Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH
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Italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ herrschten vor

12. Oktober 2017

Aus dem Inland wurden die etablierten Alexander Lucas und Williams Christ von ersten Gute Luise flankiert. Türkische Santa Maria litten mancherorts unter einer verminderten Kondition, weshalb sie schnell abgewickelt werden mussten. Frankreich schickte Williams Christ, Spanien Abate Fetel.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Das kontinuierliche Interesse konnte man problemlos stillen, obwohl sich die Versorgung eingeschränkt hatte. Punktuell generierten die Produkte vermehrte Beachtung. Die Kurse blieben oftmals konstant. Nur hier und da vergünstigten sich Conference aus den Niederlanden und Deutschland, die generell das Angebot abrundeten. In Hamburg verbilligten sich italienische Santa Maria und Williams Christ infolge eines abgeschwächten Zuspruchs.

Tafeltrauben
Die Verfügbarkeit begrenzte sich zwar, reichte jedoch aus, um die Nachfrage zu decken. Diese hatte sich örtlich verbessert. Die Qualität der Früchte überzeugte in der Regel, was die Vermarktung stützte. Die Notierungen zeigten sich recht unterschiedlich: Während sie in Frankfurt abbröckelten, weil die Kunden eher verhalten zugriffen, zogen sie in Hamburg für weite Teile des Sortimentes an, da dort der Bedarf angestiegen war. Dominiert wurde die Warenpalette von türkischen Sultana, italienischen Italia und griechischen Thompson Seedless. Komplettierenden Charakter hatten französische Alphonse Lavallée, türkische und spanische Crimson Seedless sowie italienische Black Magic.

Erdbeeren
Mit dem bevorstehenden Abschluss der Saison schränkten sich die Anlieferungen massiv ein. Deutschland herrschte vor; die Niederlande und Polen ergänzten. Parallel zur Versorgung verminderten sich die Unterbringungsmöglichkeiten. In München, wo der Verkauf in den vorherigen Wochen vom Oktoberfest getragen wurde, kam mit dessen Ende auch der Handel ins Stocken. Die Preise musste man generell senken, was die Geschäfte aber nicht wesentlich beschleunigte. Weder am Montag, den Tag der Deutschen Einheit vor Augen, noch am Freitag, an dem der Umschlag eigentlich etwas flotter hätte vonstattengehen müssen, konnten zufriedenstellende Absätze erzielt werden.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Kampagne klang unspektakulär aus: Spanische Chargen wurden ebenso wie die komplettierenden italienischen und französischen kaum beachtet. Die Qualität verschlechterte sich zusehends, was die Abwicklung offensichtlich verlangsamte. Mangelfreie Früchte konnten ab und an mit angehobenen Forderungen veräußert werden, was allerdings bloß sehr selten auftrat. Insgesamt präsentierten sich die Bewertungen uneinheitlich, größere Ausreißer waren indes nicht vorzufinden.

Pflaumen
Die Saison endete recht unaufgeregt; geprägt wurde das Sortiment von Stanley, die aus der Türkei und Moldawien stammten. Die Bedeutung von einheimischen Presenta und Hauszwetschge begrenzte sich massiv. Spanien, Frankreich und Italien ergänzten die Warenpalette, die sich merklich eingeschränkt hatte. Die Güte ließ immer wieder Wünsche offen, was sich negativ auf das Interesse auswirkte. Von Verteuerungen konnten die Händler nur träumen; im Gegenteil, Verbilligungen waren an der Tagesordnung.

Kiwis
Neuseeland dominierte, Italien komplettierte das Angebot, welches Chile abrundete. Die Verfügbarkeit genügte, um die kontinuierliche Nachfrage zu decken. Diese hatte sich mancherorts ein wenig verbessert. Gravierende Veränderungen hinsichtlich der Notierungen waren nicht zu erkennen, sofern die Qualität der Produkte überzeugte. In Frankfurt vergünstigten sich lose aufgemachte Offerten in 10-kgAbpackungen.

Zitronen
Mit dem Eintreffen erster türkischer Interdonato wurde das von Spanien geprägte Sortiment erweitert. Der Bedarf wurde ohne Probleme befriedigt. Die Preise blieben daher oftmals konstant. Die ergänzenden argentinischen und südafrikanischen Früchte wiesen ab und an eine abschwächende Kondition auf,  weshalb sie nicht immer auf einen freundlichen Zuspruch stießen. Selbst mit Verbilligungen konnten diese nicht flott verkauft werden.

Bananen
Die Verfügbarkeit orientierte sich für gewöhnlich am Interesse. Dieses hatten sich mancherorts ausgedehnt. Die Kurse verharrten in der Regel auf dem Niveau der Vorwoche. Lediglich punktuell zogen sie für die Zweitmarken leicht an.

Blumenkohl
Die dominierenden Zulieferungen aus dem Inland wurden in Frankfurt, Köln und München durch belgische Chargen ergänzt. Die Produkte wiesen eine solide Qualität auf. Die Nachfrage zeigte sich von ihrer unaufgeregten Seite, stellte manchmal auch zufrieden. Die Notierungen hatten zwar eine gewisse Tendenz zur Stabilität, brachen aber meistens in der Spitze etwas ein. Wer daraufhin mit einer Belebung des Absatzes rechnete, sah sich enttäuscht. Mehr als konsequente Bedarfseinkäufe waren kaum drin. Selbst der Freitag brachte keine merkliche Verbesserung.

Salat
Kopfsalat stammte fortlaufend hauptsächlich aus Deutschland, wenngleich sich das Sortiment wegen der herbstlichen Witterung verminderte. Belgien komplettierte überall die Warenpalette, während die Niederlande in Frankfurt vertreten waren. Die Zuflüsse korrelierten überwiegend mit den Vertriebsmöglichkeiten. Teils verharrten die Kurse auf einem relativ konstanten Niveau, teils induzierten die verringerten Mengen einen Trend nach oben. Bei den belgischen Alternativen beruhte das Ansteigen auf den hohen Kopfgewichten. Zuweilen tauchten Partien mit beträchtlichen Nässeschäden auf. Bei Eissalat herrschte das Inland vor. Örtlich konnte auf niederländische Abladungen zugegriffen werden. Die Verfügbarkeit spanischer Artikel blieb sehr begrenzt, dehnte sich lediglich marginal aus. Da der Grad der Versorgung mit dem Umfang des Interesses harmonierte, veränderten sich die Bewertungen fast gar nicht. Sie neigten bloß hier und da zu einer leichten Schwäche. Bunte Salate kamen aus einheimischen Kulturen. Ihre Masse schränkte sich ein wenig ein. Die Preise variierten bei einer akzeptablen Order unwesentlich oder bewegten sich aufgrund von Gütemängeln abwärts. Vereinzelt zogen sie unterdessen ab Donnerstag an. Der Umschlag von Endivien verdichtete sich. Dies initiierte jedoch nur selten Verteuerungen. Der Zuspruch bei Feldsalat intensivierte sich ebenso. Daher befestigten sich in diesem Sektor gelegentlich die Aufrufe der Händler.

Gurken
Die Anlieferungen aus Mitteleuropa prägten kontinuierlich die Geschäfte mit Schlangengurken. Vorrangige inländische Früchte konkurrierten mit belgischen und niederländischen. Die spanischen Zufuhren vergrößerten sich zwar, bauten aber keinen gravierenden Druck auf. Man verbuchte einen recht befriedigenden Absatz. Oftmals konnten die Verkäufer früher oder später ihre Forderungen anheben. Das gelang in Abhängigkeit von einer schnelleren Räumung oder von einer Favorisierung bestimmter Kaliber. Das galt auch für die ansonsten auffällig günstigen spanischen Offerten. Minigurken gingen aus deutschen und niederländischen Anpflanzungen zu. Die türkischen Chargen verstärkten ihre Präsenz in einem unbedeutenden Rahmen. Die Notierungen entpuppten sich als ziemlich uneinheitlich: Zum einen sanken sie vermehrt infolge eines zu üppigen Angebotes, zum anderen tendierten sie singulär nach oben. Und manchmal waren sie völlig frei von jeglicher Modulation.

Gemüsepaprika
Bei den diversen mitteleuropäischen Herkünften konnten keine ausgeprägte Dominanz registriert werden; die Intensität ihrer Anlieferungen glichen sich zusehends. Die Versorgung mit spanischen Offerten fiel fortlaufend übersichtlich aus. Die Notierungen zeigten ein ziemlich uneinheitliches Bild. Mal blieben sie für die meisten Angebote recht konstant, mal sackten sie für die grünen und verschiedentlich zudem für die roten Kultivare ab. Gelbe und orange Varietäten konnten manchmal von den Vermarktern höher aufgerufen werden. Das Anheben der Forderungen für das niederländische Sortiment war in Hamburg nur von kurzer Dauer. Dort korrelierten die Zufuhren aus der Türkei nicht genügend mit der Nachfrage, weshalb deren Preise nach oben tendierten. Da man für die Früchte aus Polen weniger als für andere verlangte, verbuchten sie oftmals einen reichlichen Zuspruch. Obwohl die vereinzelten inländischen Chargen deutlich mehr kosteten als die Konkurrenz, wurden sie hier und da relativ schnell umgesetzt.

Zwiebeln
Wie gewohnt kamen die Gemüsezwiebeln ausschließlich aus Spanien. Da sich deren Bewertungen auf der Erzeugerebene nicht veränderten, verharrten auch die auf den Großhandelsplätzen fast durchgängig auf einem überaus stabilen Level. Der häufiger unaufgeregte Verkauf initiierte bisher keinerlei Vergünstigungen, da die Zuflüsse als eher überschaubar eingestuft wurden. Bei Haushaltsware beherrschten die einheimischen Mengen die Geschäfte. In Köln ergänzten tageweise die niederländischen und in München kontinuierlich die österreichischen Importe. Ungeachtet einer geradezu üppigen Verfügbarkeit sahen sich die Vertreiber kaum gezwungen, Verbilligungen zu bewilligen. Punktuell brachen die Kurse ein bei ab und an auftauchenden qualitätsschwachen Partien.


Weitere Informationen

Frankfurt
Nicht nur die Blätter der Bäume werden gelb, orange oder rot; auch an den Ständen zieht immer mehr Obst und Gemüse in den Herbstfarben ein: Kakis aus Italien und Spanien gab es zu 2,60 bis 3,- € je kg. Eine deutliche Zunahme der Anlieferungen von spanischen Clementinen, Mandarinen und Satusmas war ebenfalls zu verzeichnen. Während Spanien mit den Sorten Clemenrubi, Marisol, Primosol, Okitsu und Oronules aufwartete, wurden noch schmackhafte Myagawa aus Italien angeboten. Neben südafrikanischen Orangen für die Saftproduktion gelangten in dieser Woche südafrikanische, in Spanien gepackte Navel auf den Markt. Trotz wachsendem Interesse ließen verdichtete Abladungen von Hokkaidokürbissen keine höheren Preise zu; im oberen Spannenbereich musste man sie sogar senken.

Hamburg
Die ansteigende Präsenz von Clementinen ohne Blatt und Satsumas von der iberischen Halbinsel konnte bloß über Vergünstigungen kompensiert werden. Französische Zucchini feierten zu 2,40 € je kg und türkische zu 8,- € je 4-kg-Verpackung und zu 10,- € je 5 kg ihre Premiere. Da bei Dill zum Saisonende von einheimischen Offerten kein nahtloser Übergang zu frischen italienischen stattfand, stiegen die Notierungen auf bis zu 30,- € je 3-kg-Steige an.

Köln
Überschaubare Aprikosen stießen infolge der nasskalten Witterung kaum auf Zuspruch. Stangenbohnen aus Marokko ergänzten in geringem Umfang die hauptsächlich inländische Warenpalette.

München
Pünktlich zum Monatswechsel traten erste Clementinen aus Spanien und Süditalien auf; sie komplettierten das bisher von iberischen Satsumas dominierte Angebot an kleinfruchtigen Zitrusfrüchten. Mit dem verstärkten Eintreffen süd- und mittelamerikanischer Melonen gestalteten sich die Forderungen rückläufig. Italienische und spanische Kakis wurden nach dem Beginn der Kampagne intensiver beachtet. Bei Auberginen litt die Aufnahmebereitschaft anfangs infolge anhaltend zu hoher Bewertungen, anschließend glitten die Notierungen sukzessive ab. Erste Stangenbohnen aus Marokko rundeten das Sortiment ab. Die Kurse von Brokkoli stiegen an.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 40 / 17
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 12.10.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin