Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Apfelimporte aus Übersee prägten die Szenerie

29. Juni 2017

Vorrangig tauchten neuseeländische Braeburn, Royal Gala und Cox Orange sowie chilenische Royal Gala, Braeburn und Pink Lady auf. Südafrikanische Granny Smith und Pink Lady sowie argentinische Royal Gala rundeten das Sortiment ab.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Bei einer steten Nachfrage und einer damit harmonierenden Warenpalette gerieten die Kurse nur selten in Bewegung. Überhänge konnten in der Regel vermieden werden. Der Bestand europäischer Mengen schrumpfte augenscheinlich zusammen und litt zunehmend unter konditionellen Problemen. Dennoch gelang es durchgängig, den Bedarf zu befriedigen. Auch in diesem Segment verharrten die Notierungen bei kontinuierlichen Unterbringungsmöglichkeiten oftmals auf dem Niveau der Vorwoche.

Birnen
Wie zu diesem Saisonzeitpunkt gewohnt dominierten Südafrika, Chile und Argentinien das Geschehen: Hauptsächlich wurden Packham`s Triumph, Forelle und Abate Fetel zugeführt. In Frankfurt traten Golden Russet aus Südafrika auf, die aber kaum interessierten. Europäische Sommerbirnen verstärkten ihre Präsenz; in Hamburg gab es spanische Leonarda de Magallon und italienische Bella Di Giugno, die 2,50 € je kg kosteten. Summa summarum herrschte ein ruhiger Zuspruch vor, der ohne Schwierigkeiten gedeckt werden konnte, obwohl sich das Angebot leicht begrenzt hatte. Demzufolge waren die Verkäufer nicht gezwungen, ihre bisherigen Aufrufe zu modifizieren. Lediglich qualitätsschwache Offerten, die man bloß örtlich fand, wurden vergünstigt abgewickelt.

Tafeltrauben
Italienische Black Magic und Victoria prägten den Handel. Erste ägyptische Sugraone gesellten sich zu den etablierten Flame Seedless und Prime Seedless gleicher Herkunft. Brasilien, Indien und Chile hatten mehr oder minder ergänzenden Charakter. Die spanische Kampagne startete mit Sugraone, Superior Seedless und Rally Seedless. Insgesamt genügte die Versorgung, um die kontinuierliche Nachfrage zu befriedigen. Da die italienischen Produkte zu üppig abgeladen wurden, verbilligten sie sich oftmals. Die Importe der südlichen Hemisphäre bestätigten in der Regel die Bewertungen der 24. KW.

Erdbeeren
Deutsche Chargen dominierten augenscheinlich die Vermarktung und hatten fast ein Monopol inne. Lediglich in Frankfurt und Hamburg traten zudem niederländische Früchte auf, die mit bis zu 2,- € je 500 g teuer waren und dennoch flott untergebracht werden konnten. Generell herrschte ein freundliches Interesse vor. Die Bereitstellung fiel hingegen eher begrenzt aus, weshalb die Vertreiber ihre Aufrufe schon am Montag heraufsetzten. Anschließend kletterten die Preise weiter sukzessive aufwärts, in Frankfurt sogar recht kräftig. Nur in Hamburg war die Verfügbarkeit zunächst zu umfangreich. Trotzdem verharrten die Kurse dort auf bisherigem Niveau. Zum Wochenende hin führten Unwetter zu eingeschränkten Anlieferungen, sodass am Freitag auch die Notierungen anzogen.

Aprikosen
Spanien und die Türkei prägten das Geschehen, wobei insbesondere die Präsenz der türkischen Erzeugnisse erheblich zunahm. Frankreich und Italien komplettierten das Angebot, welches Griechenland und Ungarn abrundeten. Die süßen Zuckeraprikosen aus der Türkei wurden gerne gekauft, weshalb der Zugriff auf die südeuropäischen Offerten mancherorts verflachte und sich in diesem Sektor Überhänge bildeten. Um die Umschlagsgeschwindigkeit wieder etwas zu erhöhen, mussten die Händler ihre Forderungen senken. Punktuell war dies ab Montag zu beobachten, ab und an aber erst ab Mittwoch. Selbst hinsichtlich ihrer Qualität exklusive französische Produkte blieben von diesem Trend nicht verschont.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien dominierte, Italien ergänzte das Sortiment. Frankreich schickte nur geringe Mengen. Das Geschäft zeigte sich uneinheitlich: Während in Frankfurt die Vermarktung positiv verlief und Bestände durchgängig verhindert werden konnten, gelang auf anderen Plätzen eine Leerung der Läger nicht immer, da die Zuflüsse zu umfangreich waren und das Interesse schlichtweg überragten. Demzufolge tendierten die Notierungen oftmals abwärts, hauptsächlich bei Früchten, die konditionelle Probleme aufwiesen. In Hamburg trafen erste türkische gelbfleischige Pfirsiche ein, die bezüglich Geschmack und Aussehen jedoch Luft nach oben hatten und zu 6,- € je 4-kg-Packung abgewickelt wurden. 

Kiwis
Neuseeländische Importe herrschten vor. Die Präsenz chilenischer Offerten wuchs an, speziell in Hamburg. Europa hatte sich fast komplett aus dem Handel verabschiedet und spielte bloß noch eine untergeordnete Rolle. Insgesamt harmonierte die Verfügbarkeit mit dem Bedarf, sodass sich hinsichtlich der Kurse keine gravierenden Veränderungen auftaten.

Zitronen
Spanische Früchte überwogen vor argentinischen und südafrikanischen. Die Versorgung genügte, um die kontinuierliche Nachfrage zu befriedigen. Demzufolge blieben die Notierungen oftmals konstant. Lediglich in Hamburg verbilligten sich die argentinischen Chargen aufgrund einer unzureichenden Beachtung.

Bananen
Bei einer Bereitstellung, die an den Bedarf angepasst wurde, veränderten sich die Bewertungen nicht wesentlich. Das Geschehen verlief stetig; obwohl sich das Interesse bei den hohen Temperaturen recht verhalten zeigte.

Blumenkohl
Die verbreitete sommerliche Hitze verlangsamte das Geschäft enorm. Die Händler reagierten entsprechend und schränkten das Sortiment ein. Ein guter Schachzug zunächst, denn dadurch war es verschiedentlich möglich, die Preise anzuheben. Allerdings wirkte sich das weiter entschleunigend, also eher kontraproduktiv, auf die Nachfrage aus. Örtlich generierten Vergünstigungen an den umsatzschwachen Tagen einen glatteren Verkauf, sodass sich keine bedeutenden Überhänge bildeten. Die monopolartig vorherrschenden inländischen Partien wurden in marginalen Mengen durch belgische Offerten ergänzt.

Gurken
Das Geschäft mit Schlangengurken bestimmten die einheimischen Zuflüsse. Die belgischen und niederländischen Importe komplettierten jene zu annähernd gleichen Teilen. Das Interesse konnte nicht gerade als spektakulär bezeichnet werden, es befriedigte aber meistens hinlänglich. Das war die eine Seite, die die Verteuerungen auslöste. Auf der anderen Seite beruhten diese auf den angezogenen Einständen der belgischen und niederländischen Erzeugnisse und später auch der deutschen Früchte. Minigurken wurden aus dem Inland und aus den Niederlanden angeliefert. Ihre Preise oszillierten für gewöhnlich ziemlich unaufgeregt auf einen variationsarmen Level. Gelegentlich sanken sie marginal ab infolge eines verstärkten Wettkampfes zwischen den beiden Herkünften.

Tomaten
Niederländische, belgische und deutsche Abladungen herrschten bei Runden Tomaten und Rispentomaten vor. Die Märkte waren sehr reichlich versorgt. Es ergab sich ungeachtet einer recht flotten Nachfrage kaum eine glatte Räumung. Die Bewertungen hätten eigentlich fallen müssen, doch sie hafteten mindestens einem unveränderten Niveau an, stiegen mehrheitlich sogar sukzessive, im Extrem um 2,50 € je Verpackungseinheit von 5 oder 6 kg. Diese Entwicklung basierte auf erhöhten Abgangsforderungen der Produzenten. Man erklärte jene mit den durch die Hitze initiierten erschwerten Anbaubedingungen, die das Erntevolumen zum Beispiel durch Blütenabwurf verringerten. Zudem waren enorme Mengen in Werbeaktionen der Discounter eingebunden. Polnische Zuflüsse hatten es da leicht als Alternativen zu 6,- € je 6-kg-Steige. Bei Fleischtomaten aus Belgien und in Hamburg zusätzlich aus den Niederlanden zeigten sich ähnliche Tendenzen. Die Kurse bewegten sich daher also kongruent zu den oben genannten Warengruppen nach oben. Das bewirkte anschließend eine entschleunigte Abnahme. Kirschtomaten stammten hauptsächlich aus den Niederlanden und Italien. Für diese mussten die Kunden ebenso etwas tiefer in die Tasche greifen. Dasselbe galt für die inländischen Angebote.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten wie gehabt. Belgien und die Türkei ergänzten den Handel kontinuierlich. In Hamburg und München tauchten überdies marokkanische Importe auf. Inländische Früchte hatten punktuell bloß marginale Bedeutung. Die Bereitstellung harmonierte für gewöhnlich mit den Vertriebsmöglichkeiten. Die Preise verharrten zunächst unter gewissen Schwankungen auf einem relativ stabilen Level. Ab Mittwoch zogen sie dann oftmals stufenweise an, häufig wegen eines überaus freundlichen Bedarfs. Für die grüne Kultivaren musste weiterhin am meisten gezahlt werden, da sie offensichtlich knapper vorrätig waren. Türkische Chargen vergünstigten sich manchmal, da ihre Kondition nicht immer überall zu überzeugen vermochte.

Spargel
Die diesjährige Kampagne ist vorbei. Die Verfügbarkeit der deutschen Partien hatte sich in den letzten Tagen augenscheinlich vermindert. Das vergrößerte die Chancen für die Mitstreiter aus den Niederlanden und Polen. Das Interesse schränkte sich zum inländischen Saisonschluss parallel zum Angebot erheblich ein. Die Kurslage blieb daher bisweilen geradezu unverändert. Demgegenüber brachte das nahe Verkaufsende verschiedentlich einen kurzfristigen Nachfrageschub, der unweigerlich in Verteuerungen mündete. Das tat dem Absatz aber keinen Abbruch. Am Freitag reichten schon kleine Mengen, um die Versorgung hinlänglich zu sichern.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln kamen vorrangig aus Spanien; Chile rundeten das Geschehen ab. Neuseeland dominierte bei Haushaltsware, Australien, die Niederlande und Österreich komplettierten. Die inländische Saison begann, somit konnte in Frankfurt schon auf frische Offerten zugegriffen werden, während es in Berlin noch alterntige für die Hälfte des Preises gab. Erste italienische Chargen tauchten punktuell auf. Generell bewegten sich die Notierungen nicht wesentlich. Nur hier und da mussten die Händler infolge eines zu schwachen Bedarfs ihre Aufrufe nach unten korrigieren.


Weitere Informationen
Frankfurt
Erste einheimische schwarze Johannisbeeren trafen zu 3,50 bis 3,70 € je 500-g-Schale ein. Spanische und knappe deutsche Heidelbeeren wurden durch italienische und portugiesische ergänzt. Die Kurse für begrenzt verfügbaren Rhabarber stiegen auf bis zu 2,- € je kg. Ab Mittwoch stand Jaromakohl aus der Türkei zu 1,20 € je kg bereit. Buschbohnen und Stangenbohnen aus dem Inland verbilligten sich mengeninduziert, zumal günstige marokkanische Stangenbohnen angeboten wurden. Spanien lieferte Zuckermais, der 15,- € je Holzkiste mit 30 Stück kostete. Reichliche serbische Pfifferlinge wickelte man meist zu 8,- € je kg ab; je nach Sortierung mussten auch bis zu 10,- € je kg gezahlt werden. Für wegen der Hitze vorsichtig disponierte Steinpilze wurden zwischen 17,- und 22,- € je kg erzielt.
Hamburg
Für überschaubare einheimische Blaubeeren musste man tiefer in die Tasche greifen. Infolge einer ausgedehnten Versorgung sanken die Notierungen von Himbeeren ab. Erste Blondorangen aus Südafrika, Navel, wurden zu 15,- bis 17,- € je 15-kg-Kollo mit 56 bis 88 Stück veräußert. Demgegenüber verteuerte sich inländischer Spinat aufgrund eingeschränkter Zufuhren. Süddeutsche Buschbohnen, maschinell geerntet, setzte man zu 2,50 je kg ab; für per Hand gepflückte Offerten veranschlagten die Vertreiber bis zu 3,50 € je kg. Die Bewertungen von osteuropäischen Pfifferlingen mussten nach unten korrigiert werden.
Berlin
Erste Buschbohnen aus einheimischer und polnischer Erzeugung trafen am Markt ein.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 25 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 29.06.2017

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin