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Birnen: Südafrika bestimmte mit Packham`s Triumph und Forelle das Geschehen

27. April 2017

Südafrika rundete mit Rosemarie, Abate Fetel und Flamingo das Sortiment ab. Chile beteiligte sich speziell mit Abate Fetel und Forelle an der Szenerie. Die Wichtigkeit von argentinischen Williams Christ schränkte sich ein.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen Bio
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Aus Europa kamen italienische Abate Fetel sowie Conference aus den Beneluxstaaten und Deutschland. Letztere trafen nur spärlich ein, stießen kaum noch auf Beachtung und vergünstigten sich deshalb eher, als dass sie teurer wurden. Die Kurse der südafrikanischen und chilenischen Früchte veränderten sich bei steten Unterbringungsmöglichkeiten nicht wesentlich. Für Forelle aus Chile in exklusiver Güte und ansehnlicher Ausfärbung stiegen sie vereinzelt an.

Tafeltrauben
Südafrika und Chile prägten den Handel und schickten unter anderem Thompson Seedless, Crimson Seedless und Sugraone ab. Erste südafrikanische Barlinka komplettierten ab der Wochenmitte die Warenpalette. Indische Thompson Seedless hatten im Prinzip bloß in Hamburg eine gewisse Bedeutung. Das Angebot verminderte sich zwar, genügte jedoch, um das Interesse mit Leichtigkeit zu stillen. Dieses begrenzte sich ferienbedingt und witterungsinduziert punktuell etwas. Die Qualität ließ mancherorts Wünsche offen, was sich ebenso negativ auf die Nachfrage auswirkte. Die Verkäufer mussten ihre Aufrufe oftmals senken, sofern sie Bestände vermeiden wollten. Lediglich in Berlin und Hamburg wurden sie weitgehend auf dem bisherigem Nivea bestätigt.

Kiwis
Italienische Früchte herrschten vor; sie wurden von teureren französischen und günstigeren griechischen flankiert. Die Versorgung begrenzte sich etwas, genügte jedoch, um die Nachfrage zu decken. Diese verringerte sich punktuell aufgrund der Osterferien. Demzufolge sanken die Kurse in Köln und München ein wenig. Im Süden Deutschlands wurde durch diese Maßnahme das Geschäft gestützt. Hier konnten die Kunden auf ein hinsichtlich Qualität und Aufmachungsarten breitgefächertes Angebot zugreifen.

Orangen
Spanien prägte mit Navelate, Lane Late und Salustiana das Geschehen. Valencia Late aus Ägypten, Lane Late aus Marokko und Tarocco aus Italien ergänzten. Die Verfügbarkeit schränkte sich augenscheinlich und dem Saisonzeitpunkt entsprechend ein. Dies hatte aber kaum Auswirkungen auf die Bewertungen, da sich parallel dazu auch das Interesse merklich verminderte. Das kühlere Wetter belebte zwar die Vermarktung, allerdings nicht in einem Rahmen, dass die Händler ihre Aufrufe hätten deutlich erhöhen können.

Zitronen
Es gab fast ausschließlich spanische Primofiori. Bloß in München trafen zudem spärliche Lamas aus der Türkei ein. Die knappe Versorgung befriedigte in der Regel die Nachfrage, nur in Berlin konnte der Bedarf nicht vollends gedeckt werden. Die Kurse zogen für gewöhnlich für sämtliche Aufmachungsarten an, spätestens ab Mittwoch. Einzig in Hamburg und München blieben sie trotz begrenzter Anlieferungen konstant.

Bananen
Das Interesse schränkte sich aufgrund der Ferien ein, was sich aber nicht wesentlich auf die Notierungen auswirkte, da man die Bereitstellung hinreichend auf die verringerten Unterbringungsmöglichkeiten abstimmte. Lediglich in Frankfurt sanken die Preise für die Zweitmarken ein wenig ab.

Blumenkohl
Das Angebot war breit gefächert. Die italienischen und französischen Zugänge herrschten vor. Die Präsenz der deutschen Offerten verdichtete sich, während auf spanische nur sporadisch zugegriffen werden konnte. Belgien spielte kaum eine Rolle. Die Geschäfte verliefen relativ impulslos. Die Bewertungen musste man vielfach zurücknehmen. Ihre Spanne dehnte sich infolge der herkunftsinduziert divergierenden Qualität zusehends auf. Italienische 6er-Abpackungen als Exempel wurden in Übergrößen zwar ab 6,- € umgeschlagen, erzielten im Standardsektor hingegen bis zu 10,- €.

Salat
Eissalat floss einzig aus Spanien zu. Die recht üppige Bereitstellung harmonierte keinesfalls mit dem unaufgeregten Bedarf. Vergünstigungen konnten bloß schwerlich vermieden werden. Letztlich musste man die 10er-Steige ab 5,- € veräußern. In Frankfurt war das Interesse etwas besser, dennoch brauchten die Kunden nicht mehr zu bezahlen als anderswo auch. Kopfsalat stammte hauptsächlich aus Belgien. Die Relevanz inländischer Produkte hatte sich nicht wesentlich intensiviert. Die winterlich anmutende Witterung verlangsamte erkennbar die Unterbringung. Die Kurse gaben überwiegend nach, manchmal lediglich die der belgischen Ware. Sie verharrten dann anschließend auf einem einigermaßen stabilen Niveau, wenn der Grad der Versorgung genügend mit dem der Order harmonierte. Die Bunten Salate kamen inzwischen dominierend aus Deutschland, daneben aus Belgien. Italien verlor an Bedeutung. Die französische Kampagne fand örtlich schon ihr Ende. Die Anlieferungen überstiegen die Absatzmöglichkeiten. Die Preise pendelten sich für gewöhnlich auf einem niedrigen Level ein. Die Kälte hatte indes ein paar Vorteile, zumindest für Endivien und Feldsalat, denn die gewannen wieder Käufer hinzu, doch zu wenige, um Verteuerungen zu initiieren.

Gurken
Den Handel mit Schlangengurken prägten die Abladungen aus den Beneluxstaaten. Die einheimischen Zufuhren verdichteten sich. Spanien spielte mittlerweile nur am Rande eine Rolle. Das offensichtlich angewachsene Angebot traf auf eine ferien- und wetterbedingt merklich abgekühlte Nachfrage. Die Forderungen wurden meistens für das gesamte Sortiment zurückgenommen: verschiedentlich am Anfang der Woche, ansonsten eher sukzessive während deren ganzen Verlaufs. Vor allem die kleineren Kaliber gerieten unter Druck, da sie stärker um Beachtung kämpfen mussten. Parallel dazu hatten sich wegen der expandierenden Erntemengen die Einstände verringert. Minigurken, in der Reihe ihrer Wichtigkeit aus den Niederlanden, Deutschland und der Türkei, folgten diesem Trend aufgrund ihrer aufgestockten Verfügbarkeit. Sie verbilligten sich also ebenso. Türkische Chargen vermochten sich ab und an dieser Entwicklung zu entziehen und notierten auf einer konstanten Basis.

Tomaten
Nach den Feiertagen war auch in diesem Sektor die Bereitstellung oftmals zu hoch. Rispentomaten wurden überwiegend aus Belgien und den Niederlanden, Runde Tomaten vorrangig aus Belgien, abschwächend aus Spanien und Marokko sowie progressiv aus den Niederlanden importiert. Beide fanden in der Regel nicht genügend Kunden. Teils bildeten sich Überhänge. Selbst bei einem einigermaßen befriedigenden Warenumschlag konnte man Vergünstigungen schwerlich vermeiden. Einheimische Zugänge dehnten sich zwischenzeitlich aus. Sie blieben dabei aber durchweg überschaubar. Ihre Kurse zeigten daher weniger Modifikationen als die Konkurrenz. Fleischtomaten hatten es da kaum besser. Für die dominierenden Anlieferungen aus Belgien und den örtlich komplettierenden aus den Niederlanden konnten die Preise trotz einer eingeschränkten Produktpalette bloß vereinzelt gehalten werden. Kirschtomaten kamen hauptsächlich aus Italien und den Niederlanden. Die Versorgungslage war nicht besonders drängend. Somit verharrten die Bewertungen häufig auf einem unveränderten Niveau, ließen unterdessen hier und da zudem eine Tendenz nach oben erkennen.

Gemüsepaprika
Der Markt wurde beherrscht von den niederländischen und türkischen Abladungen. Spanien verlor einerseits kontinuierlich an Relevanz, andererseits wuchs die Verfügbarkeit dank der Beerntung frischer Anpflanzungen punktuell an. Die Händler mussten ihre Forderungen meistens auf breiter Front zurücknehmen. Das galt sogar für die ansonsten recht stabil aufgerufenen türkischen Offerten. Verschiedentlich konnte sich platzweise divergierend diese oder jene Farbgruppe zum Freitag hin ein bisschen verteuern. In München wurden in sehr spärlichem Umfang inländische Früchte vertrieben.

Zwiebeln
Außer auf die das Geschehen prägenden spanischen Gemüsezwiebeln konnte auf chilenische Offerten zugegriffen werden, die in Hamburg und Frankfurt die Szenerie komplettierten. Haushaltsware stammte hauptsächlich aus dem Inland. Österreich und die Niederlande rundeten das europäische Sortiment ab. Die Qualität ließ punktuell Wünsche offen. Partien aus Neuseeland und Australien waren teuer und generierten daher nicht immer genügend Zuspruch. Insgesamt verlief der Handel recht ruhig, aber kontinuierlich. Die Kurse verharrten häufig auf bisherigem Niveau. In Frankfurt stiegen sie für spanische Gemüsezwiebeln leicht an.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Die spanische, marokkanische und ägyptische Steinobstsaison startete mit Nektarinen und Pfirsichen, wobei neben Kaliber AA und A überwiegend die Größen B und C bereitstanden. Cantaloupemelonen und Galiamelonen aus Spanien kosteten zwischen 9,- und 13,- € je 5-kg-Karton. Ananas vergünstigten sich auf 15,- € je Karton mit 6 oder 7 Stück. Nach dem Ende der spanischen Kampagne für kleinfruchtige Zitrusfrüchte trafen Satsumas aus Uruguay ein. Der Absatz von Rhabarber zeigte sich von der kühlen Witterung unbeeindruckt. Selbst für Wassermelonen herrschte ein reges Geschäft vor. Das umfangreiche Kräuterangebot wurde durch Waldmeister im Topf und lose im Bund verbreitert.
Hamburg
Infolge der begrenzten Verfügbarkeit von brasilianischen Limetten stiegen die Preise sukzessiv an, was sich indes nicht mindernd auf das Interesse auswirkte. Erste Kakis aus Brasilien verkaufte man zu 13,- € je Karton mit 12, 13 oder 15 Stück. Mittlerweile wurden Mangos von der Elfenbeinküste abgeladen.
Köln
Steinobst spielte noch keine Rolle, obwohl Lieferanten aus Übersee bereits mit den Erzeugnissen warben. Rhabarber aus dem Rheinland fand im ruhigen Geschäft weitgehend konstant eine aufnehmende Hand. Am 21.04. lagen die Forderungen bei 0,80 bis 1,10 € je kg. Die Kurse von spanischem Brokkoli sanken kontinuierlich. Kohlrabi stammte vorrangig aus Italien. Je nach Sortierung musste man 0,30 bis 0,60 € je Stück zahlen. Niederländische gelbe Zucchini kosteten 9,50 bis 10,75 € je 4 bzw. 5 kg und grü- ne Partien 6,- bis 7,- € je 5 kg. Aus Deutschland und Frankreich kam frischer Bärlauch.
München
Es machten sich die ersten Abladungen von gelbfleischigen Pfirsichen sowie gelb- und weißfleischigen Nektarinen aus Marokko bemerkbar, die erwartungsgemäß teuer waren und somit keine große Konkurrenz zu den chilenischen Offerten darstellten. Mandarinen, spanische Nadorcott und israelische Orri, verloren Marktanteile und wurden nicht mehr nachgeführt. Der Kälteeinbruch sorgte für einen erneuten Preisschub bei knappen Ananas. Aus der Pfalz traf erster Kohlrabi ein. Buschbohnen und Stangenbohnen verbilligten sich. Inländische Radieschen wurden günstiger, italienische in kleinerem Rahmen angeboten. Nach den Feiertagen fielen die Notierungen von Brokkoli nach langer Zeit deutlich ab.
Berlin
Rhabarber war im Wochenverlauf in üppigen Mengen verfügbar, sodass die Kurse zwischen 0,90 und 1,10 € je kg lagen, je nach Qualität der Partien. Artischocken aus Italien und Spanien wurden kaum nachgefragt: Um den Absatz zu beleben, verringerten die Verkäufer ihre Aufrufe, was den Handel allerdings nicht durchgängig ankurbelte.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 16 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 27.04.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin