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Bio: Revision nicht vorbei - Informelle Einigung ist noch kein Abschluss

30. Juni 2017

Im informellen Trilog zur Revision der EU-Öko-Verordnung haben sich die Verhandler auf eine Abstimmungsvorlage für ein neues Bio-Recht geeinigt, die aktuell nur den Trilogpartnern bekannt ist. Im Namen der BÖLW-Mitgliederversammlung, die am Donnerstag in Berlin tagte, kommentiert der Vorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein:

EU Bio Logo Foto © Biofach - NürnbergMesse
EU Bio Logo. Foto © Biofach - NürnbergMesse
 
„Die Revision der EU-Öko-Verordnung ist nicht vorbei, denn eine Einigung im informellen Trilog bedeutet noch kein neues Bio-Recht. 28 EU-Mitgliedsstaaten und das gesamte EU-Parlament werden nun den Vorschlag der Verhandler beraten und darüber abstimmen.
 
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und die EU-Parlamentarier müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und die Abstimmungsvorlage ablehnen, wenn sie zu keinem besseren Bio-Recht führt. Das bleibt der Maßstab, den Bio-Unternehmer und Bürger anlegen. Die bisherige Kommunikation der Verhandler lässt bezweifeln, dass gegenüber den unzureichenden Entwürfen der letzten Woche bei den gestrigen Verhandlungen tatsächlich ein Fortschritt erreicht wurde.
 
Wenn EU-Staaten und -Parlament der Abstimmungsvorlage nicht zustimmen, gibt es nach wie vor eine gute Alternative: das bestehende Öko-Recht im bewährten Verfahren fortzuentwickeln.“

Quelle: BÖLW

Veröffentlichungsdatum: 30.06.2017

Schlagwörter

Bio, Revision, Agrarpolitik