Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Einheimische Erdbeeren herrschten fast monopolartig vor

22. Juni 2017

Lediglich in Köln ergänzten niederländische in minimalem Rahmen die Geschäfte. Durch das sommerliche Wetter wuchs zum einen die Bereitstellung an. Zum anderen verbesserten sich auch die Unterbringungsmöglichkeiten. Trotzdem konnte das Interesse nicht mit der Versorgung Schritt halten, sodass Bestände selten vermeidbar waren.

Bildquelle: Shutterstock.com Erdbeeren
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Zudem kamen Rückläufer aus dem LEH, die die Vermarktung der frisch angelieferten Partien belasteten. Konditionelle Probleme ließen nicht lange auf sich warten, was den Abgabedruck erhöhte. Aufgrund einer uneinheitlichen Güte etablierte sich vielerorts eine breit geöffnete Kursschere. Am Freitag stiegen die Bewertungen hin und wieder an; eine Leerung der Läger gelang infolge des freundlichen Kundenzugriffs dennoch.

Äpfel
Neuseeländische Braeburn und Royal Gala führten das Feld der Importe aus Übersee an; chilenische Pink Lady und Royal Gala folgten. Cox Orange und Jazz aus Neuseeland, Granny Smith aus Chile sowie Golden Delicious und Braeburn aus Südafrika ergänzten die Warenpalette. Die Verfügbarkeit dehnte sich kräftig aus. Demgegenüber schränkte sich die Präsenz der europäischen alterntigen Produkte augenscheinlich ein. In diesem Segment prägten deutsche Elstar und Jonagold die Szenerie, welche von italienischen Granny Smith und Pink Lady abgerundet wurde. Frankreich hatte sich fast aus dem Geschäft verabschiedet. Die Chargen aus Europa litten ab und an unter Haltbarkeitsproblemen, was sich hier und da bei den Notierungen bemerkbar machte. Generell konnten die Verkäufer aber ihre bisherigen Forderungen bestätigen. Nur in München sanken die Preise für italienische Braeburn und Golden Delicious ein wenig ab.

Birnen
Packham`s Triumph, Abate Fetel und Forelle aus Argentinien, Südafrika sowie Chile dominierten. Flamingo aus Chile und Conference aus den Niederlanden komplettierten das Sortiment. Die Versorgung wuchs etwas an und reichte aus, um den Bedarf zu decken. Das Interesse zeigte sich in der Regel recht gedämpft, dennoch beharrten die Händler oftmals auf den Aufrufen der Vorwoche. Lediglich in München wurden minimale Vergünstigungen gewährt, was sich jedoch nicht grundlegend auf den anschließenden Absatz auswirkte. Nachdem italienische Sommerbirnen in der 23. KW in Frankfurt und München eintrafen, gab es sie mittlerweile auch in Berlin, wo sie 2,30 € je kg kosteten.

Tafeltrauben
Da die Importe aus Übersee an Wichtigkeit einbüßten, übernahmen die italienischen Chargen, Black Magic und Victoria, die Führung. Israel erweiterte das Angebot ebenso wie Ägypten; aus beiden Ländern wurden erste Flame Seedless abgewickelt. Südafrika, Indien und Chile verloren an Bedeutung und Brasilien rundete die Warenpalette mit einigen Abladungen ab. Insgesamt genügte die Verfügbarkeit, um die Nachfrage zu befriedigen. Daher veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich. Für die italienischen Offerten mussten die Forderungen hier und da mengeninduziert gesenkt werden. In Berlin generierten die europäischen Erzeugnisse nur eine geringe Beachtung, da sie zu teuer waren. In Köln ging der Umschlag sehr gemächlich vonstatten, obwohl die Qualität der Früchte für gewöhnlich ansprach. 

Kirschen
Es konnte vorrangig auf spanische Partien zugegriffen werden. Die Anlieferungen von türkischen Napoleon wuchs immens an. Aus dem Inland wurden ebenso reichlichere Mengen bereitgestellt. Das freundliche Interesse konnte mit der expandierten Versorgung nicht Schritt halten. Vergünstigungen waren demzufolge kaum zu vermeiden, obwohl die Güte in der Regel keine Wünsche offenließ. Mancherorts tangierte dies nur die kleinfallenden Früchte, in München beispielsweise aber auch die Offerten mit großem Kaliber. Punktuell zogen die Notierungen zum Wochenende hin wieder ein wenig an. In Hamburg startete die bulgarische Saison mit Samba, die 3,80 bis 4,80 € je kg kosteten. In der Hansestadt traten inländische und bulgarische Sauerkirschen auf, für die man ca. 1,90 € je kg zahlen musste.

Kiwis
Die Verfügbarkeit orientierte sich an den Unterbringungsmöglichkeiten. Neuseeland dominierte mittlerweile mit Abstand; Europa nahm mit Italien und Frankreich bloß noch eine verschwindende Rolle ein. Bei einem steten Geschäftsverlauf veränderten sich die Kurse recht selten. In Frankfurt trafen chilenische Erzeugnisse ein, die zu 17,- bis 19,- € je 10-kg-Karton abgewickelt wurden.

Zitronen
Spanien herrschte vor, lediglich in Hamburg kamen zudem argentinische und südafrikanische Importe an. Konstante Preise waren an der Tagesordnung, da die Versorgung mit der Nachfrage harmonierte. Im Norden Deutschlands bröckelten sie aufgrund der neuen Konkurrenzsituation etwas ab.

Bananen
Die Händler mussten auf die verminderten Unterbringungsmöglichkeiten mit einer Begrenzung der Warenpalette reagieren. Immerhin gelang es in der Regel so, die Kurse auf ihrem bisherigen Niveau zu fixieren.

Blumenkohl
Inländische Partien herrschten vor. Auch wenn sich die Bereitstellung eingeschränkt hatte, so reichte sie dennoch locker aus, um den umfassenden Bedarf zu decken. Aufgrund der unaufgeregten Nachfrage blieben Vergünstigungen das einzige Mittel, um den Vertrieb einigermaßen am Laufen zu halten. Dann hoben die Verkäufer die Forderungen an, was jedoch zweifellos den Absatz postwendend verlangsamte. Die belgischen Importe generierten wegen ihrer hohen Einstände, die verschiedentlich bis auf das Doppelte der einheimischen Ware anwuchsen, kaum Interesse. Die Anlieferungen wurden deshalb örtlich beendet. Französische Chargen mussten sich dem Druck der inländischen Konkurrenz beugen und gingen schon ab 5,- € je 6er-Abpackung vom Platz. 

Salat
Eissalat stammte vorwiegend aus Deutschland, ergänzend und nur in Köln ausschließlich aus den Niederlanden. Infolge der immensen Verfügbarkeit verharrten die Kurse auf dem Niveau der Vorwoche oder sanken ein wenig ab. Dominierender Kopfsalat aus dem Inland vermochte mit ansehnlichen Pro-Kopf-Gewichten und ansprechender Qualität zu überzeugen. Die Notierungen konnten daher ohne Schwierigkeiten ihr bisheriges Level sichern. Die belgischen Abladungen waren zu groß. Sie verbilligten sich hingegen und näherten sich somit den einheimischen Mitstreitern an, zu ihrem Vorteil. Die üppigen Zuflüsse von Bunten Salaten fußten auf der inländischen Produktion. Dank einer befriedigenden Räumung zeigten ihre Bewertungen eine prinzipielle Stabilität. Bei deutschem Feldsalat brauchten die Händler ihre Aufrufe nicht wesentlich zu ändern, bei belgischem mussten sie diese hin und wieder reduzieren.

Gurken
Die einheimischen Zufuhren von Schlangengurken hatten sich weiter verdichtet. Die Niederlande und Belgien komplettierten das Geschäft. Ungeachtet eines belebten Interesses ließen sich nicht auf allen Plätzen sämtliche Angebote restlos unterbringen. Punktuell bröckelten die Preise deswegen marginal ab, ansonsten bewegten sie sich mit einer ziemlich engen Bandbreite auf einer kaum modifizierten Basis. Örtlich belasteten zudem unverträgliche Aktionen des LEH. Minigurken kamen zu fast gleicher Bedeutung aus dem Inland und aus den Niederlanden. Die Versorgung variierte bloß unbeträchtlich. Bei genügendem Zugriff blieben die Forderungen recht konstant. Hier und da mussten sie jedoch verringert werden, sehr selten konnte man sie stufenweise anheben.

Tomaten
Generell war der Markt mit den gängigen Sortengruppen überreichlich ausgestattet. Enorme Mengen flossen aus den Niederlanden und Belgien zu. Auch die deutsche Produktion hatte sich intensiviert. Der Druck wuchs an. Der Absatz verbesserte sich zwar, hielt aber mit den expandierenden Abladungen nicht Schritt. Es bildeten sich Überhänge, die selbst zum Wochenende hin durch eine angestiegene Nachfrage nicht immer abgebaut wurden. Trotzdem vermochten die Händler, von gewissen Schwankungen einmal abgesehen, die Bewertungen meistens auf einem relativ stabilen Niveau zu fixieren. Bei besonders herausragender Güte konnten am Freitag sogar ab und an leichte Aufschläge verwirklicht werden. Runde Ware vertrieb man ab 3,- € je 6 kg, ansprechende Offerten kosteten dar- über hinaus bis zu 5,- € je 5 kg. Lose Früchte aus den norddeutschen Vierlanden im Südosten Hamburgs erzielten hingegen bis zu 12,- € je 6-kg-Packstück.

Gemüsepaprika
Nach wie vor beherrschten die niederländischen Anlieferungen die Geschäfte; türkische ergänzten sie in fast gleichbleibendem Maß. Zudem wurden belgische und marokkanische Importe veräußert. Inländische Chargen spielten nur in Hamburg eine untergeordnete Rolle. Örtlich harmonierte die Bereitstellung derart mit dem Interesse, dass man die Preise ohne Probleme ein wenig anheben konnte. Für gewöhnlich sackten die Notierungen jedoch ab, da zum einen die Abnahme ungenügend verlief und zum anderen die Konkurrenz durch marokkanische Zufuhren einen vollumfassenden glatten Verkauf verhinderte. Dieser Entwicklung entgingen punktuell höchstens noch die grünen Kultivaren, da diese etwas knapper vorrätig waren als die übrigen. Türkische Partien wurden vorwiegend andauernd zu relativ konstanten Bedingungen abgegeben.

Spargel
Das Saisonende steht unmittelbar bevor. Der Handel zeigte sich von seiner ruhigen Seite. Das Angebot aus dem einheimischen Anbau beschränkte sich zusehends. Die Nachfrage tat dasselbe. Standardofferten ließen sich immer schwerer unterbringen. Demgegenüber genossen Stangen hervorragender Qualität hinlänglichen Zuspruch. Das war neben der Mengenbegrenzung die Basis für Verteuerungen, die vielfach sukzessive, zumindest aber zum Freitag hin erfolgreich durchgesetzt werden konnten. Vergünstigungen bewirkten kaum einen Vorteil, beschleunigten die Räumungsgeschwindigkeit bloß unwesentlich. Polen schickte kontinuierlich weiße Produkte, die von der überschaubaren Marktlage profitierten. Grüne Varietäten aus Deutschland fehlten an manchen Plätzen schon, sodass Abladungen aus Übersee oder Spanien als Alternativen herangezogen wurden. 

Zwiebeln
Die Präsenz der spanischen und chilenischen Importe wuchs an. Auch bei der Haushaltsware verstärkte sich die Verfügbarkeit der neuseeländischen und australischen Chargen. In diesem Sektor ergänzten örtlich die Niederlande, Österreich und Deutschland. Generell herrschte ein stetes Geschäft vor. Die Notierungen verharrten oftmals auf dem Niveau der Vorwoche. Nur in München und Hamburg sanken sie interessenbedingt ein wenig ab.


Weitere Informationen
Frankfurt
Zum Wochenende hin zeigte sich bei einheimischen Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren ein freundlicher Zuspruch, nicht zuletzt durch relativ große Preisreduzierungen vor allem im unteren Spannenbereich. Rhabarber stand in kleinen Mengen zu 1,70 bis 1,80 € je kg bereit. Für erste Stangenbohnen aus dem Inland wollte man 15,- bis 16,- € je 4 kg. Knollensellerie mit Laub wurde zu 4,50 bis 6,- € je 5er-Bund angeboten. Rotkohl aus der Region kostete ab Mittwoch 1,30 bis 1,40 € je kg. Lauch war knapp und verteuerte sich auf 11,- bis 13,- € je 10 kg. Bei Pfifferlingen und Steinpilzen wurden die Forderungen nochmals vermindert.
Hamburg
Die eingeschränkten Anlieferungen festigen die Kurse für süddeutsche Johannisbeeren. Spanische Pflaumen der Sorte Red Beaut starteten zu 8,- bis 9,- € je 5-kg-Karton in die Saison. Der Saisonauftakt von einheimischen Buschbohnen und Stangenbohnen ließ das Interesse an dominierenden südeuropäischen und marokkanischen Importen sinken.
Köln
Die Abladungen von Himbeeren, Johannisbeeren und Heidelbeeren weiteten sich aus, allerdings fiel der Zuspruch noch sehr gering aus. Neu im Angebot waren deutsche Stachelbeeren sowie italienische Feigen. Dazu gesellten sich inländische Stangenbohnen, spanischer Lauch sowie polnische gelbe und grüne Bohnen.
München
Die Saison von einheimischen Beeren gewann inzwischen deutlich an Fahrt und traf bei sommerlichem Wetter auf eine freundliche Beachtung. Himbeeren stammten zu immer größeren Teilen aus Italien und Polen, Kulturheidelbeeren kamen in übersichtlichen Mengen auch aus Kroatien. Üppige Anlieferungen von Melonen aus dem Mittelmeerraum wurden flott abgewickelt. Das Interesse an Rhabarber begrenzte sich. Deutsche Zucchini verstärkten ihre Präsenz. Bei Brokkoli übernahmen inländische Erzeugnisse die Dominanz. Pfifferlinge aus Serbien, Mazedonien und dem Kosovo wurden in einem angewachsenen Rahmen offeriert, weshalb die Bewertungen nachgaben. Die Kurse von Steinpilzen behaupteten sich, obwohl die Versorgung leicht anstieg.
Berlin
Die Notierungen von Stachelbeeren und Johannisbeeren verfestigten sich zunächst und sanken anschließend infolge vermehrter Abladungen auf ca. 2,70 € je 500 g ab. Polnische Buschbohnen kosteten 3,- bis 3,50 € je kg. Die Forderungen für reichliche Pfifferlinge vom Balkan blieben mit 8,50 € je kg konstant. Für erste weißrussische Steinpilze sollte man 23,- bis 25,- € je kg zahlen. 


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 24 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 22.06.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin