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AMI: Sommerobst ins Wasser gefallen

07. April 2017

Das Obstjahr 2016 brachte erneut einige Herausforderungen für die Produzenten mit sich. Auch wenn die Obsternte ähnlich hoch ausfiel wie im Jahr zuvor, gab es bei einigen Kulturen zum Teil deutliche Einbußen. Das bekamen auch die Verbraucher in Form von Preissteigerungen zu spüren. Ohnehin gaben die Haushalte noch nie zuvor mehr Geld für ihre Obstkäufe als im vergangenen Jahr aus.

Bildquelle: Shutterstock.com Erdbeeren Regen
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Immer wiederkehrende Regenfälle während der Haupternte bei Erdbeeren sowie ein verstärkter Fruchtfall und regionale Hagelschäden bei Zwetschen haben die Erntemengen jeweils auf einen Tiefstand sinken lassen. Auch bei anderen Kulturen wie Süßkirschen fiel die Saison im vergangenen Jahr regelrecht ins Wasser. Bei den Frühsorten war nicht nur der Fruchtansatz schwach, durch den Regen stieg zudem das Risiko von Platzern und Fäulnis. Bei Äpfeln hingegen, der führenden Obstart im deutschen Anbau, überschritt die Erntemenge wieder die Marke von 1 Mio. t. Insgesamt fiel die Obsternte mit 1,33 Mio. t ähnlich hoch wie im Jahr 2015 aus.

Auf hohem Niveau sind auch die Einfuhren an Frischobst im vergangenen Jahr geblieben. Mit vorläufigen 5,29 Mio. t wird das Rekordergebnis aus dem Vorjahr nur leicht um 1 % verfehlt. Durch Nachmeldungen in den kommenden Monaten dürfte das endgültige Ergebnis noch etwas höher ausfallen. Bananen und Zitrusfrüchte machen mit einem Anteil von 47 % fast die Hälfte der Importe aus. Nach wie vor positiv entwickeln sich die Einfuhren an Wassermelonen, Strauchbeeren und einigen Südfrüchten. Erholt, aber tendenziell rückläufig zeigen sich die Einfuhren an Ananas. Für Bananen ist die Bundesrepublik jedoch nur ein Zwischenstopp auf der Weiterreise in andere Länder der EU.

Nicht nur die Erntemenge an Obst, auch die Einkaufsmenge an Frischobst blieb 2016 wBildquelle: Shutterstock.comeitgehend stabil zum Vorjahr. Allerdings mussten die privaten Haushalte in Deutschland mehr Geld für ihre Obstkäufe ausgeben. Erstmals überstiegen die Ausgaben für das Kilogramm Frischobst mit 2,04 EUR die Zwei-Euro-Marke. Äpfel, Bananen und Orangen belegten erneut die vorderen Plätze im Ranking der meistgekauften Obstarten. Wachstumstreiber im Sortiment sind neben Strauchbeeren auch andere exotische Früchte wie Avocados.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 06.04.2017)

Veröffentlichungsdatum: 07.04.2017

Schlagwörter

Sommerobst, Obst, Studie, Verbraucher