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Mecklenburg - Vorpommern: Wechselhaftes Wetter sorgt seit dem Wochenende immer wieder für Rodeunterbrechungen

04. Oktober 2017

Für den Tagesbedarf steht jedoch ausreichend Packware zur Verfügung und die Lagerhäuser sind teils auch schon gut gefüllt. Einkellerungsangebote dominieren nach wie vor das Kartoffelgeschäft im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Diese Werbeaktionen sorgen für guten Umsatz, erreichen aber längst nicht mehr die vor Jahren gewohnten Umsatzmengen. Die Erzeugerpreise für Speiseware sind wiederholt leicht zurückgegangen. Für die ersten zwei Oktoberwochen ist jedoch in Absprache mit namhaften Handelsketten Preisstabilität angekündigt worden. Das Schälkartoffelgeschäft verläuft bei stabilen Preisen in ruhigen Bahnen.

Brandenburg
Nach dem die Bevorratungsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel zunächst ruhig anliefen, kommt zunehmend Schwung ins Geschäft mit überwiegend ungewaschenen Knollen. Dabei werden Gebindegrößen von 10 und 7,5 kg bevorzugt, für 25 kg besteht kaum noch Bedarf. Die Einlagerung ist voll im Gange, teils sind die Flächen bereits geräumt. Bedingt durch Niederschläge musste das Roden in den vergangenen Tagen ausgesetzt werden. Teils sind faule Knollen in den Partien. Die Erntemengen in der Region werden als normal durchschnittlich bezeichnet. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln sind im Vergleich zur Vorwoche um 0,50 bis 1,00 EUR/dt zurückgegangen. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Sachsen
Zur Vorwoche wurden die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln um 1 EUR/dt zurückgenommen. Der Preisdruck hält an. Das Angebot an Kartoffeln bleibt überregional reichlich. Hierzulande wird von einer mittelmäßigen bis guten Erntemenge gesprochen, die je nach Region erhebliche Ertragsunterschiede ausweist. Die Erntearbeiten sind voll im Gange. Einkellerungsaktionen in den Handelsketten wurden von den Konsumenten gut angenommen, bei Preisen von teils deutlich unter 2 EUR für 10 kg. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Sachsen - Anhalt
Packer berichten von sehr guten Umsätzen im Zuge der laufenden Einkellerungsgsaktionen im Lebensmitteleinzelhandel. Die Gesamtmenge, welche bei diesen jährlich wiederkehrenden Bevorratungsaktionen umgesetzt wird, nimmt jedoch von Jahr zu Jahr ab. Viele Konsumenten haben nicht die notwendigen Lagermöglichkeiten für Kartoffeln. Bei einem ganzjährigen Angebot im LEH ist das auch nicht zwingend notwendig. Das Kartoffelangebot ist reichlich, teils werden zusätzliche Lagerkapazitäten gesucht. Der Preisdruck hält an. Im Vergleich zur vergangenen Woche wurden die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln um 0,50 bis 1,00 EUR/dt zurückgenommen. Der überregionale Versandhandel verläuft mangels Nachfrage in ruhigen Bahnen. Für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln hat sich das Preisniveau im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert.

Thüringen
Der Start der Einkellerungsaktionen in den Handelsketten ist gut gelaufen. Lockangebote, teils Kartoffelfeste, haben für reichlich Umsätze gesorgt. Insgesamt ist die Einkellerungsmenge jedoch seit Jahren rückläufig. In den Privathaushalten fehlen die kühlen und dunklen Lagermöglichkeiten. Die Erzeugerpreise bewegen sich leicht unter Vorwochenniveau. Die Preise für Aktionsware liegen teils deutlich unter 10 EUR/ dt. Die Rodearbeiten sind voll im Gange, in einigen Regionen gehen sie infolge von zu trockenen Böden schleppend voran. Gebietsweise ist es aber auch zu nass. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 04.10.2017

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland