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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 32. KW 2017

16. August 2017

Die Witterung bestimmt nach wie vor das Erntegeschehen. Bei sehr unterschiedlicher Niederschlagsverteilung werden gebietsweise immer wieder Rodungen verzögert. Bessere Bodenverhältnisse in Mecklenburg-Vorpommern sorgen in dieser Woche dafür, dass die Bergung von Verarbeitungskartoffeln aufgenommen werden kann.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Der Infektionsdruck bleibt weiter hoch, wird aber durch verkürzte Spritzabstände in Schach gehalten. Ein positiver Effekt ist, dass den Landwirten eine intensive Beregnung erspart bleibt.

Insgesamt ist der Markt für Speisefrühkartoffeln ausgeglichen. Zwischen der gerodeten Menge und der Nachfrage herrscht überwiegendes Gleichgewicht. Noch beziehen Packer vorwiegend Ware aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Der Anteil regionaler Ware zur Bedarfsdeckung nimmt in den ostdeutschen Ländern weiter zu. Die Erzeugerpreise für vorwiegend festkochende Speiseware aus Niedersachsen liegen bei 18 EUR/dt, für festkochende und mehlig kochende Sorten bei 20 EUR/dt. An der Ostseeküste ist der Absatz im Pack- und Schälgeschäft durch den Touristenzustrom weiterhin zufriedenstellend. Die Qualität der zur Verfügung stehenden Speiseware wird als überwiegend gut bezeichnet. In besonders nässegeschädigten Regionen zeichnen sich Qualitätseinbußen ab, es wird von Fäulnis und fehlender Schalenfestigkeit berichtet. Derzeit laufen Maßnahmen zur Reifeförderung der Anschlusssorten. Aufgrund der vielerorts nicht so optimalen Witterungsverhältnisse sind keine Prognosen möglich.

Die Abgabepreise für geschälte Kartoffeln sind von Anbietern beibehalten worden. Die Ware wird teilweise aus Niedersachsen, aber auch vor Ort bezogen. Einkaufspreise für Schälware bewegen sich zwischen 15-18 EUR/dt franco. Erste Schulferien in Sachsen und Sachsen-Anhalt enden, womit Nachfrageimpulse erwartet werden.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 16.08.2017

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland