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Mecklenburg - Vorpommern: Speisekartoffelpreise haben sich stabilisiert

18. Oktober 2017

Die Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern lassen nach, die Erzeugerpreise blieben auf Vorwochenniveau. Bis Ende Oktober haben die Packer mit einigen Handelsketten die Preise festgezurrt. 

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Der Absatz ist für die Jahreszeit normal ruhig. Die Kunden haben sich mit Kartoffeln bevorratet, zum Teil aus dem eigenen Anbau. Die Qualität der Speiseware fällt sehr unterschiedlich aus. Teils sind die Kartoffeln von guter Qualität, teils tritt immer wieder Fäulnis auf. Starkregen hat gebietsweise das Roden der Kartoffeln für mehrere Tage unterbrochen. Einige Erzeuger brauchen noch mindestens 7 gute Erntetage, andere sind kurz vor dem Abschluss der Rodearbeiten. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Brandenburg
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln haben sich auf einem Niveau zwischen 10 und 11 EUR/ dt eingependelt. Für die kommenden 4 Wochen wurde zwischen Packern und einzelnen Handelsketten ein stabiles Preisniveau ausgehandelt. Die Erntearbeiten schleppen sich infolge immer wieder auftretender Regenfälle dahin. Teils sind die Dämme freigespült worden, so dass grüne Kartoffeln auftreten. Ansonsten ist die Qualität der Speiseware gut bis sehr gut. Mehlig kochende Sorten sind teils minderer Qualität, so dass die mengenmäßige Bereitstellung für die Regionalprogramme schwierig wird. Der Absatz verläuft in normalen Bahnen, zum Wochenende startet der Lebensmitteleinzelhandel immer wieder kleine Werbeaktionen. Die Preise für geschälte Kartoffeln bleiben stabil auf Vorwochenniveau.

Sachsen
Ergiebige Niederschläge haben in vielen Regionen die Rodearbeiten unterbrochen. Im Vorfeld ging die Ernte bei guten Bedingungen vielerorts zügig voran. Die Einkellerungsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel sind beendet. Die Kunden haben sich gut eingedeckt oder verfügen über eigenes Erntegut, so dass der Absatz derzeit sehr schwach ist. Die hierzulande seitens der Abpacker und Versandhändler genannten Erzeugerpreise bewegen sich überwiegend auf Vorwochenniveau, teils leicht darunter. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln bleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Sachsen - Anhalt
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln haben das Niveau der vergangenen Woche knapp gehalten. Der Absatz in den Handelsketten hat sich nach den umfangreichen Bevorratungsaktionen deutlich abgeschwächt. Während einige Erzeuger die Kartoffelernte zum Teil bei besten Bedingungen und im Zweischichtsystem beendet haben, stagnieren andernorts die Rodearbeiten durch anhaltende Regenfälle. Die schweren lehmigen Böden verkleben immer wieder die Bänder der Erntemaschinen. Die Tage werden kürzer und das Abtrocknen der Böden ist kaum noch gegeben. Es liegen noch umfangreiche Mengen Kartoffeln, teils bis zu 40% der Anbaufläche der Erzeuger, im Boden. Erzeuger berichten von gut durchschnittlichen Erträgen und zufriedenstellenden Qualitäten. Die Preise am Schälkartoffelmarkt verbleiben auf Vorwochenniveau.

Thüringen
Nach diversen Einkellerungsaktionen ist es wieder ruhiger im Packgeschäft geworden. Die Kunden haben sich bevorratet, so dass der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern derzeit auf Sparflamme läuft. In kleinen Gebindegrößen laufen hier und da noch Werbungen in geringem Umfang. Die Erntearbeiten schleppen sich gebietsweise durch immer wieder einsetzende Regenfälle dahin. Die Qualität des Erntegutes wird unterschiedlich bewertet. Teils wird von guter Qualität berichtet, aber auch von Fraß Schäden, Fäulnisbefall und grünen Kartoffeln durch freigespülte Dämme. Die Erzeugerpreise haben überwiegend das Vorwochenniveau gehalten, vereinzelt liegen sie leicht unter dem Vorwochenniveau. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 18.10.2017

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland