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Kalter Winter in Südeuropa sorgt für hohe Gemüsepreise in der Schweiz

07. März 2017

Der nasskalte Winter im Dezember sowie Frost und Schnee im Januar haben in Südeuropa bei vielen Gemüsearten zu erheblichen Ernteausfällen und -verzögerungen geführt, wie der Fachbereich Marktanalysen des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) in einem Marktbericht mitteilt.

Bildquelle: Shutterstock.com Zucchini
Bildquelle: Shutterstock.com

Aufgrund des knappen Angebotes auf dem europäischen Markt haben sich auch die Importpreise der Schweiz deutlich erhöht. So haben Zucchetti, Broccoli und Eisbergsalat dieses Jahr die höchsten Januarpreise franko Grenze der letzten zehn Jahre erzielt.

Der Importpreis für Zucchetti ist besonders stark angestiegen und liegt mit 3.29 Fr./kg im Januar 2017 um 81 % höher als im Durchschnitt der fünf Vorjahre. Salatgurken hatten bereits im Dezember 

Importmengen und -preise ausgewählter Gemüsearten

Mengen in t, Preise in Fr./kg 2016/17 und Ø 2011/12-2015/16, pro Monat ein Preishoch von 2.04 Fr./kg, was insbesondere auf die Unwetter in Südostspanien zurückgeführt werden kann.

Weniger Importe im Januar

Bei allen betrachteten Produkten gingen die Einfuhren gegenüber dem Vormonat zurück und liegen deutlich unterhalb des Januarniveaus der fünf Vorjahre. Spanien bleibt dabei für die untersuchten Gemüse das Hauptlieferland der Schweiz und macht im Januar 2017 zwischen 54 % (Broccoli) und 80 % (Eisberg) der Importe in die Schweiz aus. Bei Broccoli ist Italien ein weiteres bedeutendes Lieferland.
Nach dem Kälteeinbruch sind die Broccoli-Importe aus Italien jedoch deutlich von 757 t (Dezember 2016) auf 474 t (Januar 2017) zurückgegangen.

Preisanstieg im Detailhandel

Mit den hohen Importpreisen ist es im Januar bei den betroffenen Produkten auch im Schweizer Detailhandel zu höheren Preisen gekommen. Dies zeigt die Auswertung des Warenkorbes Früchte und Gemüse auf.

Weitere Informationen auf die Website: www.blw.admin.ch 

Quelle: Marktbericht Bundesamt für Landwirtschaft - BLW

Veröffentlichungsdatum: 07.03.2017

Schlagwörter

BLW, Marktbericht, kalte, Südeuropa, Preise