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Kartoffel-Marktinformation Ostdeutschland 25. KW 2017

28. Juni 2017

Die voraussichtlich letzten Speisekartoffeln der Ernte 2016 werden diese Woche die Kühlhäuser in Mecklenburg –Vorpommern, Sachsen und Thüringen verlassen und abgepackt an den Handel geliefert. Andernorts haben die Packer das Sortiment bereits komplett auf Frühkartoffeln umgestellt.

Bildquelle: Shutterstock.com Speisekartoffeln
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Das Preisniveau für die alterntige Kühlhausware hat sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Zumindest im Norden ist der Umsatzanteil der alterntigen Ware in den Handelsketten derzeit noch vergleichsweise hoch. Die Abpacker sind mit den Umsätzen zufrieden. In der Direktvermarktung ab Hof und auf Wochenmärkten werden weiterhin Restmengen an Lagerkartoffeln dargeboten. Ein Teil der Lagerware wird als Schälrohware oder Futter vermarktet oder fließt in die Stärkefabriken. Der überwiegende Teil der ostdeutschen Marktversorgung erfolgt inzwischen mit Importen und auch mit den ersten packfähigen deutschen Frühkartoffeln. Die Restmengen ägyptischer Frühkartoffeln laufen langsam aus. Die Forderungen für die spanischen Frühen haben weiter nachgeben. Teils werden neben deutschen Frühen nur noch mehlig kochende Knollen aus Spanien hierzulande abgepackt. Erste in Mecklenburg - Vorpommern unter Vlies angebaute Frühkartoffeln sind im Handel lose angeboten worden.

Hiesige Schälkartoffelproduzenten schälen vorwiegend noch Lagerware, zum Teil aus eigener Produktion oder regionaler Herkunft. Soweit der Anteil an Schälverlusten vertretbar ist, wird das bis zum Anschluss an die neue Ernte beibehalten. So ist es auch möglich, bis zum Ferienbeginn die Preise für die Schälkartoffeln stabil zu halten. Im Vergleich zur Vorwoche bleiben die Preise für Schälkartoffeln unverändert. Die Kartoffelbestände auf dem Feld haben sich nachdem vielerorts Regen gefallen ist, teils prächtig entwickelt. Erste Krautfäulebehandlungen wurden durchgeführt.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 28.06.2017

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland