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Mecklenburg - Vorpommern: überwiegend deutsche Kühlhausware werden zu stabilen Preisen abgepackt

31. Mai 2017

Restmengen aus konventioneller Lagerhaltung werden der Verarbeitungsindustrie zugeführt. Für die Direktvermarktung ab Hof stehen noch kleine Partien bis zur neuen Ernte zur Verfügung.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Die Regale der Handelsketten füllen sich zunehmend mit importierten Frühkartoffeln. Während die ägyptischen Frühkartoffeln langsam auslaufen, nimmt das Angebot an spanischen Importen merklich zu. Das Preisniveau der spanischen Ware lässt zügig nach und liegt inzwischen deutlich unter 60 EUR/dt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lagen die Preise für spanische Importe zwischen 75 und 80 EUR/dt. Die Preise für Schälkartoffeln verharren auf dem Niveau der Vorwoche. Preisanhebungen werden durch viele günstige Anbieter am Schälkartoffelmarkt verhindert. Die Feldbestände laufen bei derzeitig warmen Temperaturen zügig auf.

Brandenburg
Die Vermarktung der Vorjahresernte neigt sich dem Ende zu. Das Angebot an alterntiger Kühlhausware zur Abpackung ist bei stabilen Preisen sehr knapp. Restbestände schwinden immer mehr und werden nach Pfingsten voraussichtlich aufgebraucht sein. Ägyptische Frühkartoffeln sind ebenfalls bereits knapp. Verstärkt kommen spanische Frühkartoffeln auf den Markt, welche je nach Herkunftsregion von unterschiedlicher Qualität sind. Teils werden Losschaligkeit und hoher Erdanteil bemängelt. Israelische Importe ergänzen das Sortiment. Das nahende Feiertagswochenende hat bereits zu höheren Packmengen geführt. Die Bestellungen des LEH haben deutlich angezogen. Die Schälkartoffelpreise bleiben auf Vorwochenniveau. Die Kartoffelpflanzen sind vielerorts gut aufgelaufen, benötigen jedoch insbesondere auf den leichten Böden dringend Regen.

Sachsen
Speisekartoffeln aus der Ernte 2016 stehen hierzulande noch ausreichend zur Verfügung. Das betrifft sowohl die Abpackung als auch die Direktvermarktung vor Ort. Für qualitativ gute Kühlhausware sind die Erzeugerpreise unverändert im Vergleich zur Vorwoche geblieben. Bis schalenfeste deutsche Frühkartoffeln in ausreichender Menge verfügbar sind, wird der Anteil an importierten Frühkartoffeln deutlich zunehmen. Spanische Frühkartoffeln erobern zunehmend den Markt. Importe aus Portugal sind ebenfalls eingetroffen. Zum langen Feiertagswochenende wird sich der Speisekartoffelabsatz voraussichtlich erhöhen. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Die Kartoffeln auf dem Feld laufen zügig auf. Vielerorts ist es jedoch sehr trocken.

Sachsen - Anhalt
Am Markt für alterntige deutsche Speiseware rückt das Saisonende immer näher. Noch führen die Abpacker Lagerware im Sortiment, der Anteil an importierten Frühkartoffeln nimmt jedoch stetig zu. Dabei spielt die Vermarktungsstrategie der einzelnen Handelsketten eine wesentliche Rolle. Das Preisniveau für deutsche Kühlhausware bleibt unverändert auf dem Niveau der Vorwoche. Versandhändler können mangels verfügbarer Lagermengen Anfragen aus dem Ausland nur noch in geringem Umfang bedienen. Meist sind nur noch vertraglich gebundene Speisekartoffelmengen für den Inlandsbedarf in den Lagerhäusern verblieben. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil. Für die Feldbestände herrscht vielerorts ideales Wachswetter.

Thüringen
Hierzulande werden weiterhin überwiegend Speisekartoffeln der Ernte 2016 aus dem Kühlhaus abgepackt. Das Preisniveau bleibt fest. Die Qualität der alterntigen Speiseware ist gut, einige schwache Sorten wurden aus dem Sortiment genommen. Der Anteil der ägyptischen Frühkartoffeln in der Abpackung liegt je nach Packbetrieb zwischen 10 und 20 %. In der kommenden Woche werden voraussichtlich spanische Frühkartoffeln abgepackt. Zum Feiertag wird eine Absatzbelebung erwartet. Versandhändler haben nur noch wenige Restbestände aus der alten Ernte zur Verfügung. Die Kartoffelbestände auf dem Feld wachsen bei der warmen Witterung zügig. Die Schälkartoffelpreise verharren auf dem Niveau der Vorwoche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 31.05.2017

Schlagwörter

Mecklenburg - Vorpommern, Kühlhausware, Kartoffeln, Preise