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Brandenburg: Der Feiertag in der letzten Woche hat den Absatz beflügelt

07. Juni 2017

Die Hitze der letzten Tagen dämpfte allerdings wieder den Appetit auf Kartoffeln. Dem hiesigen Markt steht nur noch ein eng begrenztes Angebot alterniger Kühlhausware zur Verfügung.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Inzwischen stehen neben Ägyptern reichlich Frühkartoffelimporte aus Spanien und Israel zur Verfügung und bestimmen das Kartoffelsortiment im Lebensmitteleinzelhandel. Preislich werden Restpartien der alten Ernte auf unverändertem Niveau vermarktet. Die Preise für Schälkartoffel bleieben stabil auf Vorwochenniveau.

Mecklenburg-Vorpommern
Hierzulande werden kontinuierlich bis Pfingsten alterntige Kartoffeln abgepackt. Die Preise verharren überwiegend auf Vorwochenniveau. Der Umsatzanteil an importierten Frühkartoffeln in den Reaglen des LEH nimmt stetig zu, beträgt aber nach Aussagen der Abpacker keine 50 %. Ägyptische Frühkartoffeln neigen sich dem Ende zu und sind nicht mehr überall im Sortiment. Die Forderungen für spanische Ware sind weiter rückläufig und liegen mittlerweile bei 53 bis 55 EUR/dt. Für israelische Herkünfte werden zwischen 48 und 50 EUR/dt genannt. Erste Frühkartoffeln aus dem Breisgau werden in den nächsten Tagen erwartet. Die Preise für geschälte und gedämpfte Kartoffeln bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Sachsen
Speisekartoffeln der alten Ernte werden zu unveränderten Preisen vermarktet. Das lange Feiertagswochenende hat wie erwartet den Speisekartoffelabsatz angekurbelt. Ausländische Frühkartoffeln kommen zunehmend auf den Markt und bereichern das Angebot. Die Kartoffelbestände haben sich gut entwickelt. Frühe Sorten wie Solist und Gala zeigen bereits Reihenschluss. Im Schälkartoffelgeschäft gibt es keine Preisveränderungen.

Sachsen-Anhalt
Der Marktanteil der Speiseware aus 2016 nimmt stetig ab. Das Preisniveau für qualitativ hochwertige Ware aus den Kühlhäusern ist unverändert. Nicht allenorts werden sie von den Handelsketten noch akzeptiert, obgleich sie geschmacklich den importierten Frühkartoffeln überlegen sind. Die Umstellung auf importierte Frühkartoffeln schreitet zügig voran. Die Schälkartoffelpreise haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht geändert. Preisveränderungen könnte es spätestens mit der bevorstehenden Schälung neuerntiger Kartoffeln geben. Die Feldbestände haben sich überwiegend gut entwickelt, benötigen aber auf leichteren Böden bei den derzeit warmen Temperaturen dringend Niederschläge.

Thüringen
Der Marktanteil an alterntigen Speisekartoffeln nimmt hierzulande kontinuierlich ab. Nur wenige Abpacker verweisen noch auf größere Umsatzanteile. Der Feiertag und das für viele Konsumenten verlängerte Wochenende hat den Absatz belebt. Zu Pfingsten sind die Erwartungen an den Absatz in Anbetracht der heißen Temperaturen etwas gedämpfter. Der Anteil spanischer Frühkartoffeln in der Abpackung hat zugenommen. Es sind nun alle Kochsorten im Angebot. Der Bezugspreis liegt bei etwa 53 EUR/dt franco Packer.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 07.06.2017

Schlagwörter

Brandenburg, Kartoffeln, Absatz, Marktinformation, Ostdeutschland