oktober 2017

Knapp 60 Seiten stark, mit vielen spannenden Zahlen und Fakten versehen, fachkundig kommentiert – so präsentiert sich der erste ADEG Dorfleben-Report®, der in Kooperation mit dem österreichischen Gemeindebund entwickelt wurde.

Foto Rewe AG
Foto Rewe AG

Die dazugehörige Umfrage zu den unterschiedlichen Facetten des Dorflebens sowie der Nahversorgung wurde vom Marktforschungsinstitut MindTake im Zeitraum zwischen 8. Juni und 3. Juli 2017 durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 1.050 Personen mit Hauptwohnsitz in Gemeinden bis maximal 5.000 Einwohner. Interpretiert wurden die Ergebnisse von Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier, Experte für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Österreichs Dörfer werden älter – Stärkung der Ortskerne und Nahversorgung wichtig

„In einzelnen Bezirken Österreichs wird sich bis 2050 die Zahl der über 60-Jährigen verdoppeln“, warnt Filzmaier im ADEG Dorfleben-Report®. Schon in den vergangenen 15 Jahren ist der Anteil der 15- bis 44-Jährigen in Österreichs Dörfern überproportional zurückgegangen. Um die jungen Leute am Land zu halten, müssen daher „Dorfkerne und Begegnungszonen aller Art erhalten und gefördert werden.“ Eine Sichtweise, die auch Gemeindebund-Präsident Bgm. Mag. Alfred Riedl teilt: „Die Stärkung der Ortskerne und der wohnortnahen Versorgung ist extrem wichtig.“

Diese Forderung geht Hand in Hand mit der Stärkung der regionalen Wertschöpfungskette, in welcher auch der Nahversorger – als selbstständiger Kleinunternehmer – eine wichtige soziale und ökonomische Rolle spielt: „Das Hauptaugenmerk muss auf Kleinunternehmen gelegt werden. Knapp 90 Prozent der Betriebe auf dem Land beschäftigen weniger als zehn Mitarbeiter. Ihre An- statt Absiedelung ist zu unterstützen“, zieht Filzmaier eine wichtige Konsequenz aus den Ergebnissen. Gemeindebund-Präsident Riedl unterstreicht aus Sicht der Gemeinden: „Kleinteilige Wirtschaftsstrukturen schaffen gute und langfristig stabile Arbeitsplätze. Das ist für uns in den Gemeinden auch sehr wichtig, weil dann die Kommunalsteuer bei uns bleibt und nicht weiter in die Ballungsräume fließt.“

Kaufmann mehr als nur Nahversorger 

ADEG bietet in Österreich ein einzigartiges Nahversorgungskonzept an: Alle Märkte werden von eigenständigen Kaufleuten betrieben. Sehr erstaunlich an den Ergebnissen des Dorfleben-Reports ist, dass es signifikante Unterschiede zwischen Gemeinden mit bzw. ohne einen eigenständigen Kaufmann gibt.

So sagen in ADEG Gemeinden nur 21 Prozent der Befragten, dass ihnen ein Dorfkern fehlt, in Gemeinden ohne ADEG um fast die Hälfte mehr. Noch größer ist dieser Unterschied, wenn gefragt wird, ob der Dorfkern – wo die Kaufleute oft beheimatet sind – das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens einer Gemeinde ist. Bei ADEG Gemeinden stimmen dieser Frage 61 Prozent zu. Bei Nicht-ADEG Gemeinden 42 Prozent. Auch beim Zugehörigkeitsgefühl gibt es Unterschiede: In Kaufmannsgemeinden fühlen sich 69 Prozent der Gemeinde zugehörig, in Gemeinden ohne Kaufmann nur 57 Prozent.

Den Report sowie alle Grafiken finden Sie unter www.adeg.at/dorfleben-report

Quelle: Rewe Group AG

Veröffentlichungsdatum: 26.10.2017

Schlagwörter

ADEG, Einzelhandel, Dorfleben-Report®, Lokal, Nahversorgung, Regional