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Das Kartoffellegen in Brandenburg hat bei sommerlichen Temperaturen begonnen

12. April 2017

Die Erzeugerpreise für Lagerkartoffeln bleiben stabil auf Vorwochenniveau. Seit vergangenem Wochenende werden verstärkt Frühkartoffeln in Discountern und im Lebensmitteleinzelhandel angeboten.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Das nimmt den Druck von den Lagerkartoffeln, welche hierzulande oft in mangelhafter Qualität und nur knapp verfügbar sind. Teils sind die Lagerhäuser schon geräumt. Importware, welche überwiegend aus Ägypten stammt, wird gut im Handel abgesetzt. Lagerkartoffeln werden gleichbleibend nachgefragt. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Mecklenburg - Vorpommern
Hiesige Abpacker können nach wie vor auf ausreichend gute Lagerkartoffeln zugreifen. Auch bei gut isolierten konventionellen Lagerhallen sind weiterhin optimale Lagertemperaturen zu halten. Die Erzeugerpreise für Speiseware halten überwiegend das Vorwochenniveau, vereinzelt wurden sie um 2 EUR/dt angehoben. Das Speisekartoffelangebot in Discountern und im Lebensmitteleinzelhandel wird zunehmend durch Frühkartoffelimporte ergänzt. Packer schätzen den Mengenanteil an Frühkartoffeln in der Abpackung auf 10%. Der Absatz der Importe im LEH hat leicht zugenommen, Lagerkartoffeln werden stetig nachgefragt. Die Nachfrage in der Direktvermarktung ab Hof ist regional sehr unterschiedlich von sehr gering bis gut. Das Auspflanzen der Kartoffeln ist in einigen Betrieben bereits voll im Gange. Die Schälkartoffelpreise verharren unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Sachsen
Die Nachfrage nach Speiseware läuft stetig aber ohne nennenswerte Impulse. Die Preise für Speise- und Schälkartoffeln notieren ohne Veränderungen auf Vorwochenniveau. Das Angebot hiesiger Lagerware in guter Qualität reicht zur Deckung des Bedarfs aus. Die alterntigen Bestände aus Erzeugerhand in konventioneller Lagerhaltung nehmen rapide ab. Diese Woche werden verstärkt Frühkartoffeln aus Ägypten im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern angeboten.

Sachsen - Anhalt
Der Anteil der Kühlausware in der Abpackung nimmt stetig zu. Für die Kühlhausware werden Aufschläge von bis zu 5 EUR/dt gezahlt. Für alterntige Lagerware bleibt das Preisniveau stabil. Das Angebot an festkochenden und mehlig kochenden Sortentypen ist rückläufig. Lagerhalter berichten von verhaltenem Absatz im In- und Ausland. Das typische Importland Polen ist mit heimischer Speiseware dieses Jahr gut versorgt und hat wie die Tschechien ebenfalls bereits Ware aus Ägypten und Zypern im Angebot. Hiesige Produzenten von Veredlungskartoffeln (Pommes, Chips) berichten von einer sehr weit fortgeschrittenen Vermarktung, restliche Lagermengen stehen unter Vertrag. Die letzten Verkäufe für den Export nach Spanien und Italien konnten zu weiterhin hohen Preisen von 25 bis 27 EUR/t für den Zeitraum April bis Mai getätigt werden. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil.

Thüringen
Das Preisniveau für deutsche Speisekartoffeln bleibt bei verhaltenem Absatz unverändert. Teils wird Kühlhausware verpackt, aber es ist auch nach wie vor reichlich Speiseware aus konventioneller Lagerhaltung am Markt. Diese Lagerware wird in Abhängigkeit von der Qualität, welche dieses Jahr bedingt durch die ungünstigen Erntebedingungen stark differiert, stetig vermarktet. Aus der Pflanzgutproduktion sind weitere Mengen an Übergrößen und Aberkennungen verfügbar. Langsam wird das Sortiment auf zusätzliche Herkünfte aus Frankreich, welche nicht unbedingt die erhoffte bessere Qualität gegenüber deutscher Ware zeigen, und Frühkartoffeln aus Ägypten umgestellt. Noch ist der Umsatzanteil an Importware sehr gering. Für rohe und geschälte Kartoffeln werden stabile Preise genannt.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 12.04.2017

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Kartoffellegen, Brandenburg, Temperaturen, Anbau, Kartoffeln