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Zitronen: Die höheren Temperaturen wirkten sich negativ auf das Interesse aus

23. März 2017

Daher waren mancherorts Vergünstigungen allgegenwärtig, obwohl sich die Verfügbarkeit der monopolartig zur Verfügung stehenden spanischen Primofiori begrenzt hatte. Oftmals blieben die Bewertungen aber auch konstant. 

Bildquelle: Shutterstock.com Zitronen
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Gemüsepaprika
Die Präsenz der spanischen Chargen schränkte sich ein, sie blieben aber tonangebend. Ihre Qualität überzeugte nicht immer, was sich negativ auf die Notierungen auswirkte. Türkische Importe wurden meist in 400-g Beuteln angeboten und verteuerten sich infolge begrenzter Zuflüsse mancherorts. Die Zufuhren aus den Niederlanden verstärkten sich, sie trafen aber noch unregelmäßig ein. Vor allem die gelben Offerten blieben limitiert. Belgien startete mit spärlichen Mengen in die Saison. Marokkanische Partien komplettierten das Sortiment. Die verhaltene Nachfrage konnte ohne Probleme gedeckt werden. Hier und da fiel die Versorgung insgesamt zu knapp aus, sodass die Forderungen durchaus angehoben werden konnten. 

Äpfel
Deutschland prägte unter anderem mit Elstar, Jonagold und Boskoop die Szenerie. Italien steuerte hauptsächlich Golden Delicious und Granny Smith zum Angebot bei. Frankreich beteiligte sich vorrangig mit Pink Lady und Jazz an der Vermarktung. In Hamburg trafen Royal Gala aus der Slowakei ein, die zu 0,90 € je kg untergebracht wurden. Mit Golden Delicious aus Südafrika begann die Saison aus Übersee: Die Ausfärbung der in München auftretenden Produkte ließ jedoch Wünsche offen. Insgesamt orientierte sich die Versorgung am Bedarf, sodass sich keine Bestände bildeten. Punktuell schrumpfte die Präsenz einheimischer Offerten, so etwa die von Rubinette in Frankfurt. Der Handel verlief generell recht unaufgeregt und die Händler sahen oftmals von einer Modifizierung der Forderungen ab.

Birnen
Mit dem Eintreffen erster Abate Fetel und Flamingo aus Chile, Packham`s Triumph aus Südafrika sowie Williams Christ aus Argentinien verbreiterte sich das ohnehin schon üppige Sortiment, welches von südafrikanischen Importen angeführt wurde. Die Bedeutung von italienischen Partien schränkte sich merklich ein, hier dominierten Abate Fetel. Niederländische Conference verloren an Wichtigkeit und trafen örtlich gar nicht mehr ein. In Anbetracht der verstärkten Versorgung bröckelten die Notierungen manchmal ab, meist jedoch nur für bestimmte Varietäten und nicht für das gesamte Angebot. So wurden südafrikanische Rosemarie und Cheeky in Frankfurt dank der Vergünstigungen zügiger aufgenommen. Auch in München und Hamburg waren überwiegend die Chargen aus Südafrika von Verbilligungen betroffen. Ansonsten verharrten die Kurse meist auf bisherigem Niveau.

Tafeltrauben
Die Warenpalette setzte sich vornehmlich aus indischen, südafrikanischen und chilenischen Offerten zusammen; peruanische ergänzten in einem spärlichen Rahmen. Neu hinzu stießen Sunred Seedless aus Südafrika. Die Präsenz von Thompson Seedless aus Indien wuchs enorm an, während die von südafrikanischen Flame Seedless zusammenschmolz. Bei den Kunden waren wie gewohnt helle kernlose Früchte beliebt, während Produkte mit Kern mitunter Käufer suchten. Aufgrund der ausgedehnten Verfügbarkeit gerieten die Bewertungen ins Rutschen, da die Nachfrage mit der Bereitstellung nicht Schritt halten konnte. Rückläufer aus dem LEH, wie etwa Regal Seedless in Frankfurt, wurden schon zu 9,- € je 4,5-kg-Karton veräußert. In Hamburg reduzierten die Händler die Aufrufe für kleinfallende Partien oder für solche mit organoleptischen Mängeln.

Kiwis
Italienische Chargen herrschten vor, französische und griechische ergänzten in fast gleichem Maße das Geschehen. Im Vergleich zur Vorwoche hatte sich hinsichtlich der Bereitstellung nicht viel getan; auch das Interesse verharrte auf bisherigem Niveau. Demzufolge veränderten sich die Kurse in der Regel nicht. Lediglich in Berlin sanken sie ab, da sich hier die Versorgung ein wenig verstärke hatte und die Unterbringungsmöglichkeiten überragte.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Clementinen hatten sich aus dem Handel verabschiedet, es konnte nur noch auf Mandarinen zugegriffen werden. Spanien dominierte mit Orri, Nadorcott und Fortuna. Aus Israel stammten hauptsächlich Orri. Abladungen aus Marokko, der Türkei und Zypern komplettierten das Geschehen. Wie zu diesem Saisonzeitpunkt üblich schränkte sich das Interesse in Verbindung mit dem frühlingshaften Wetter stark ein. Dennoch zogen die Notierungen hier und da an, sofern die Qualität der Partien überzeugte.

Bananen
Die Bereitstellung wurde für gewöhnlich hinreichend an die Unterbringungsmöglichkeiten angepasst. Daher sahen sich die Händler nur selten veranlasst, von den bisherigen Forderungen abzurücken. In München verbilligten sich Zweitmarken und Drittmarken etwas. In Frankfurt musste für Drittmarken hingegen tiefer in die Tasche gegriffen werden. 

Blumenkohl
Das Sortiment bestand aus französischen und italienischen Zuflüssen, deren Präsenz sich summa summarum eingeschränkt hatte. Belgische Abladungen ergänzten. Der Bedarf konnte problemlos gedeckt werden, zeigte sich ab und an aber zu limitiert. In diesen Fällen waren Vergünstigungen oftmals unausweichlich. Auch wenn die Qualität der Offerten zu wünschen übrig ließ, waren die Verkäufer häufig gezwungen, ihre Aufrufe zu reduzieren. In Frankfurt verteuerten sich indes die französischen Chargen ein wenig.

Salat
Eissalat wurde ausschließlich aus Spanien zugeführt. Die Notierungen entwickelten sich sehr unterschiedlich: Während sie in Frankfurt nahezu konstant blieben, zogen sie in München und Köln mengenbedingt an. In Berlin und Hamburg hingegen bröckelten sie ab, da sich hier die Nachfrage als zu schwach präsentierte. Kopfsalat stammte hauptsächlich aus Belgien und Italien; französische, deutsche und niederländische Partien komplettierten. Überzeugte die Qualität, konnten die Verkäufer die bisherigen Forderungen bestätigen. In Hamburg verteuerten sich die Erzeugnisse, während sie in München angebotsbedingt günstiger wurden. Bunte Salate aus Frankreich und Italien wurden örtlich günstiger, entweder infolge von gesunkenen Einstandspreisen oder aufgrund eines zu üppigen Sortimentes. Einheimischer Feldsalat und italienische Endivien generierten nicht immer genügend Beachtung, sodass sie sich punktuell verbilligten, was das Geschäft aber nicht zwangsläufig belebte.

Gurken
Auch wenn sich die Anlieferungen aus Mitteleuropa ausdehnten, blieben spanische dominant. Belgische Früchte fielen meist klein aus, einheimische recht groß. Die Qualität der Offerten aus Spanien überzeugte nicht immer. Zudem zeigte sich das Interesse nicht von der freundlichsten Seite. Preissenkungen waren daher allgegenwärtig, die sich häufig über die gesamte Woche streckten. Minigurken stammten vorrangig aus der Türkei, Deutschland und den Niederlanden. Erste ägyptische Importe trafen in Hamburg zu 12,- € je 4-kgKollo ein. Die Notierungen bröckelten meist ab, was auf einer zu umfangreichen Warenpalette basierte. Hier und da verteuerten sich die Chargen aber auch infolge verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten. 

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln stammten monopolartig aus Spanien. Haushaltsware kam vorrangig aus Deutschland; Österreich und die Niederlande ergänzten. Neuseeländische Importe trafen in Frankfurt ein, generierten aufgrund ihres hohen Preises aber nur sehr begrenzten Zuspruch. Generell war die Bereitstellung hinreichend an dem Interesse angepasst. Daher verharrten die Kurse oftmals auf bisherigem Level. Punktuell verteuerten sich die spanischen Partien infolge verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten. 
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Optisch ansprechende Erdbeeren aus Spanien und Italien generierten nicht so viel Beachtung wie erhofft, sodass Verbilligungen das Geschäft ankurbeln sollten. Auffällig war die Vielzahl an Verpackungen, so gab es 250-g-, 380-g-, 400-g-, 500-g-, 700-g-Schalen und 1-kg-Steigen. Die Niederlande lieferten als Alternative schön ausgefärbte und organoleptisch ordentliche Partien zu 3,80 bis 4,50 € je 500 g. Für den frühen Zeitpunkt trafen schon reichliche Mengen an Spargel aus dem Inland und den Niederlanden ein. Das schwache Interesse drückte auf die Preise. Auch das Angebot an Grünspargel wurde durch Importe aus Spanien, Italien und Griechenland ausgedehnt. Rhabarber räumte zu 2,80 bis 3,50 € je kg flott. Chinakohl war gesucht, sodass die Anlieferungen aus Ägypten, Spanien und Polen trotz hoher Forderungen von 0,95 bis 1,50 € je kg problemlos räumten. Das Interesse an Rosenkohl und Pastinaken ging stark zurück, dafür erhöhte sich der Zugriff bei Rettichen, Mairüben, Brokkoli und Bärlauch. Lauchzwiebeln aus dem einheimischen Anbau wurden zu 8,- bis 9,50 € je 14er-Kiste schnell aufgenommen. Chinesische Morcheln standen zu stolzen 55,- bis 56,- € je kg bereit.
Hamburg
Exklusive Mangos aus Peru generierten infolge der höheren Temperaturen eine stete Beachtung und verteuerten sich daher. Südafrikanische Pflaumen verbilligten sich aufgrund von Konditionsproblemen. Erdbeeren aus der niederländischen Ernte verkaufte man zu 3,20 € je 500-g-Schale. Lauchzwiebeln aus der Pfalz kosteten 0,50 € je Bund und lagen damit auf dem Niveau der ägyptischen Importe. Trotz prächtiger äußerer Umstände blieb Spargel aus Südeuropa und den Niederlanden ein Ladenhüter; Vergünstigungen blieben nicht aus. Grüne Stangen von der iberischen Halbinsel waren zu dünn und wurden zu 1,40 € je 500-g-Bund veräußert.
Köln
Noch immer sehr verhalten verläuft der Handel von Erdbeeren, egal ob aus spanischem oder niederländischem Anbau. Einheimischer Bärlauch war zum Wochenende standweise zu 1,50 € je 100-g-Beutel im Angebot. Langsam wuchsen die Zufuhren von Spargel an, allerdings hielten die hohen Preise noch von größerer Kauflust ab.
München
Infolge verstärkter Zuflüsse von Erdbeeren aus Spanien und Süditalien gerieten die Preise ins Rutschen, die witterungsbedingt verbesserte Nachfrage verhinderte aber einen großen Einbruch. Ananas interessierten weiterhin und blieben teuer. Kulturheidelbeeren und Himbeeren aus Übersee mussten sich mit einer immer größer werdenden Mengenkonkurrenz von der iberischen Halbinsel abfinden. Erste inländische Bundzwiebeln aus der Pfalz präsentierten sich in Qualität und Kaliber ansprechend, wodurch die im Verhältnis höheren Bewertungen gegenüber italienischen Offerten zumindest teilweise akzeptiert wurden. Erste süddeutsche Radieschen hatten trotz ansehnlicher Kaliber Schwierigkeiten mit der Vermarktung, da die italienische Ware günstiger war. Die Kurse für inländischem Bärlauch sowie für einheimischem und niederländischem Rhabarber brachen ein. Die Saison für deutschen Chinakohl neigte sich ihrem Ende entgegen, erste spanische Partien aus neuer Ernte werden erwartet. Auch die letzten inländischen Schwarzwurzeln wurden geräumt. Der Handel mit Spargel verlief noch unaufgeregt; deutsche Chargen kosteten noch zu viel, was sich negativ auf dem Absatz auswirkte. Auch die noch nicht durchgreifend frühlingshafte Witterung sowie die Tatsache, dass die Chargen von beheizten Flächen stammten, hemmte den Verkauf.
Berlin
Erste niederländische Erdbeeren ergänzten im Wochenverlauf das Angebot. Sie kosteten etwa 4,10 € je 500-g-Schale und waren damit doppelt so teuer wie die Importe aus Spanien und Italien. Da das Interesse an weißem Spargel hinter den Erwartungen zurückblieb, mussten die Aufrufe sukzessive reduziert werden. Letztlich wurden 14,50 € je kg gezahlt. Hinzu kamen erste kleinere Abladungen aus Griechenland. Hier lag der Preis zwischen 6,75 und 8,25 € je kg. 
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 11 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 23.03.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin