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ZVG Strukturwandel im Gartenbau geht unvermindert weiter

13. Oktober 2017

Am 6. Oktober hat das statistische Bundesamt die Ergebnisse der Gartenbauerhebung 2016 veröffentlicht. Weniger Betriebe und mit Ausnahme des Gemüsebaus auch weniger Produktionsfläche. Das sind die zusammengefassten Erkenntnisse der Erhebung. 

Bildquelle: Shutterstock.com  Anbau
Bildquelle: Shutterstock.com

„Mit einer Abnahme von Unternehmen und Flächen haben wir gerechnet. Das Ausmaß ist allerdings doch größer als erwartet. Neu ist, dass die Flächenverluste durch Betriebsaufgaben nicht mehr annähernd durch entsprechendes Wachstum der Verbleibenden kompensiert werden konnten. Dennoch ist die durchschnittliche Größe der Betriebe weiter angewachsen. Wir werden nunmehr das komplexe Zahlenwerk detaillierter analysieren und unsere Schlüsse daraus ziehen“ so Jürgen Mertz, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG) in einer ersten Reaktion.

Im Jahr 2016 bewirtschafteten in Deutschland 27 200 Betriebe eine gärtnerische Nutzfläche von gut 229 000 Hektar. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach den Ergebnissen der Gartenbauerhebung 2016 weiter mitteilt, sank damit die Anzahl der Betriebe mit Anbau von Gartenbauerzeugnissen gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 (35 700) um nahezu ein Viertel (–24 Prozent).

Gleichzeitig stieg die gärtnerische Nutzfläche gegenüber 2010 um 5 600 Hektar oder 2,5 Prozent. Die durchschnittlich bewirtschaftete gärtnerische Nutzfläche je Betrieb stieg dadurch von 6,3 Hektar im Jahr 2010 auf 8,4 Hektar im Jahr 2016.

Der überwiegende Teil der gesamten gärtnerischen Nutzfläche entfiel dabei mit 130 000 Hektar auf den Gemüseanbau einschließlich Erdbeeren (57 Prozent). Gegenüber 121 500 Hektar im Jahr 2010 entspricht dies einer Zunahme um 7 Prozent. Auf einer Freilandfläche von rund 64 000 Hektar wurden im Jahr 2016 Baum- und Beerenobst einschließlich Nüsse angebaut (– 1 Prozent), gefolgt von Freilandflächen für Baumschulkulturen mit 19 300 Hektar (– 8 Prozent), Anbauflächen für Blumen und Zierpflanzen mit 7 300 Hektar (– 13 Prozent) sowie Heil-, Duft-, und Gewürzpflanzen mit 7 100 Hektar (+ 4 Prozent). Die restliche gärtnerische Nutzfläche von 1 200 Hektar verteilt sich auf Gartenbausämereien, Dauerkulturflächen unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen sowie Produktionsflächen für Speisepilze (+ 4 Prozent).

Quelle: ZVG

Veröffentlichungsdatum: 13.10.2017

Schlagwörter

ZVG, Strukturwandel, Gartenbau, Statistik