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CVUA Stuttgart: Rückstände und Kontaminanten in Pilzen und Kartoffeln 2016

25. August 2017

Im Jahr 2016 wurden, zusätzlich zu 1736 Proben Frischgemüse und Frischobst aus konventionellem Anbau, 413 Proben verarbeitete Lebensmittel, Pilz-, Getreide- und Kartoffelproben aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 700 Wirkstoffen und Kontaminanten untersucht.

Bildquelle: Shutterstock.com champignons
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402 dieser Proben (97 %) wiesen Rückstände von insgesamt 172 verschiedenen Wirkstoffen auf. Bei 99 der 413 Proben (24 %) wurden Höchstmengenüberschreitungen festgestellt, damit liegt die Beanstandungsquote etwas niedriger als im Vorjahr (27 %). Ein Großteil der Überschreitungen betraf den Wirkstoff Chlorat, ohne Berücksichtigung der Proben mit erhöhten Chloratgehalten lag die Quote der Beanstandungen mit 39 Proben bei 9,4 %.

Vorbemerkung

Funde von Pestizidrückständen in pflanzlichen Lebensmitteln bedeuten nicht zwangsläufig, dass sie aus einer Anwendung von Pflanzenschutzmitteln oder Bioziden stammen.

Hintergrund der Untersuchungen

Der Schwerpunkt der Untersuchungen auf Pflanzenschutzmittelrückstände liegt in der Regel auf frischem Obst und Gemüse. Verarbeitete Erzeugnisse wie Tiefkühlprodukte, Trockengemüse und Trockenobst, Konserven und Säfte werden ebenfalls in großem Maße konsumiert. Aus diesem Grund wurden auch weiterverarbeitete Erzeugnisse untersucht. Häufig führt eine Weiterverarbeitung zu einer Reduzierung enthaltener Rückstände. Doch bei der Beurteilung, ob ein Produkt die EU-weit festgesetzten Rückstandshöchstmengen einhält, muss diese Veränderung des Gehaltes durch die Verarbeitung berücksichtigt werden.

Ergebnisse in der Übersicht

402 der untersuchten konventionellen Proben (97 %) wiesen Rückstände von insgesamt 172 verschiedenen Wirkstoffen auf. Bei 99 der 413 Proben (24 %) wurden Höchstmengenüberschreitungen festgestellt, damit liegt die Beanstandungsquote etwas niedriger als im Vorjahr (27 %). Ursächlich hierfür die hohe Beanstandungsquote in den letzten beiden Jahren ist die Ausweitung des Untersuchungsspektrums auf polare Pestizide und der hohe Anteil an Überschreitungen der Höchstmenge für den Wirkstoff Chlorat. Ohne Berücksichtigung der Proben mit erhöhten Chloratgehalten lag die Quote der Beanstandungen mit 39 Proben bei 9,4 %.

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Quelle: CVUA Stuttgart

Veröffentlichungsdatum: 25.08.2017

Schlagwörter

CVUA Stuttgart, Rückstände, Kontaminanten, Pilzen, Kartoffeln