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Tafeltrauben: Italien dominierte und stellte viele verschiedene Varietäten bereit

27. Juli 2017

Hauptsächlich gab es Victoria, Black Magic und Sugraone, nachrangig Mystery, Italia und Flame Seedless. Aus Spanien kamen Sugraone und aus Frankreich Prima, die geschmacklich nicht vollends überzeugten. Griechenland schickte Prime Seedless und Superior Seedless. 

Bildquelle: Shutterstock.com Tafeltrauben
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Die Präsenz der ägyptischen Importe schränkte sich ein: Flame Seedless und Sugraone hatten punktuell Probleme, genügend Beachtung zu generieren. Rückläufer aus dem LEH verschärften die Situation und ließen die Kurse abbröckeln. Generell fiel die Nachfrage eher verhalten aus. Infolge der verdichteten Abladungen mussten die bisherigen Forderungen gesenkt werden. 

Birnen
Noch herrschten die Chargen der südlichen Hemisphäre vor: Packham`s Triumph, Forelle und Abate Fetel aus Südafrika, Chile und Argentinien überwogen dabei. Aufgrund kontinuierlicher Unterbringungsmöglichkeiten verharrten die Notierungen oftmals auf dem Niveau der Vorwoche. Die Verfügbarkeit begrenzte sich leicht. Trotzdem wurde der Bedarf ohne Schwierigkeiten gedeckt, auch dadurch, dass sich die Wichtigkeit der europäischen Produkte merklich ausgeweitet hatte. In diesem Bereich bestimmten französische Dr. Jules Guyot, italienische Santa Maria und spanische Limonera das Geschehen. Italienische Williams Christ und Carmen ergänzten das Angebot. Mit dem Eintreffen erster französischer Williams Christ wird in der 30. KW gerechnet. 

Erdbeeren
Es wurde fast ausschließlich einheimische Ware angeboten, lediglich in Berlin zusätzlich niederländische und polnische. Die Versorgung grenzte sich zwar ein, passte somit aber zum Interesse, welches sich ebenso vermindert hatte. Die Kurse blieben oftmals konstant und veränderten sich selten wesentlich. In Köln bildeten sich Überhänge, die bloß mittels Vergünstigungen abgebaut werden konnten. Hier initiierte der Starkregen in der Nacht zum Donnerstag einen regelrechten Zusammenbruch der Geschäfte. In München harmonierte die Verfügbarkeit mit den Unterbringungsmöglichkeiten, was in Berlin nicht perfekt gelang. Dort verteuerten sich einige Anlieferungen auf bis zu 3,- € je 500-g Schale.

Aprikosen
Die Türkei und Frankreich dominierten. Die Präsenz der spanischen, italienischen und ungarischen Produkte schränkte sich ein. Deutschland und Griechenland ergänzten die Warenpalette. Die Nachfrage wurde hinlänglich befriedigt. Sie zeigte sich in der Regel von ihrer ruhigen Seite. Türkische Partien litten mancherorts unter konditionellen Problemen. In Frankfurt beeinträchtigen Rückläufer aus dem LEH die Vermarktung vor Ort. Summa summarum tendierten die Notierungen eher abwärts als nach oben. Nur die inländischen Chargen räumten trotz heraufgesetzter Forderungen ohne Schwierigkeiten. 

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien und Italien herrschten vor; Frankreich ergänzte das Sortiment. Griechenland trat nur in Berlin in Erscheinung. In Frankfurt tauchten inländische Royal Glory auf, die im Kaliber AA 12,50 € je Karton mit 22 Stück kosteten. Das Interesse konnte mit der Bereitstellung nicht Schritt halten, weshalb die Händler gezwungen waren, ihre Forderungen zu senken, wenn sie Überhänge vermeiden wollten. Dies gelang sogar oftmals. In München stiegen die Preise hingegen leicht an, da der Absatz durchaus befriedigte und sich die Nachfrage witterungsbedingt freundlich zeigte. Lediglich Platerinas und Paraguayos waren hier etwas zu umfangreich vorrätig.

Pflaumen
Die Präsenz von Cacaks Schöne weitete sich aus: Sie stammten aus Bosnien und Herzegowina, Ungarn, Serbien, Mazedonien und Deutschland. Ungarn schickte außerdem Herman und Katinka. Polen und Griechenland rundeten das Geschäft mit wenigen Zufuhren ab. Frankreich nahm mit President eine eher kleine Rolle ein. Aus dem Inland kamen neben den schon etablierten Katinka, Ersinger Frühzwetschge, Sanctus Hubertus und Herman mittlerweile Hanita, Hanka, Cacaks Schöne und Czernowitzer, für die man in Frankfurt zwischen 1,70 und 2,20 € je kg zahlte. Generell genügte die Verfügbarkeit, um den Bedarf zu decken. Demzufolge verharrten die Kurse häufig auf bisherigem Niveau. Punktuell musste man aber auch Verbilligungen akzeptieren, da die Versorgung zu üppig war. Die verschärfte Wettbewerbssituation mündete insbesondere für die bosnischen Produkte in Vergünstigungen.

Zitronen
Die vorherrschenden spanischen Offerten wurden ergänzt zu gleichen Anteilen aus Südafrika und Argentinien sowie marginal aus Chile. Die Qualität der angelieferten Chargen überzeugte. Das Interesse befriedigte meistens hinlänglich. Die Preise veränderten sich nicht wesentlich. Nachlässe mussten bloß gewährt werden, wenn sich durch die Konkurrenz zwischen Europa und Übersee ein zu großer Mengendruck entwickelte und die Beachtung zu gering ausfiel. 

Bananen
Die Ferienzeit wirkte sich offensichtlich auf die Verkaufszahlen aus. Verschiedentlich hatte man die Bereitstellung genügend darauf abgestimmt. Dadurch vermochten sich in manchen Bereichen die bisherigen Notierungen einigermaßen halten. Ab und an entschleunigte sich die Räumung derart, dass Vergünstigungen kaum umgangen werden konnten. Da half dann auch eine leicht verbesserte Nachfrage zum Wochenende hin nicht mehr viel.

Blumenkohl
Deutsche Ware beherrschte mit einem Monopol den Markt, französische und belgische, meist in hervorragender Optik, rundete ihn nur punktuell und nicht fortwährend ab. Das schwülwarme Wetter drosselte die Vertriebsgeschwindigkeit erkennbar. Die Kurse sanken. Ihre Spannen weiteten sich an den unteren Grenzen aufgrund divergierender Güte ein wenig auf. Am Freitag wurden inländische 6er-Abpackungen ab 5,75 € umgeschlagen. Örtlich verknappte sich infolge der hohen Temperaturen die Verfügbarkeit. Daher konnten die Händler ihre Forderungen zuweilen marginal anheben.

Gurken
Die dominierenden einheimischen Schlangengurken in allen Sortierungen wurden zu kaum veränderten Anteilen aus Belgien und den Niederlanden komplettiert. Das Interesse befriedigte durchaus und sicherte damit unter Berücksichtigung gewisser Schwankungen in der Regel konstante Bewertungen. Bloß sporadisch mussten diese etwas deutlicher zurückgenommen werden, da sich bei einem unaufgeregten Verkauf Bestände abzuzeichnen drohten. Äußerst selten konnte man zum Wochenende hin Verteuerungen durchsetzen. Minigurken stammten aus dem Inland und den Niederlanden, türkische Abladungen tauchten einzig in München auf. Dank einer genügenden Order verharrten die Notierungen vielfach auf einem relativ stabilen Niveau. Verschiedentlich zogen sie im Laufe der Tage sogar um ein geringes Maß an.

Tomaten
Die Niederlande und Belgien beherrschten vor Deutschland den Handel mit Runden Tomaten und Rispentomaten. Die Preise hatten ihre Niedrigphase schließlich hinter sich gelassen. Früher oder später stiegen sie in den meisten Fällen generell erkennbar an. Selbst die sonst so günstigen Importe aus Polen vermochten von dem positiven Trend zu profitieren. Ab und an musste man die Forderungen lediglich bei den deutschen Partien abschwächen, was wohl auf den verdichteten Mengen basierte. Die Vermarktung von niederländischen und italienischen Kirschtomaten wurden von inländischen Produkten flankiert. Hier und da gab es belgische und spanische Früchte. Die Kurse bewegten sich differenziert in starker Abhängigkeit von der Intensität der Nachfrage und von dem Grad der Versorgung mal nach oben, mal nach unten. Fleischtomaten flossen monopolartig aus Belgien zu. Wegen einer flotteren Unterbringung wurden sie gemeinhin schrittweise höher aufgerufen.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten den nicht gerade lebhaften Verkauf. Die Bedeutung der türkischen Zufuhren schwankte augenscheinlich von Platz zu Platz. Örtlich ergänzten in marginalem Umfang belgische Abladungen in etwas vermindertem und einheimische Chargen in leicht ausgeweitetem Maß den Vertrieb. Die niederländischen Angebote verbilligten sich oftmals in ihrer gesamten Bandbreite. Verschiedentlich blieben ihre Notierungen aber auch stabil oder oszillierten in einer relativ engen Spanne. Die gelben und grünen Kultivaren verteuerten sich nur punktuell. Rote und gelbe Spitzpaprika aus Ungarn schafften es leider noch nicht, genügend Interesse zu generieren. Daher sackten ihre Bewertungen vorwiegend ab. Einzig in Berlin verschärften erste kleine polnische Anlieferungen die Konkurrenzsituation. Grüne Offerten kosteten bis zu 7,- € je 5-kg-Kollo. In Frankfurt traf ein kompletter LKW aus Spanien mit 5-kg-Abpackungen an losen Californian Wonder ein. Um schnellstmöglich die Bestände zu reduzieren, entschloss man sich, die Kartons schon ab 3,- € abzusetzen.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln stammten fast alleinig aus Spanien. Chile spielte zum Saisonende bloß eine rudimentäre Rolle. Bei nahezu unveränderten Mengen und einer hinlänglichen Nachfrage wurden die Preise nicht wesentlich modifiziert. Die kupferfarbenen Medio Grano erzielten dabei herausragend bis zu 10,- € je 25-kg-Sack. Bei Haushaltsware intensivierte sich die Versorgung. Die Importe aus Übersee gingen zwar offensichtlich zurück, doch die Zuflüsse aus dem europäischen Anbau dehnten sich erheblich aus. Hier und da brach das Kursniveau ein. Inländische Partien konnten sich dem vielfach entziehen, da sie nicht so üppig vorrätig waren, mancherorts bis dato sogar völlig fehlten.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Inländische Himbeeren fanden anfangs der Woche wenig Anklang, bis zum Freitag verbesserte sich aber bei Forderungen von 1,60 bis 2,- € 250-g-Schale der Zugriff. Polnische Chargen kosteten je nach Qualität bis zu 2,50 € je 250 g. Heidelbeeren aus Norddeutschland standen mittlerweile in 500-g- und 1-kg-Körbchen bereit. Es waren kaum schwarze Johannisbeeren verfügbar, daher kletterten die Notierungen auf bis zu 3,50 € je 500-g-Schale. Nach kurzer Pause gab es wieder niederländischen Rhabarber. Einheimische und belgische Zucchini blieben günstig, spanische Offerten ergänzten das Geschäft. Bei Stangenbohnen verteuerte sich die Sorte Neckarsegen, für Hilda zahlte man 9,- bis 10,- € je 5 kg. Pfifferlinge wurden je nach Aufmachung zu 7,50 bis 14,- € je kg angeboten. Die Bewertungen für zunächst begrenzte Steinpilze lagen am Montag bei 28,- € je kg und sanken zum Schluss auf 22,- bis 25,- € je kg ab.
Hamburg
Am Donnerstag trafen erste türkische Schneidebohnen ein, die mit 16,- € je 6-kg-Kiste starteten. Französische Artischocken verbilligten sich im Wochenverlauf.
Köln
Melonen waren genügend am Platz, aber bei ruhiger Vermarktung wuchsen die Bestände doch relativ schnell stetig an. Sehr verhalten gestaltete sich der Handel von Bohnen, gleich welcher Herkunft und Sorte. Auch Pfifferlinge aus Osteuropa wurden bloß schleppend verkauft, selbst am Freitag.
München
Temperaturbedingt verbesserten sich die Unterbringungsmöglichkeiten von Mangos, Limetten und Papayas, weshalb die Notierungen anzogen. Bei Kulturheidelbeeren stammte schon knapp die Hälfte des inländischen Angebotes aus Norddeutschland. Spanische Melonen trafen in forciertem Umfang ein, was trotz freundlicher Aufnahme zu schwächeren Kursen führte. Das sommerliche Wetter wirkte sich negativ auf den Absatz von spanischen und südafrikanischen Orangen aus. Chile lieferte nur lose gepackte Kiwis und ergänzte das bis dahin von neuseeländischen Importen beherrschte Sortiment an Hayward. Französische Mirabellen zeigten sich zu Saisonbeginn noch recht grün und geschmacklich ausbaufähig. Spinat und Chicorée verteuerten sich. Buschbohnen und Stangenbohnen wurden billiger. Die Bewertungen von Pfifferlingen aus Russland und Rumänien senkte man leicht. Rumänische Steinpilze konnten überwiegend zu stabilen Forderungen abgewickelt werden.
Berlin
Erste weiße Johannisbeeren aus dem Inland kosteten 1,90 € je 500-g-Schale. Mit dem Start der polnischen Kampagne von Heidelbeeren zu 1,40 € je 250 g musste man regionale Offerten vergünstigt abgeben. Bei einheimischen Buschbohnen und Stangenbohnen öffnete sich in Abhängigkeit der Aufbereitungsart die Preisschere.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 29 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 27.07.2017

Schlagwörter

Tafeltrauben. BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin