Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Birnen: Italien prägte das Geschehen

01. September 2017

Italien prägte das Geschehen und lieferte vornehmlich Santa Maria, Abate Fetel und Williams Christ an. Aus Deutschland und Frankreich kamen ebenso Williams Christ; aus dem Inland zudem Clapps Liebling, die in Frankfurt in 10-kg-Karton bereitgestellt wurden.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
Bildquelle: Shutterstock.com

Dr. Jules Guyot aus Frankreich, Limonera aus Spanien, Conference aus den Niederlanden und Belgien sowie Santa Maria aus der Türkei komplettierten das überwiegend ruhige Geschäft. Die organoleptischen Eigenschaften, speziell die der italienischen Partien, hatten sich generell verbessert Die Nachfrage wurde in der Regel problemlos befriedigt. Die Händler sahen nur selten Anlass, von ihren bisherigen Forderungen abzurücken. Nur ab und an mussten konditionsschwächere Offerten mit Vergünstigungen abgegeben werden.

Tafeltrauben
Italien dominierte mit vielen Varietäten, vorrangig Sugraone, Michele Palieri, Thompson Seedless und Crimson Seedless. In Frankfurt tauchten mit Fiammetta sehr dünnhäutige süße Früchte mit einem Brixgrad von 16 auf. Aus der Türkei stammten Thompson Seedless, deren Präsenz sich augenscheinlich verdichtet hatte. Auch die Wichtigkeit französischer Alphonse Lavallée und griechischer Thompson Seedless verstärkte sich. In Frankfurt und Hamburg fanden das Sortiment abrundende Muscat de Hambourg hinreichendes Interesse. Die Verfügbarkeit wuchs erkennbar an und überragte oftmals die Unterbringungsmöglichkeiten. Demzufolge tendierten die Notierungen abwärts, insbesondere die der kernhaltigen Offerten. Von Verteuerungen konnten die Verkäufer angesichts der recht ruhigen Vermarktungssituation nur träumen.

Erdbeeren
Es konnte fast ausschließlich nur auf einheimische Anlieferungen zugegriffen werden. Örtlich ergänzten die Niederlande, Polen, Belgien und Italien die Szenerie. Die Geschäfte liefen recht schleppend und Bestände ließen sich nicht immer vermeiden. Die Preisspanne öffnete sich qualitätsinduziert. Während die polnischen Chargen in Frankfurt zu ca. 2,50 € je 500 g gerne gekauft wurden, entwickelten sie sich in München eher zu einem Ladenhüter. Im Süden Deutschlands glänzten die italienischen und belgischen Produkte mit einer makellosen Güte.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien und Italien dominierten; Frankreich und die Türkei komplettierten das Geschehen. Die Versorgung orientierte sich meist an den Unterbringungsmöglichkeiten. Die Kurse blieben demzufolge häufig stabil. In Hamburg musste konditionsschwache Ware mit Vergünstigungen abgegeben werden. Hier waren französische Chargen der Renner, da sie über eine exklusive Qualität verfügten. In Frankfurt verbilligten sich manche italienischen Offerten. In München generierten wohlschmeckende Hale und Güllhaven aus der Türkei genügend Zuspruch, sodass die Händler ihre Aufrufe nicht modifizieren mussten.

Pflaumen
Deutschland prägte mit zahlreichen Varietäten den Verkauf: An der Spitze standen Cacaks Fruchtbare, Top, Auerbacher und Hanita. Die Präsenz von Hauszwetschge und Valjevka wuchs augenscheinlich an und auch Ortenauer gewannen an Bedeutung. Daneben konnte vorrangig auf Stanley zugegriffen werden, die aus verschiedenen Ländern Osteuropas sowie Spanien angeliefert wurden. Frankreich hatte ergänzenden Charakter. Trotz der massiv angewachsenen Bereitstellung veränderten sich die Notierungen nicht grundsätzlich negativ. Vielmehr blieb oftmals das bisherige Niveau weitgehend unangetastet. In Hamburg führten die niedrigen Tagestemperaturen zu Ernteausfällen, was sich jedoch auch noch nicht auf die Bewertungen auswirkte.

Zitronen
Südafrikanische Chargen überwogen vor spanischen und argentinischen. Chile und Uruguay rundeten das Angebot mit sehr geringen Mengen ab. Die Zufuhren verdichteten sich insgesamt und überragten mancherorts die begrenzten Unterbringungsmöglichkeiten. Demzufolge bröckelten die Kurse punktuell ab, was örtlich aber nur die südafrikanischen Früchte betraf. 

Bananen
Im Großen und Ganzen tat sich nicht viel: Die Bereitstellung wurde hinreichend auf die Nachfrage abgestimmt. Das Interesse hatte sich im Süden Deutschland ferieninduziert begrenzt. Die Notierungen verharrten in der Regel auf dem Level der Vorwoche, nur ab und an schwächten sie sich für die Erstmarke unwesentlich ab.

Blumenkohl
Die Niederlande und Belgien ergänzten das von Deutschland prägende Sortiment. Das Interesse konnte mit den sich verdichtenden Zufuhren nicht Schritt halten, sodass die Händler häufig gezwungen waren, ihre bisherigen Aufrufe nach unten hin zu korrigieren. Dies beflügelte den Absatz aber nicht durchgängig, sodass sich Bestände nicht immer vermeiden ließen. 

Gurken
Die Warenpalette setzte sich aus deutschen, niederländischen und belgischen Chargen zusammen. Die Versorgung dehnte sich summa summarum aus, war aber für gewöhnlich eher knapp. Die Kurse kletterten oftmals aufwärts. Auch die Minigurken verteuerten sich punktuell. In diesem Segment dominierten einheimische vor niederländischen Partien. Frankreich komplettierte.

Tomaten
Das Sortiment wurde weitgehend mit einheimischen, niederländischen und belgischen Offerten gespeist. Spanien, Polen und Frankreich hatten ergänzenden Charakter. Generell genügte die Verfügbarkeit, um den Bedarf zu decken. Punktuell fiel die Versorgung zu üppig aus. Stiegen anfangs die Notierungen noch an, bröckelten sie spätestens ab Donnerstag auf allen Plätzen ab. Früchte mit schwächelnder Güte oder solche in der Kategorie Klasse II mussten zum Teil mit erheblichen Vergünstigungen abgegeben werden. Kirschtomaten entkamen örtlich den Verbilligungen aufgrund verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten vor Polen, Belgien und Ungarn. Einheimische sowie spanische Chargen komplettierten das Angebot mit geringen Mengen. Einstandsbedingt verteuerten sich speziell die niederländischen Produkte. Dies wirkte sich auf die Nachfrage aus, die sich verminderte. Demzufolge waren die Händler im Wochenverlauf gezwungen, ihre Aufrufe wieder zu reduzieren. In München betraf dies allerdings nur die inländischen Chargen. Hier wurden spanische Partien sowohl in 5-kg-Kartons als auch in Netzen umgeschlagen.

Zwiebeln
Bei Gemüsezwiebeln konnte ausschließlich auf spanische Anlieferungen zurückgegriffen werden. Bei der Haushaltsware prägte Deutschland vor Italien die Szenerie. Österreich und die Niederlande ergänzten und Australien hatte sich fast aus dem Geschäft verabschiedet. Die Bewertungen blieben in der Regel konstant. Punktuell zogen sie an, etwa in München für die spanischen Abladungen. In Frankfurt sanken die Preise für inländische Haushaltsware auf 9,- bis 10,- € je 25-kg-Sack. 
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Deutsche Brombeeren verbilligten sich mengeninduziert. Da rote Johannisbeeren mittlerweile ausschließlich aus dem Vorratslager stammten, ließen sich Verteuerungen durchsetzen. Italienische Kaktusfeigen trafen auf ein freundliches Interesse. Nach längerer Zeit zogen die Notierungen von Lauch wieder an. Die Türkei stellte Weißkohl in 13- bis 14-kg-Säcken bereit. Der Herbst steht vor der Türe aus Portugal und Frankreich kamen Muskatkürbisse und Butternutkürbisse. Deutsche Artischocken räumten am Freitag zu 6,- bis 7,- € je 8 Stück flott. Die Präsenz von einheimischen Pastinaken verdichtete sich sukzessive. Die Qualität von Dill ließ Wünsche offen. Einwandfreie Ware kostete bis zu 30,- € je 3-kg-Kiste. Auberginen und Zucchini blieben hochpreisig.
Hamburg
Die massiven Zufuhren von Blondorangen aus der südlichen Hemisphäre ließen sich nur mit Vergünstigungen unterbringen. Für erste Auberginen aus Polen musste man 8,50 € je 5-kg-Karton zahlen. Dill generierte erst zu 20,- € je 3-kg-Steige ein freundliches Interesse.
München
Die Verfügbarkeit von Kulturheidelbeeren sowie Brombeeren und Himbeeren nahm weiter ab. Die hauptsächlich aus dem süddeutschen und polnischen Anbau stammende Ware notierte in frischen und großfallenden Partien fortlaufend hoch und sorgte so für eine nachlassende Kaufbereitschaft und Bildung von Beständen. Bei Kulturheidelbeeren machte sich der Mengeneinfluss norddeutscher Ware inzwischen deutlicher bemerkbar. Ananas verteuerten sich angebotsbedingt. Neuseeländische Kiwis waren neben gelegter mittlerweile auch in loser Aufmachung zu 10 kg verfügbar. Reichliche inländische Buschbohnen verbilligten sich etwas, Stangenbohnen blieben konstant bewertet. Knapper süddeutscher Dill kostete weiterhin viel. Rotkohl und Weißkohl wurden über Bedarf offeriert; die Notierungen gaben nach. Das geringere Angebot an Kohlrabi wirkte sich preissteigernd aus. Im Gegensatz zu spärlichen Steinpilzen blieben Pfifferlinge günstig.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 34 / 17
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 01.09.2017

Schlagwörter

Birnen, BLE, Marktberichtstelle