Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Tafeltrauben aus der Türkei, Griechenland und Italien herrschten vor

28. September 2017

Mit der Türkei, Griechenland und Italien waren drei Länder hauptsächlich an der Zusammensetzung des Sortimentes beteiligt. Türkische Sultana konnten schneller untergebracht werden, da sich ihre Qualität verbessert hatte. Griechische Thompson Seedless beachtete man ebenso freundlicher. 

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben
Bildquelle: Shutterstock.com

Italienische Italia verloren zwar an Bedeutung, wurden aber trotzdem zügig aufgenommen. Zahlreiche weitere Varietäten aus Italien, darunter Michele Palieri, Black Magic und Regal Seedless, ergänzten. Aus Frankreich kamen Alphonse Lavallée und aus Spanien unter anderem Crimson Seedless. Generell war das Interesse eher gemäßigt, an manchen Plätzen entwickelte es sich erst ab Donnerstag positiver. Wesentliche Bewegungen hinsichtlich der Kurse machte man indes nicht aus.

Äpfel
Deutschland herrschte mit Elstar, Royal Gala und Boskoop vor; erste Fuji trafen in Frankfurt ein. Italien beteiligte sich vorrangig mit Royal Gala und Granny Smith am Geschäft. Aus Frankreich kamen unter anderem Granny Smith und Elstar; erste Honeycrunch komplettierten in Hamburg und Frankfurt das Sortiment. Belgien, Spanien und die Niederlande ergänzten. Die Versorgung begrenzte sich zwar etwas, genügte aber trotzdem, um den Bedarf zu decken. In Köln und Hamburg mussten die Verkäufer ihre Aufrufe infolge eines zu geringen Interesses senken. Importe aus Übersee verschwanden fast völlig von der Bildfläche. Die wenigen neuseeländischen, südafrikanischen und chilenischen Partien generierten kaum noch Beachtung. Ihre Bewertungen veränderten sich nicht wesentlich.

Birnen
Italienische Zufuhren dominierten; insbesondere Santa Maria, Williams Christ und Abate Fetel. Aus Deutschland stammten speziell Williams Christ und Conference. In Frankfurt und Köln traten inzwischen auch Alexander Lucas auf. Türkische Santa Maria, französische Williams Christ, niederländische Gute Luise und belgische Conference rundeten das vielfältige Angebot ab. Die Bereitstellung verdichtete sich und die Nachfrage wurde problemlos befriedigt. Diese zeigte sich zunächst von ihrer ruhigen Seite, bevor sich zum Wochenende hin der Kundenzugriff intensivierte. Gravierende Auswirkungen auf die Notierungen hatte dies jedoch nicht: Meist verharrten die Preise auf bisherigem Niveau.

Erdbeeren
Die Verfügbarkeit schrumpfte recht drastisch. Deutschland prägte vor Belgien die Szenerie, welche von den Niederlanden, Polen und Italien komplettiert wurde. Aufgrund angehobener Einstandspreise oder sukzessiv stark ansteigender Bewertungen verminderte sich die Nachfrage augenscheinlich. In Köln sollte man am Freitag bis zu 9,- € je kg hinlegen, was die Kunden mit einer spürbaren Kaufzurückhaltung quittierten. In Frankfurt zogen die Notierungen sukzessive auf ein so hohes Level an, dass die Geschäfte anschließend stagnierten. Doch auch als die Händler ihre Aufrufe ab Donnerstag wieder senkten, fiel der Zuspruch nur noch sehr gedämpft aus. In München stützte das Oktoberfest die Vermarktung: Große Produkte, zum Schokolieren hervorragend geeignet, ließen sich flott umschlagen.

Pflaumen
Das Inland dominierte mit Presenta, Elena und Hauszwetschge und ergänzte mit weiteren zahlreichen Sorten das Geschehen. Stanley stammten wie gewohnt aus mehreren Ländern Osteuropas sowie aus der Türkei. Italien, Frankreich und Spanien führten geringe Mengen zu. Die Versorgung schränkte sich ein. Dies hatte zur Folge, dass die Kurse merklich anzogen oder zumindest das Niveau der Vorwoche bestätigen konnten. Trotzdem verlief die Unterbringung problemlos, sofern die Güte der Früchte überzeugte. Ab und an auftretende qualitätsschwache Offerten mussten selbstredend mit Vergünstigungen abgegeben werden.

Kiwis
Italien und Chile komplettierten mancherorts das von Neuseeland beherrschte Angebot. Die Präsenz der europäischen Chargen wuchs dabei sukzessive an. Die Verfügbarkeit harmonierte mit dem Interesse. Die Bewertungen blieben konstant. 

Zitronen
Spanische und argentinische Zufuhren überwogen; südafrikanische rundeten das Sortiment ab. In Frankfurt trafen am Freitag griechische Produkte in 10-kg-Steigen ein. Generell orientierte sich die Versorgung am steten Bedarf, sodass sich die Notierungen nicht wesentlich veränderten.

Bananen
In der Regel stimmten die Händler die Bereitstellung hinreichend auf das Interesse ab. Dieses verstärkte sich ab und an zum Wochenende hin. Die Kurse verharrten oftmals auf bisherigem Niveau. Während Drittmarken in Berlin an Bedeutung verloren, da dort mehr Zweitmarken zur Verfügung standen, gerieten sie in Frankfurt infolge von Vergünstigungen zunehmend in den Fokus der Kunden. In München senkte man die Forderungen für die gesamte Warenpalette ein wenig ab.

Blumenkohl
Deutschland prägte das Geschehen; Belgien ergänzte es punktuell. Die Qualitäten sowie die Kopfgewichte ließen kaum Wünsche offen. Das herbstliche Wetter stützte die Nachfrage, was sich auch auf die Notierungen niederschlug, die mancherorts anstiegen. Ab Donnerstag intensivierten sich in Frankfurt die Geschäfte, in Köln verminderten die Verkäufer indes wieder ihre Aufrufe, um die Vermarktung zu beschleunigen.

Salat
Der einheimische Eissalat wurde von niederländischem und spanischem flankiert. Es herrschte kein Mengendruck vor; das Angebot war hinreichend auf den kontinuierlichen Bedarf abgestimmt. Die Kurse verharrten meist auf bisherigem Niveau. In Frankfurt kostete norddeutsche Ware mit 5,- € je 10-kg-Karton weniger als die regionale, für die man 6,- bis 7,- € zahlen musste. Die Präsenz von Kopfsalat schränkte sich ein, er kam überwiegend aus Deutschland und nachgeordnet aus Belgien und den Niederlanden. Die Bewertungen entwickelten sich höchst unterschiedlich: In München blieben sie stabil, in Köln zogen sie am Montag an und in Frankfurt schwächten sie sich ab. In Hamburg verlief der Handel unbefriedigend, was sich aber nicht auf die Preise auswirkte. Bunte Salate aus dem Inland brachte man stetig unter. Die Forderungen der Vorwoche wurden für gewöhnlich bestätigt, nur ab und an etwas reduziert. In München mussten die Kunden hingegen tiefer in die Tasche greifen, da sich die Güte der Offerten verbessert hatte. Endivien generierten im Süden Deutschlands vermehrtes Interesse, in Frankfurt indes geringes. Dort stieß eher Feldsalat in 2-kg-Steigen auf Zuspruch.

Tomaten
Jahreszeitgemäß hatten sich die Kulturbedingungen verschärft: niedrigere Temperaturen, schlechtere Lichtverhältnisse. Die verzögerte Entwicklung der Pflanzen wirkte sich dezimierend auf den Umfang des Angebotes aus. Trotzdem waren die Märkte hinlänglich versorgt. Ungeachtet dessen kletterten die Kurse für sämtliche Warengruppen nach oben. Das lag meistens an den anziehenden Einständen. Bei den Fleischtomaten aus Belgien verzeichnete man die höchsten Aufschläge, die punktuell ab Donnerstag wieder zurückgenommen wurden. Bei Rispentomaten und Runden Tomaten herrschten belgische und niederländische Chargen vor; deutsche verloren an Präsenz. Wegen der überschaubaren Bereitstellung befestigten sich deren Bewertungen ebenso wie die der übersichtlichen Kirschtomaten. 

Gemüsepaprika
Die Geschäfte wurden vorrangig mit den niederländischen Importen getätigt. Polen, Spanien und Belgien ergänzten. Spitzpaprika kam hauptsächlich aus der Türkei und Ungarn. Die Abgabe verlief relativ unaufgeregt. Dennoch verbuchten einerseits viele Partien einmalige oder sukzessive Verteuerungen, die überwiegend auf einer eingeschränkten, wenig drängenden Verfügbarkeit basierten. Andererseits verharrten dank der leicht zu kalkulierenden Absatzmöglichkeiten die Preise auf einem recht stabilen Niveau. Deren Spannen weiteten sich verschiedentlich aufgrund von divergierenden Qualitäten aus. Markenabladungen aus den Niederlanden erzielten maximal über 11,- € je 5-kg-Karton. Polnische Offerten waren, gefolgt von spanischen Produkten, für gewöhnlich am günstigsten verkauft worden. Nur örtlich verbilligte sich jede Farbvarietät gleich welcher Herkunft.

Zwiebeln
Den Sektor Gemüsezwiebeln belieferte ausschließlich Spanien. Hinlängliche Unterbringungsmöglichkeiten sicherten in den meisten Fällen überaus konstante Bewertungen. Hier und da vermochten die Händler sie etwas anzuheben, sodass der 25-kg-Sack bis zu 13,- € kostete. Haushaltsware stammte in der Regel aus Deutschland. Manchmal komplettierten je nach Markt österreichische oder niederländische Erzeugnisse. Die Intensität des Angebots harmonierte gemeinhin mit der der Nachfrage. Die Vertreiber brauchten ihre Forderungen nicht zu modifizieren. Punktuell konnten sie diese aber marginal erhöhen.


Weitere Informationen
Frankfurt
Kleinfruchtige Zitrusfrüchte, Iwasaki aus Spanien und Miyagawa aus Italien, stießen auf ein freundliches Interesse. Süßkirschen aus den USA wurden zu 6,50 bis 7,- € je kg flott untergebracht. Die Zuflüsse von Kakis aus Italien sowie aus Spanien unter der Synonymbezeichnung Persimon und Sharon verdichteten sich. Zu 7,- bis 7,50 € je kg fanden französische Maronen schnell Abnehmer. Die Herbstkampagne startete durch, es gab neben Steckrüben und Kürbissen auch belgischen und niederländischen Rosenkohl sowie Schwarzwurzeln. Frischer Meerrettich kam aus Österreich und Ungarn. Die Bewertungen für Zucchini explodierten nahezu, deutsche kosteten ab Montag mit steigender Tendenz zwischen 7,- und 11,- € und belgische 4-kg-Gebinde wurden zu maximal 15,- € umgeschlagen. Freitags trafen erste spanische Offerten zu 13,50 € je 5-kg-Kiste ein. Sehr reichliche Abladungen von Steinpilzen führten zu merklichen Vergünstigungen. Letzte Pfifferlinge aus der Gegend um die russische Stadt Kaluga wurden angeboten.
Hamburg
Für bitter schmeckende, aber saftige spanische Satsumas in Kaliber 1X musste man 15,- € je 10-kgKarton zahlen. Die Kurse von Bohnen aus Spanien lagen bei 2,50 € je kg. Infolge erstarkter regionaler Konkurrenz geriet niederländischer Rosenkohl unter preislichen Druck; die einheimischen Produkte in Größe B wurde zu 5,75 € je 5-kg-Sack verkauft.
Köln
Recht freundlich verlief der Handel mit den in kleinen Mengen verfügbaren frischen Feigen. Genauso war es bei den vereinzelt im Sortiment befindlichen Kakis. Standweise angebotene Granatäpfel generierten kaum Beachtung. Rosenkohl entwickelte sich zu einem echten Ladenhüter. Bei guter Nachfrage erzielte man mit Pfifferlingen konstante Notierungen.
München
Die Preise von Buschbohnen und Stangenbohnen konnten sich auf ihrem bisherigen Niveau halten. Ungeputzter niederländischer Rosenkohl wurde bei fortschreitender Saison reichlicher. Sehr begrenzt vorrätige inländische Zucchini waren teuer. Auch für ergänzende spanische Produkte und sporadische polnische Ware mussten die Kunden tiefer in die Tasche greifen. Die Kurse für Auberginen zogen an. 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 38 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 28.09.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin