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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 27. KW 2017

12. Juli 2017

In dieser Woche werden die letzten Speisekartoffeln aus der Ernte 2016 im Erfassungsgebiet abgepackt. Diese Kühlhausware wird im 5 kg Gebinde in Discountern angeboten. Restbestände aus der alten Ernte bleiben noch für die Schälung verfügbar. In der Direktvermarktung ab Hof werden inzwischen auch überwiegend Frühkartoffelimporte oder erste deutsche Frühe, teils aus eigenem Anbau unter Vlies oder Folie angeboten.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Die Versorgung des ostdeutschen Speisekartoffelmarktes mit Frühkartoffeln aus dem Ausland neigt sich dem Ende zu. In dieser Kalenderwoche werden teils die letzten diesjährigen Frühkartoffeln aus Spanien, Portugal und Israel vermarktet. Die Vermarktung von Restbeständen wird zum Teil mittels Werbeaktionen beschleunigt. Das Preisniveau für die Importware ist zuletzt stark unter Druck geraten, was sich letztendlich auch auf die Preise für deutsche Frühkartoffeln ausgewirkt hat. Diese kommen größtenteils aus der Pfalz, dem Breisgau und zunehmend aus Niedersachsen. Aber auch eigene vor Ort angebaute Kartoffeln unter Vlies oder Folie werden abgepackt. Der Absatz ist vielerorts zufriedenstellend, teils bereits über Wochen überraschend stabil.

In dieser Woche haben weitere Schälbetriebe auf neuerntige Kartoffeln umgestellt. Dabei muss genau sondiert werden, da längst nicht alle Angebote bereits den für die Schälung notwendigen Stärkegehalt aufweisen. Viele Schäler haben jedoch noch alterntige Knollen zur Verfügung, welche trotz zunehmenden Schälverlusten noch sehr gutes Kochverhalten und Geschmack aufweisen. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln bleiben auf Vorwochenniveau. Für die Schälung von Frühkartoffeln werden am Markt keine Aufgelder erzielt. Die Feldbestände haben sich vielerorts dank reichlicher Niederschläge gut entwickelt.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 12.07.2017

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland