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Südtirols Apfelwirtschaft ist hocheffizient

24. April 2017

Eine Bachelorarbeit der Uni Bozen untersucht Produktverluste der Apfellieferkette in Südtirol. Ausgangspunkt der Arbeit des Leiferer UniStudenten Werner Micheletti waren Studien, wonach weltweit ein Drittel und in den Industriestaaten bis zur Hälfte der Lebensmittel in der Versorgungskette verloren gehen und auf dem Müll landen, wie der Raiffeisenverband Südtirol berichtet. 

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Fazit: Die heimische Apfelwirtschaft ist hocheffizient.

Micheletti hat seine Bachelorarbeit einer lokalen Analyse gewidmet. Dabei hat er die Verluste in der Südtiroler Apfellieferkette von der Produktion bis zum Vertrieb sondiert und in einen internationalen Vergleich gestellt. Mit rund zwei Prozent der globalen Apfelproduktion zählt die Südtiroler Apfelwirtschaft (etwa 18.500 Hektar) zu den internationalen Playern. Micheletti kommt in seiner Bachelorarbeit „Produktverluste in der Südtiroler Apfellieferkette: Eine Bestandsaufnahme der Stufen Anbau und Lagerung“ zu einem klaren Ergebnis: Die Südtiroler Apfelwirtschaft befindet sich in allen Bereichen auf höchstem Niveau.

Minimalste Produktverluste

In den untersuchten Stufen der Apfellieferkette treten nur minimalste Verluste auf, welche unausweichlich sind wie die Gewichtsabnahme – hier spricht man von etwa drei Prozent – und der Ausschuss wegen Fäulnis während der Lagerung, der mit weniger als ein Prozent beziffert wird. Das sind im internationalen Vergleich äußerst geringe Produktverluste. Diese scheiden effektiv aus der Wertschöpfungskette aus. Anders ist es mit dem Fallobstanteil (wird mit etwa 8–12 % der Ernte beziffert) und dem Anteil, der bei der Sortierung aufgrund mangelnder Marktnachfrage oder nicht erfüllter Qualitätskriterien für Frischäpfel ausgemustert wird (etwa 6–8 % der Ernte). Sowohl das Fallobst wie auch die aussortierten Äpfel, also rund zwanzig Prozent der Ernte, die nicht als Tafelobst vermarktet werden können, werden der Verarbeitungsindustrie zugeführt, sodass hier nicht von Produktverlusten, sondern zumindest von Werterhalt gesprochen werden kann. Auch die Reste aus der Verarbeitung (ca. 15 %) finden durch die Umwandlung in Bioenergie oder Tierfutter noch ihren Weg in die Wertschöpfungskette.

Quelle © Raiffeisenverband Südtirol

Veröffentlichungsdatum: 24.04.2017

Schlagwörter

Südtirol, Apfelwirtschaft, Studie