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Copa und Cogeca fordern von EU Stopp unfairer Handelspraktiken in Lebensmittelversorgungskette

23. August 2017

In ihrer förmlichen Reaktion auf die von der EU-Kommission vorgelegte Folgenabschätzung in der Anfangsphase forderten Copa und Cogeca am Dienstag in Brüssel die Einführung einer EU-Gesetzgebung zur Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette.

Bildquelle: Shutterstock.com Einzelhandel
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Copa und Cogeca haben die Antwort auf die Folgenabschätzung heute in Brüssel eingereicht, nachdem letztere im Juli veröffentlicht worden war.
 
Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen sagte: „Das enorme Ungleichgewicht in der Lebensmittelversorgungskette ließ und keine andere Wahl als sich für Option 3 zu entscheiden und die Einführung einer Gesetzgebung zu fordern, um die Position der Landwirte zu verbessern und unlauteren Handelspraktiken Einhalt zu gebieten. Es ist nicht hinnehmbar, dass Landwirte beispielsweise nur 20 % des Einzelhandelspreises eines Steaks erhalten, obwohl sie diejenigen sind, die den Großteil der für die Erzeugung notwendigen Arbeit leisten. Die freiwillige Supply Chain Initiative (SCI), welche von Einzelhändlern und Verarbeitern entwickelt worden war und welcher Copa und Cogeca nicht beigetreten sind, funktioniert eindeutig nicht.
 
Es bedarf darüber hinaus einer Verbesserung der Markttransparenz. Option 2 ist in diesem Zusammenhang vorzuziehen, da eine bessere Informationslage es allen Akteuren der Lebensmittelversorgungskette ermöglichen wird, informiertere Entscheidungen zu treffen. Überdies brauchen wir Ausnahmeregelungen vom Wettbewerbsrecht, damit landwirtschaftliche Genossenschaften und andere Arten von Erzeugerorganisationen in Größe und Umfang wachsen können.
 
Copa und Cogeca begrüßen zudem die Veröffentlichung der EU-Kommission über eine EU-weite öffentliche Konsultation zu der Frage, wie die EU-Lebensmittelversorgungskette fairer gestaltet werden kann. Ein Beitrag ist bereits in Vorbereitung.“ „Wir erwarten, dass dies in die für Frühjahr 2018 anstehenden Kommissionsvorschläge einfließen wird, sodass die Landwirte letztendlich einen fairen Preis für ihre Arbeit erhalten“, so Pesonen abschließend.  Für Einzelheiten der Folgenabschätzung vgl.: https://ec.europa.eu/info/news/inception-impact-assessment-food-supply-chain-published_en

Quelle: Copa-Cogeca

Veröffentlichungsdatum: 23.08.2017

Schlagwörter

COPA, Cogeca, EU, Stopp, unfairer Handelspraktiken, Lebensmittelversorgungskette