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Tafeltrauben: Südafrika beherrschte kontinuierlich den Handel

16. März 2017

Im kernlosen Bereich punkteten Thompson Seedless, Crimson Seedless und Sugraone, im kernhaltigen lockten Dan Ben Hannah, La Rochelle und Victoria. Die Anlieferungen aus Chile, inzwischen in 4,5- und 8,2-kg-Abpackungen vorrätig, wuchsen unterdessen an.

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben
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Crimson Seedless mangelte es dabei an Ausfärbung. Zudem waren die Beeren zu klein. Indien brachte sich immer stärker ein. Neben Thompson Seedless und Flame Seedless trafen zum Beispiel Sharad Seedless und Black Seedless ein. Die Nachfrage zeigte sich in der Regel hinlänglich lebhaft. Somit konnte von mengenbedingten Vergünstigungen vielfach abgesehen werden. Zuweilen entwickelten sich jedoch Überhänge. Das zwang dann unweigerlich zu einem Absenken der Forderungen. Regal Seedless aus Südafrika veräußerte man schon für wenig Geld ab 10,- € je 4,5-kg-Steige. Bei vereinzelt aufgelaufenen Beständen sackten die Kurse ebenfalls ab.

Birnen
Italien stellte andauernd das Hauptangebot mit Abate Fetel, Santa Maria und der Williams-Christ-Gruppe. Die Konkurrenz aus Übersee schlief nicht. Ihre Zufuhren dehnten sich sukzessive aus. Williams Christ und Rosemarie prägten in diesem Sektor das Geschäft. Cheeky wurden in 6,5- und 12,5-kg-Kartons importiert und nicht sehr rege beachtet. Sempre hingegen interessierten etwas mehr. Packham´s Triumph blieben nahezu bedeutungslos. Chilenischen Coscia fehlte es an typischer roter Schale. Argentinien startete mit hartfleischigen Alternativen an Williams Christ in die Saison. Generell gerieten die Bewertungen nicht in arge Bedrängnis, da die Versorgung genügend mit dem Bedarf korrelierte. Hier und da sollten bei den südafrikanischen Chargen Verbilligungen der intensivierten Verfügbarkeit gerecht werden und den Absatz verdichten. Die italienischen Partien riefen die Vertreiber je nach Situation auf: niedriger, wenn die Mitstreiter von der Südhalbkugel rivalisierenden Druck aufbauten, und höher, sobald die eigenen Verkaufszahlen dies ermöglichten. Mitteleuropäische Abladungen wie niederländische Conference waren lediglich eine Randerscheinung. Deutschland hatte sich aus der Kampagne verabschiedet.

Kiwis
Das dominierende italienische Sortiment wurde von französischen und platzweise von griechischen Abladungen abgerundet. Im Allgemeinen harmonierten die Zuflüsse mit der Abnahme. Die Preise konnten daher meist auf einem stabilen Niveau fixiert werden. Verschiedentlich überragte witterungsinduziert der stete Bedarf die Importe, was in leichten Verteuerungen mündete. Das galt vorwiegend für große Früchte und solche mit geschäftsintensivierenden positiven Merkmalen. Es gab auch konditionsschwache Chargen. Da sollten Verbilligungen den Umschlag forcieren.

Orangen
Der Fokus des Produktspektrums verlagerte sich bei den Blondorangen immer mehr zu den späten Varietäten. Dabei schrumpfte die Bereitstellung generell ein wenig ein. Spanische Navelate und Lanelate herrschten vor. Navel verloren an Boden. Ägyptische Valencia Late ergänzten in einem konstanten Umfang. Die Nachfrage schien sich offensichtlich nach dem Wetter zu richten: Teils ließen sie nasse Kälte und Regen expandieren, teils schränkten sie sonnigere Abschnitte ein, ähnlich wie partiell die Schulferien. Dem entsprechend tendierten die Kurse nach oben oder unten. Die Bewertungen unbehandelter Offerten weichten eher nicht auf. Kleine Kaliber zum Saftmachen konnten oftmals ohne jegliche Bildung Überhängen verkauft werden, da sie Kunden dazugewannen. Türkische Washington Navel erfreuten sich örtlich einer beträchtlichen Beliebtheit, während sie sonstwo spärlicher beachtet wurden. Im Sektor der Blutorangen bediente vorrangig Italien im abfallenden Maß mit Moro und in ansteigender Präsenz mit Sanguinelli und Tarocco. Spanien und Marokko komplettierten diese Palette. Die Notierungen orientierten sich für gewöhnlich am Grad der Versorgung, bewegten sich somit auf- oder abwärts.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Das Ende der diesjährigen Kampagne zeichnete sich schon ab. Die spanischen Zufuhren verringerten sich enorm, die israelischen und marokkanischen hingegen blieben insgesamt in etwa unverändert. Punktuell waren Mandora aus Zypern vorrätig, auf Ortanique gleichen Ursprungs wartete man noch. Türkische Zuflüsse halbierten sich fast. Die verminderten Anlieferungen und das abschwächende Interesse näherten sich einander an. Es ergab sich kaum irgendein Potenzial für Verteuerungen. Die Spannen der Preise weiteten sich kraft der divergierenden Qualitätsmerkmale aus. Dabei zog insbesondere die exklusive Organoleptik israelischer Orri die Grenzen nach oben.

Zitronen
Am Markt waren alleinig spanische Primofiori erhältlich. Die Nachfrage verlief überwiegend in ruhigen, zuweilen ein wenig lebhafteren Bahnen. Aufgrund einer hierzu passenden Versorgung brauchten die Händler ihre Forderungen nicht zu modifizieren. Örtlich bewirkte die wechselhafte Witterung befriedigende Unterbringungsmöglichkeiten. Daraufhin bewegten sich die Notierungen leicht nach oben.

Bananen
Das Maß der Anlieferungen korrelierte in den meisten Fällen genügend mit dem der Abnahme. In der Folge verharrten die Bewertungen für gewöhnlich auf einem relativ stabilen Niveau. In Hamburg hatten die Ferien begonnen, worauf man die Disponierung der Ware etwas vorsichtiger anging; in München endeten sie, was sich in einem verstärkten Interesse und darauf basierenden Verteuerungen äußerte. In Berlin wurden bloß die Drittmarken höher aufgerufen, da sie für den Bedarf nicht völlig ausreichten.

Blumenkohl
Die Zufuhren aus Frankreich und Italien wuchsen inzwischen merklich an, die aus Spanien verringerten sich oder rissen generell ab. Das Angebot war zwar recht ansprechend, doch es fehlten häufig Nachfrageimpulse. Die Kurse gaben überwiegend nach, konnten bloß örtlich auf einem konstanten Level gesichert werden. Punktuell stellte der Absatz derart zufrieden, dass man die bis dato moderaten Preise sukzessive anhob.

Salat
Bei Eissalat wurden die Kunden einzig mit spanischen Importen bedient. Deren Präsenz stieg in einem beträchtlichen Umfang von fast 50 % an. Die Notierungen brachen weiter ein, da das Interesse mit diesemenormen Mengendruck nicht Schritt halten konnte. Bei Kopfsalat dehnte sich die Versorgung ebenfalls aus, wenn auch nicht so spektakulär. Neben Belgien, Italien und Frankreich tauchten verstärkt die Niederlande und Deutschland als Herkunftsländer auf. Der Abverkauf verlief zuweilen relativ stetig. Die Bewertungen neigten zu einer gewissen Stabilität mit einer augenscheinlichen Tendenz zur Schwäche. Sie oszillierten volatil in einer Spanne, deren Grenzen vorrangig durch das Pro-Kopf-Gewicht definiert wurden. Die Bunten Salate verzeichneten gleichermaßen expandierende Zugänge. Die Vertreiber konnten dem Überschuss nur mit Vergünstigungen begegnen. 9er-Steigen wurden daraufhin ab 8,- € umgeschlagen. Die französischen Chargen näherten sich den italienischen hinsichtlich der Qualität und umgekehrt die französischen den italienischen bezüglich der Forderungen an. Inländische Ware kostete fast doppelt viel wie italienische. Der Zugriff bei Endivien verminderte sich oftmals, weshalb die Händler sie niedriger als bisher aufriefen. Dasselbe geschah bei Feldsalat. Lediglich sehr selten konnte sich dieser ein wenig verteuern.

Gurken
Im Allgemeinen entwickelte sich bei Schlangengurken die Verfügbarkeit spanischer Partien rückwärts. Bloß in Frankfurt wurden wiederholt riesige Abladungen auf den Markt geworfen., was zu leichten Irritationen führte. Die mitteleuropäische Produktion drängte progressiv auf den Platz. Nun galt es, diese Früchte trotz eines unaufgeregten Bedarfsgeschäftes genügend unterzubringen. Dies gelang in der Regel durch Verbilligungen. Davon nicht wesentlich tangiert, verharrten die Einstände von niederländischen und deutschen sowie etwas abgemildert von belgischen Offerten dennoch auf einem relativ hohen Niveau, was deren Absatz teilweise erschwerte. Parallel dazu belasten provokante Aktionen des LEH eine reibungslose Abgabe. Minigurken trafen vorherrschend aus der Türkei ein. Dank einer hinlänglichen Order konnte man die Preise auf einem konstanten Level fixieren. Die Kurse der komplettierenden Anlieferungen aus Deutschland und den Niederlanden sackten meist sukzessive ab. Spanien spielte kaum mehr eine Rolle.

Gemüsepaprika
Noch beherrschte Spanien augenscheinlich das Geschäft. Die Bereitstellung war etwas zu knapp bemessen. Türkische Alternativen trafen in unvermindertem Umfang ein. Die marokkanischen Abladungen vermochten die Lücke nicht völlig zu füllen. Zum einen variierten die Notierungen dank einer steten, wenn auch unaufgeregten Order nur unwesentlich. Zum anderen sackten sie aufgrund eines zu schleppenden Absatzes ein. Ein überschaubares Angebot drängte verschiedentlich die Kurse auf breiter Front nach oben. Bei den türkischen Erzeugnissen stiegen die Einstände oftmals an, was an die Kunden weitergegeben wurde. Manchmal musste man jedoch mehr bezahlen, da der Bedarf nicht hinlänglich gedeckt werden konnte.

Zwiebeln
Wie gewohnt wurden Gemüsezwiebeln ausschließlich aus Spanien zugeführt. Die Mengen passten zu der Intensität der Nachfrage. Die Bewertungen verharrten auf einem äußerst konstanten Level. Bei Haushaltsware überwog kontinuierlich Deutschland. Da sich hier zuweilen gewisse Qualitätsunsicherheiten abzeichneten, gewannen niederländische Mitstreiter an Bedeutung. Österreichische Zugänge verbuchte man lediglich im Süden. Polnische Importe blieben ohne einschneidende Relevanz. Der Handel verlief zu den bisherigen Bedingungen. Bei ausreichender Abnahme veränderten sich die Preise kaum. Bloß bei den niederländischen Ergänzungen bewegten sie sich zum Freitag hin ein wenig nach oben. Übersee startete die Kampagne mit neuseeländischen Chargen in 40/60-mm-Sortierung. Den 25-kg-Sack rief man mit 25,- € auf.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Italien erhöhte seine Präsenz bei Erdbeeren. Spanien stellte von 250-g- auf 500-g-Schalen um. Niederländische Unterglasprodukte sollten 4,50 € je 500 g einbringen. Chinakohl aus dem Inland war knapp verfügbar und teuer. Die polnischen und spanischen Alternativen wurden aber auch nicht günstiger angeboten. Die Saison von Bärlauch startete am Dienstag mit 10er-Bunden zu 15,- €. Der erste einheimische Spargel aus dem beheizten Anbau konnte zur Wochenmitte eingekauft werden: weißer zu 15,50 bis 18,- € je kg, violetter zu 16,- € je kg sowie Klasse II zu 12,50 € je kg. Die weiße niederländische Konkurrenz kostete sogar nur bis zu 13,- € je kg. Grüne Stangen kamen aus Italien, Spanien und Peru. Der Zugriff beim Rhabarber steigerte sich sukzessive wie seine Notierungen. Deutscher Baby-Spinat in der 1-kg- Steige schlug man am Donnerstag zu 5,50 € um. Einheimischer Wurzelspinat aus geschützter Erzeugung war zu 2,- bis 2,25 € je kg hingegen relativ billig.
Hamburg
Mit Zuwächsen an Erdbeeren aus der spanischen Pflücke dehnte sich der Anteil schwacher Qualitäten aus. Um die Verunsicherung der Kunden zu kompensieren, wurden die Forderungen peu a peu herabgestuft. Marokkanische Abladungen erging es analog. 500-g-Schalen aus Italien feierten ihre Premiere zu 2,75 €. Der Auftakt von Spargel aus Griechenland und den Niederlanden vollzog sich wegen der kühlen Witterung für alle Farbgruppen zu zögernd, so dass an Preisreduzierungen, erst recht bei krummen Stangen, kein Weg dran vorbeiführte. Weiße Offerten aus beheizten norddeutschen Kulturen wurden zu 16,50 € je kg noch nicht flott geordert. Partien der Kategorie II generieten kaum mehr als 8,- € je kg. Lieferungen von der südlichen Halbkugel fanden aufgrund ihrer niedrigen Kurse genügend Anklang. In Kürze werden Artikel aus Spanien erwartet.
Köln
Zwar waren sehr ansprechende Erdbeeren aus den Niederlanden am Platz, doch bei rund 5,- € je 500-g-Schale verlief der Handel in engen Grenzen. Ähnliches galt für Himbeeren aus Portugal bzw. Brombeeren aus Mexiko und den Niederlanden: die hohen Aufrufe der Vertreiber hemmten die Aufnahme spürbar. Selbst ganz kleinen Chargen an Spargel, hauptsächlich aus den Niederlanden, konnten am sonst so umsatzstarken Freitag kaum vermarktet werden. Der Umschlag von Rosenkohl und Lauch, egal ob aus den Niederlanden, Belgien oder dem Inland, gestaltete sich unaufgeregt. Für 42,- € je kg veräußerte man Steinpilze aus Südafrika.
München
Die Abladungen von spanischen und süditalienischen Erdbeeren dehnten sich witterungsbedingt nur leicht aus; bei niedrigeren Temperaturen trafen sie auf eine ruhigere Nachfrage und die Notierungen gaben nach. Preisunterschiede zwischen chilenischen und peruanischen Kulturheidelbeeren hatten ihren Ursprung einerseits im Umfang der Mengen und andererseits in den divergierenden Fruchtgrößen. Ananas blieben knapp. Fast täglich bereicherte nun Spargel das Geschäft: Neben griechischen, lose sowie in Bunden aufgemachten Stangen und bescheidenen Anlieferungen aus beheiztem süddeutschen Anbau wuchsen die Zufuhren von italienischem und spanischem Grünspargel rasch an. Erster Bleichspargel aus Norditalien trat ebenfalls auf. Ein weiterer Frühlingsbote war Rhabarber aus südwest- und westdeutscher Erzeugung sowie Bärlauch. Der Trend zu sinkenden Bewertungen bei italienischen Gemüsearten und Kräutern hielt unvermittelt an; im Wesentlichen bei Auberginen, Zucchini Wurzelspinat und Blattspinat sowie bei Bundmöhren, Rettichen, Dill und Petersilie.
Berlin
Weißer Spargel stand im Wochenverlauf in kleinen Partien aus dem Inland, den Niederlanden und Peru zur Verfügung. Einheimische Offerten kosteten etwa 18,50 € je kg, niederländische bis zu 14,50 € je kg und peruanische ca. 6,50 € je kg. Das Interesse bewegte sich aber noch in engen Grenzen. Grüner Spargel war bloß aus Peru zu 6,50 bis 7,50 € je kg vorrätig.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 10 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 16.03.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin