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Südtirol: Neugepflanzte Äpfelbäume - Gala überholt Golden Delicious

29. März 2017

Wenn der Boden taut und der Frühling langsam erwacht, beginnt auch in den Südtiroler Apfelwiesen wieder emsiges Treiben: Es ist Zeit für Neuanpflanzungen von jungen Apfelbäumen. Für die rund 7.000 Bauern eine ganz besondere Herausforderung – denn es gilt eine ganze Reihe von Überlegungen anzustellen, bevor eine Apfelwiese neu angelegt wird, wie der Südtiroler Apfelkonsortium berichtet.

Foto © Südtiroler Apfelkonsortium
Südtiroler Apfel g.g.A. Erst schwieriges eintscheiden, dan viel Handarbeit: Im Frühjahr werden die Jungbäume gepflanzt. Foto © Südtiroler Apfelkonsortium

Es geht um Zehntausende Apfelbäume, die in den Südtiroler Obstanbaugebieten jährlich neu gepflanzt werden müssen. Die Lebensdauer eines Apfelbaums beträgt rund 20 Jahre. Dann verlieren die Pflanzen ihre Ertragskraft.

Neuanpflanzungen sind keine leichte Entscheidung, denn jeder einzelne Bauer muss sich eine ganze Reihe von Fragen stellen, deren Antwort eben 20 Jahre gültig sein sollte.

Behilflich bei der Beantwortung all dieser Fragen sind dabei der Beratungsring für Obst- und Weinbau, die Anbaugenossenschaften und die Vermarktungsverbände VOG und Vi.P. Auf rund 18.000 Hektar werden in Südtirol Äpfel angebaut; zwischen 3,5 und 5 Prozent der Anlagen müssen jährlich erneuert werden. Im Jahr 2016 waren dies 683 Hektar Apfel-Neuanlagen. Auf jedem Hektar werden in etwa 3.000 Bäume gepflanzt.

Gala ist Spitzenreiter, Pink Lady®  Nummer 2

War bis vor wenigen Jahren noch die Sorte Golden Delicious die unumstrittene Nummer Eins unter den neugepflanzten Sorten, so wurde sie in den vergangenen fünf Jahren von der Sorte Gala abgelöst.

Ganze 39 Prozent der Neuanpflanzungen im Jahr 2016 waren Gala-Bäumchen, erklärt Harald Weis, Obmann der Arbeitsgruppe für den integrierten Obstanbau AGRIOS und Beauftragter des Beratungsringes.

Gleich auf Platz 2 folgte im Vorjahr mit 14 Prozent die Sorte Rosy Glow/Pink Lady®. Auf Platz 3 lag 2016 der Red Delicious, während der Golden Delicious mit 9 Prozent nur noch auf Rang 4 landete.

Bio oder integriert?

Für viele Bauern ist die Zeit der Neuanpflanzung auch die Gelegenheit, sich über eine mögliche Umstellung auf biologischen Anbau Gedanken zu machen.

„Ganz einfach ist das zwar nicht, trotzdem entscheiden sich immer mehr Bauern für die Umstellung“, weiß Gerhard Eberhöfer, Verkaufsleiter für Bio-Äpfel des Vinschger Vermarktungsverbandes Vi.P. Die Umstellung auf Bio erfolgt zwar zu einem einzigen Zeitpunkt, doch der Bauer muss geduldig sein: Die Äpfel werden zwar biologisch angebaut, dürfen aber in den ersten drei Jahren nicht als solche vermarktet werden. 

www.suedtirolerapfel.com 

Quelle: Südtiroler Apfelkonsortium

Veröffentlichungsdatum: 29.03.2017

Schlagwörter

Südtirol, Äpfelbäume, Gala, Golden Delicious, Apfel