Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Die Äpfel aus Übersee verdrängten die aus Europa von der Spitze

01. Juni 2017

Neuseeland stellte vorrangig Cox Orange und Royal Gala bereit und ergänzte mit Braeburn und Jazz. Royal Gala stammten zudem aus Argentinien und Chile; Chile komplettierte mit verschiedenen Sorten wie Granny Smith und Pink Lady.

Bildquelle: Shutterstock.com Granny Smith
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Die Importe von der südlichen Hemisphäre wurden freundlich beachtet und der Fokus der Kunden rückte zunehmend von den europäischen Früchten ab. In diesem Sektor begrenzte sich die Prä- senz der deutschen, italienischen und französischen Partien. Einheimische Elstar und Jonagold prägten die Szenerie, italienische Granny Smith und Golden Delicious rundeten den Handel ab. Die Qualität ließ keine Wünsche offen, sodass die Unterbringung oftmals kontinuierlich verlief. Die Kurse blieben häufig konstant, punktuell zogen sie für inländische Elstar, deren Verkaufszeitraum langsam endet, etwas an.

Birnen
Packham`s Triumph, Abate Fetel und Forelle herrschten vor und kamen aus Südafrika, Chile und Argentinien. Die Nachfrage war nicht besonders stark, harmonierte aber mit der Verfügbarkeit. Daher veränderten sich die Notierungen in der Regel nicht wesentlich, lediglich in München stiegen sie ein wenig an. Europa spielte nur eine untergeordnete Rolle: Standweise angebotene italienische Abate Fetel sowie Conference aus den Beneluxstaaten traten örtlich auf und bei einem steten Interesse bewegten sich die Bewertungen nicht gravierend.

Erdbeeren
Die deutschen Zufuhren nahmen beträchtlich zu; sie verdrängten vor allem die italienischen und spanischen Abladungen, die sich fast gänzlich aus dem Geschäft verabschiedeten. Niederländische Früchte komplettierten. Verlief die Vermarktung anfangs punktuell schleppend, verbesserten sich die Unterbringungsmöglichkeiten infolge des sommerlichen Wetters zum Wochenende hin. Der Feiertag wirkte sich ebenso positiv aus, sodass die Kurse bis Freitag kontinuierlich anzogen. Manchmal gelang eine Räumung schon früh am Morgen und Aufrufe von 2,60 € je 500-g-Schale waren durchsetzbar. Offerten mit verminderter Qualität mussten indes mit Vergünstigungen abgegeben werden. In München klappte eine Lagerleerung angesichts der expandierten Zuflüsse nicht, sodass sich die Preisspanne nach unten hin öffnete. In Berlin verbilligte sich sukzessive das gesamte Sortiment mengeninduziert.

Pfirsiche und Nektarinen
Ungeachtet der hohen Temperaturen kam der Handel nicht recht in Schwung. Die Nachfrage konnte mit den verstärkten spanischen und italienischen Anlieferungen nicht Schritt halten. Aus Italien stammten meist kleinfallende Kaliber, die bloß schwerlich verkauft werden konnten. Die Notierungen tendierten oftmals nach unten, örtlich auch kräftig. Überhänge waren trotzdem nicht durchgängig zu vermeiden. Selbst für beliebte spanische Paraguayos sackten die Bewertungen leicht ab.

Kiwis
Die Präsenz neuseeländischer Hayward dehnte sich massiv aus. Dies wirkte sich zum einen auf die konditionsschwachen griechischen Produkte aus, die daraufhin ausgelistet wurden und zum anderen auf die Kurse der Importe aus Übersee, die mengeninduziert sanken. Die italienischen und französischen Früchte hatten gegenüber der Konkurrenz von der südlichen Hemisphäre einen Preisvorteil, sodass der Zugriff der Kunden in der Regel kontinuierlich erfolgte. Goldkiwis aus Neuseeland verdrängten die aus Italien punktuell komplett aus der Vermarktung.

Zitronen
Spanische Anlieferungen standen monopolartig zur Verfügung: Verna gewannen an Wichtigkeit, Primofiori verloren an Bedeutung. Mancherorts genügten die Zufuhren nicht, um den Bedarf vollends zu decken, sodass es in Berlin und München zu Verteuerungen kam. In Frankfurt und Hamburg verharrten die Notierungen auf dem Niveau der Vorwoche. In Köln bröckelten sie aufgrund verminderten Interesses ab. 

Bananen
Für gewöhnlich stimmten die Händler die Bereitstellung hinreichend auf die Nachfrage ab, sodass sich die Kurse nicht gravierend veränderten. Allein in München mussten die Vertreiber ihre Aufrufe leicht senken, da sich die Unterbringungsmöglichkeiten eingeschränkt hatten.

Salat
Beim Eissalat hatte sich der Wechsel zu der einheimischen Produktion vollzogen. Die Lieferungen aus Spanien verringerten sich augenscheinlich oder fanden ein Ende. Die Niederlande rundeten das Sortiment ab. Der Vertrieb gestaltete sich relativ unaufgeregt: einerseits zu konstanten, andererseits aufgrund der drängenden Mengen zu einbrechenden Bewertungen. Der Bedarf an Kopfsalat wurde hauptsächlich mit deutschen Partien bedient; belgische komplettierten das Geschehen. Infolge der üppigen Verfügbarkeit verharrten die Notierungen meistens auf einem niedrigen Niveau. Bloß am Freitag schnellten sie mancherorts wegen einer Verknappung bei belgischen Zuflüsse nach oben. Inländische Abladungen vormochten ab und an davon zu profitieren, indem sie sich ebenso verteuerten oder als die bessere Alternative zu attraktiveren Preisen geordert wurden. Bunte Salate stammten monopolartig aus Deutschland. Das Erntevolumen dehnte sich aus. Daher sackten die Kurse mehrheitlich ab, konnten sich nur selten auf einem unveränderten Level halten. Feldsalat aus dem Inland und Belgien wurde häufig billiger abgegeben.

Gurken
Das Geschäft mit Schlangengurken beherrschten die einheimischen Offerten, niederländische und belgische ergänzten. Punktuell tauchte kontinuierlich spanische folierte Ware auf. Das Angebot fiel reichlich aus, hatte sich ein wenig ausgeweitet. Die Nachfrage korrelierte genügend mit der Bereitstellung. Somit konnten die Händler ihre Aufrufe, von kleinen Schwankungen einmal abgesehen, überwiegend auf der Ebene der Vorwoche fixieren. Lediglich in Hamburg mussten sie abgesenkt werden, da hier die Unterbringung zu schleppend verlief. Minigurken aus den Niederlanden und Deutschland genossen eine ähnlich intensive Marktbedeutung. Das sommerliche Wetter unterstützte einen flotten Verkauf. Die bisherigen Forderungen brauchten kaum modifiziert zu werden. Hamburg wieder die Ausnahme: Dort stürzten sie nämlich nach Christi Himmelfahrt regelrecht ab.

Tomaten
Die Importe aus Belgien und den Niederlanden waren einfach zu groß. Die deutschen Abladungen verdichteten sich zwar, blieben dem gegenüber aber relativ überschaubar. Zudem spielten andauernd Spanien und Italien eine Rolle. Letztlich mündete dies in einer Überversorgung, teils mit drängenden Überhängen. Nicht nur bei den Rispentomaten, auch bei den Runden Tomaten hielt das Interesse, obwohl es sich witterungsinduziert verbessert hatte, mit den massiven Anlieferungen nicht Schritt. Für die Partien aus dem Beneluxraum purzelten die Preise und sie rissen die der inländischen Chargen gleich mit nach unten. Übersichtlichen Mengen von Fleischtomaten, hauptsächlich aus Belgien, erging es genauso. Sie vergünstigten sich, basierend auf einer eher unbefriedigenden Beachtung. Kirschtomaten kamen vorrangig aus Italien und den Niederlanden. Die deutsche Produktion verstärkte sich bloß marginal. Die Bewertungen brachen meist schon zu Beginn der KW ein, manchmal jedoch in der Folge stufenweise über die Tage.

Gemüsepaprika
Die Niederlande dominierten das Geschäft klar erkennbar. Die Türkei verlor ein wenig an Bedeutung. Belgien und Marokko komplettierten. Die Bereitstellung harmonierte für gewöhnlich hinreichend mit den Absatzmöglichkeiten. Die Kurse verharrten oftmals auf einem recht stabilen Niveau, die davon abweichenden Oszillationen bewegten sich dabei in der Regel in einer engen Bandbreite. Einzig in München sackten sie für sämtliche Varietäten ab. Am Freitag tendierten hier und da die Forderungen nach oben, da sich die Order intensiviert hatte. Örtlich profitierten rote und gelbe Früchte pauschal von einem lebhafteren Zuspruch, sodass sie höher aufgerufen wurden als bisher. Vor dem Wochenende mussten dann allerdings für die niederländischen Erzeugnisse dieser beiden Farben wieder Verbilligungen gewährt werden.

Zwiebeln
Bei Gemüsezwiebeln dominierte Spanien, während Chile das Geschehen abrundete. Bei Haushaltsware herrschte Neuseeland vor; Australien komplettierte. Europäische Partien verloren an Wichtigkeit und hatten bloß noch örtlich eine gewisse Bedeutung. Die einheimische Saison endete langsam. Generell konnte der Bedarf ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Bezüglich der Kurse waren selten Bewegungen auszumachen. Lediglich im Süden Deutschlands verbilligten sich die spanischen Erzeugnisse leicht. 
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Obwohl Aprikosen gerne gekauft wurden, mussten die Forderungen mengeninduziert gesenkt werden. Am Mittwoch tauchten wenig ansprechende türkische Früchte auf, die ihrer schlechten Güte wegen kaum Beachtung generierten. Aus Italien und Spanien trafen mittlerweile überwiegend große Kirschen ein, weshalb die Notierungen aufwärts tendierten. Die Kunden quittierten dies mit merklich begrenztem Zugriff, sodass am Freitag die Preise wieder fielen. Kleine Produkte aus der Türkei stie- ßen zu 4,50 € je kg nur auf ein geringes Interesse. Erste deutsche Heidelbeeren wurden zu 2,30 € je 125 g angeboten. Neben Pflaumen aus Chile und Südafrika gelangten Red Beaut aus Spanien in den Handel. Der 5-kg-Karton sollte 15,- bis 16,- € kosten. Rhabarber war nicht mehr so reichlich verfügbar und verteuerte sich. Die Bewertungen von Lauch aus dem Inland und Belgien stiegen an; spanische Chargen hatten qualitative Schwächen und vergünstigten sich daher. Das Geschäft mit erstem Brokkoli aus einheimischem Anbau lief eher schleppend.
Hamburg
Üppigen spanischen Aprikosen fehlte es an Nachfrage, sodass sich insbesondere weiche und blasse Offerten aufgrund begrenzter Unterbringungsmöglichkeiten verbilligten. Ergänzende französische Anlieferungen wurden zu 2,40 € je kg abgewickelt. Die uneinheitliche Ausfärbung von Kirschen schreckte ab. Die Kurse lagen je nach Durchmesser der Erzeugnisse weit auseinander. Für Abladungen aus Griechenland in 24 und 26 mm+ sollten 3,50 bis 4,50 € je kg und für Partien aus dem badischen Raum in 24 bis 28 mm+ zwischen 6,- und 8,- € je kg gezahlt werden. Slowenische Ware in der Größe 28 mm+ wurde zu 7,80 € je kg umgeschlagen. Ab der 22. KW erwartet man türkische Importe. Brombeeren aus Belgien eröffneten die Saison zu 0,95 € je 125-g-Schale. Frische Erbsen aus Italien wurden zu 2,- € je kg veräußert. Pfifferlinge aus Serbien und Bulgarien gerieten unter Druck; letztlich setzte man sie zu 20,- bis 22,- € je kg ab.
Köln
Nach wie vor schwankten die kleinkalibrigen Kirschen hinsichtlich der Qualität. Ansonsten waren zum Wochenende hin zumindest vereinzelt die Abverkäufe halbwegs zufriedenstellend, aber noch lange nicht optimal. Das aktuelle Wetter spielte natürlich dem Geschäft mit Melonen in die Karten. Die Preise für Rhabarber blieben stabil, obwohl der Vertrieb schleppend verlief. Auch Chicorée stand nicht in der Gunst der Kunden.
München
Am Mittwoch trafen erste badische Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren aus Tunnelanbau ein, die recht teuer waren. Melonen stammten fast ausschließlich aus Spanien. Grapefruits, Mangos und Ananas erfreuten sich temperaturbedingt einer gestiegenen Nachfrage. Die Kurse für inländischen Rhabarber verharrten auf festen Niveau. Die Zufuhren von einheimischem Weißkohl und Brokkoli waren überschaubar; die Notierungen veränderten sich nicht. Die Präsenz von Kohlrabi aus Deutschland wuchs an. Mengeninduziert sanken die Bewertungen von Pfifferlingen ab.
Berlin
Die Abladungen von Aprikosen aus Frankreich, Italien und Spanien verstärkten sich. Da das Interesse nicht im selben Umfang zunahm, kam es immer wieder zu Vergünstigungen. Das Absatzgeschehen konnte dadurch aber nicht angeregt werden. Auch Kirschen aus Italien und Spanien wurden zu üppig angeliefert, sodass die Forderungen verringert werden mussten. Der Bedarf an Wassermelonen verbesserte sich spürbar. Zum Wochenende hin zahlte man für spanische kernarme Offerten 0,75 bis 0,90 € je kg. Ergänzende italienische und griechische Früchte kosteten 0,65 bis 0,80 € je kg. 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 21 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 01.06.2017

Schlagwörter

Apfel, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin