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Wo ist die Frucht? - Freshfel-Bericht zeigt noch immer irreführende Verbraucherinformationen

30. März 2017

Das Bild und der Name von Früchten wird oft von anderen Lebensmittelsektoren missbraucht. Das ist das Hauptergebnis einer neuen Ausgabe der Studie „Where is the Fruit?“ (Wo ist die Frucht?) von Freshfel, die Europäische Vereinigung für den Obst- und Gemüsesektor.

Studie Bild Where is the fruit?Freshfel

Noch immer zu viele Produkte zeigen vorherrschend Früchte auf ihren Verpackungen, obwohl sie nur wenig oder gar nicht enthalten sind. Das waren die wichtigsten Ergebnisse einer früheren Studie aus dem Jahr 2010. Von den 188 Produkten, die aus 13 EU-Mitgliedsstaaten untersucht wurden (die 80% der EU-Bevölkerung abdecken), hatten nur 20% einen Inhalt von 50% oder mehr Früchten. Weitere 7% der Produkte enthielten überhaupt keine Früchte. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Geschäftspraktiken der Lebensmittelunternehmen mit den Zielen der EU-Regulierung über Lebensmittelinformationen für Verbraucher sowie der EU-Regulierung über Ernährungs- und Gesundheitsforderungen nicht übereinstimmen.

In der neuen Ausgabe wurde der Fruchtgehalt, wie auf der Kennzeichnung angegeben, für eine Vielzahl an Lebensmittelprodukten analysiert, die ein Bild oder einen Bezug auf Früchte auf der äußeren Verpackung nutzten, ohne sich bei der Analyse auf eine besondere Lebensmittelkategorie oder -marke zu beziehen. Infolge irreführender Informationen könnten einige Verbraucher denken, sie treffen eine gesunde Wahl, weil gesunde Bilder wie Früchte genutzt werden, wohingegen sie in der Realität irregeführt und enttäuscht werden.

Daphne van Doorn, die Politikberaterin für Nachhaltigkeit und Gesundheit von Freshfel, sagte: „Dieser 'Where is the Fruit?'-Bericht zeigt, dass es noch Lücken in der EU-Gesetzgebung gibt, die zu Verbraucherverwirrung bezüglich Lebensmitteln führen können. Die Verbraucher sollten durch die Fruchtbilder nicht irregeführt werden, solange nur wenig bis keine Früchte in dem Endprodukt sind.“

Ein Weg, um die aktuelle Situation zu überwinden, wäre, die Nährstoffprofile im Rahmen der Forderungen der Regulierung schließlich voll einzuführen. Für ein Produkt, das das Bild/die Grafik oder die Symbolik von einer Frucht nutzen darf, sollte ein Mindestgehalt von 50 g Frucht pro 100 g Fertigprodukt enthalten sein, während die maximalen Grenzwerte von Salz, Zucker und Fett nicht überschritten werden dürfen.

Obst und Gemüse sind wichtige Komponenten einer gesunden Ernährung. Es gibt viele Forschungen (z.B. durch die WHO), die sagen, dass ein ausreichender täglicher Konsum von Obst und Gemüse helfen könnte, schwere Krankheiten wie kardiovaskuläre Krankheit und bestimmte Krebsarten zu verhindern. Dieser Bericht betont, dass es einen Bedarf für mehr Verbraucherschutz gibt ebenso wie den Bedarf der Förderung des Verzehrs von ganzem Obst und Gemüse.

Der Bericht wird auch auf der Freshfel-Webseite veröffentlicht und über soziale Medien verbreitet (folgen sie uns auf Twitter, Facebook und LinkedIn). Laden Sie den Bericht hier herunter (pdf).

Quelle: Freshfel Europe

Veröffentlichungsdatum: 30.03.2017

Schlagwörter

Freshfel, Studie, Verbraucherinformationen