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Österreich: Bundesminister und Handelsunternehmen kooperieren gegen Lebensmittelverschwendung

06. Juni 2017

Führende heimische Einzelhandelsunternehmen wollen die Reduktion von Lebensmittelabfällen weiter vorantreiben. Dazu haben Bundesminister Andrä Rupprechter sowie Vertreter von Hofer, Lidl Österreich, MPreis, der Rewe Group und Spar AG am 31. Mai eine Vereinbarung unterzeichnet, mit dem Ziel, einen Beitrag zur UN-Agenda 2030 zu leisten, die eine Halbierung der vermeidbaren Lebensmittelabfälle in den privaten Haushalten und im Handel bis zum Jahr 2030 vorsieht. 

Quelle: BMLFUW/Fotograf: William Tadros
Im Bild (von links nach rechts): KR Julius Kiennast, Bundesgremium des Lebensmittelhandels; Mag. Birgit Reichetseder, Hofer KG; Mag. Tanja Dietrich-Hübner, Rewe International AG; BM Andrä Rupprechter; Simon Lindenthaler, Lidl Österreich GmbH; Mag. Gudrun Pechtl, MPreis; Mag. Lukas Sövegjarto, Spar. Quelle: BMLFUW/Fotograf: William Tadros 

Vereinbarung unterzeichnet - Neues Logo "Wir retten Lebensmittel"

"Nicht für den Verkauf geeignete, aber trotzdem genießbare Lebensmittel werden von den Unternehmen weitergegeben, zum Beispiel an soziale Einrichtungen. Das ist eine nachhaltige Lösung, mit der wir die Verschwendung von kostbaren Lebensmitteln stark reduzieren können", betonte Rupprechter. Erkennbar sind die teilnehmenden heimischen Unternehmen an dem eigens für das Programm konzipierten Logo mit dem Hinweis "Wir retten Lebensmittel". Die Vereinbarung ist Teil der Initiative "Lebensmittel sind kostbar" des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft (BMLFUW).

Neues Logo "Wir retten Lebensmittel" Quelle: BMLFUW/Fotograf: William Tadros
Neues Logo "Wir retten Lebensmittel" Quelle: BMLFUW/Fotograf: William Tadros 

"Lebensmittel sind kostbar"

Laut einer Studie der Universität für Bodenkultur Wien (Boku) aus dem Jahr 2012 landen hierzulande jährlich 157.000 t Lebensmittel im Restmüll. Im Außer-Haus-Konsum werden 175.000 t Nahrungsmittel pro Jahr verschwendet, wie aus einer Hochrechnung von United against waste vom Jänner 2016 hervorgeht, und im Lebensmittelhandel ergibt sich ein jährlicher Verderb von 74.000 t durch Bruch und Abschreibungen sowie durch mehr als 35.000 t Retouren, zeigt eine Boku-Studie aus dem Jahr 2014.

Der Pakt soll in einem zweiten Schritt um Kriterien für die Lebensmittelindustrie und für die produzierenden Gewerbe erweitert werden. "Unserer Vereinbarung können nicht nur Unternehmen aus dem Lebensmitteleinzelhandel beitreten, sondern auch aus dem Großhandel sowie Verkaufsstellen des Lebensmittelgewerbes - je mehr, umso besser", erklärte Rupprechter.

Initiativen weiter ausbauen

Alle an der Vereinbarung teilnehmenden Lebensmitteleinzelhändler haben bereits vor der Unterzeichnung Initiativen gegen die Nahrungsmittelverschwendung unternommen, wie die Handelsvertreter heute unisono betonten. So seien optimierte Bestellungen, gezielte Abverkäufe sowie kurze Transportwege Stand der Dinge, aber auch Kooperationen mit karitativen Organisationen würden bereits in allen beteiligten Unternehmen bestehen. Einig waren sich die Handelsvertreter, dass es dennoch genügend Potenzial zur Reduktion der Lebensmittelabfälle gibt.

Quelle: aiz.info/ BMLFUW

Veröffentlichungsdatum: 06.06.2017

Schlagwörter

Bundesminister, Handelsunternehmen, Einzelhandel, Lebensmittelverschwendung