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Copa & Cogeca begrüßen Veröffentlichung neuer Studie durch EU-Kommission

06. März 2017

Copa & Cogeca begrüßten die Veröffentlichung einer neuen Studie durch die EU-Kommission, welche den Nutzen von ausgewogenen Handelsabkommen zwischen der EU und Nicht-EU-Ländern für den EU-Agrarsektor zeigt. 

Bildquelle: Shutterstock.com  EU 
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Die von der EU-Kommission in Auftrag gegebene Studie vom Institut Copenhagen Economics legt dar, dass ausgewogene Handelsabkommen zwischen der EU und Nicht-EU-Ländern helfen, Exporte, Wachstum und Arbeitsplätze zu fördern. Die Studie befasst sich schwerpunktmäßig mit Handelsabkommen zwischen der EU und Mexiko, der EU und Südkorea sowie der EU und der Schweiz. Sie zeigt, dass das Abkommen zwischen der EU und Mexiko den Wert der Agrar- und Lebensmittelausfuhren der EU 2013 um 105 Millionen € gesteigert hat. Und das Freihandelsabkommen EU-Südkorea hat 2015 zu einem zusätzlichen Wert von 439 Millionen € der Agrar- und Lebensmittelausfuhren der EU geführt. Die Handelsabkommen EU-Schweiz über landwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse zusammengenommen erhöhten den Wert der Agrar- und Lebensmittelausfuhren der EU 2010, drei Jahre nach ihrer vollständigen Umsetzung, um 532 Millionen €. Die Studie hebt zudem die Bedeutung von EU-Absatzförderungskampagnen hervor, welche EU-Exporteuren helfen, neue Märkte zu erschließen, sowie die Agrarhandelsmissionen von EU-Landwirtschaftskommissar Hogan.
 
In Reaktion auf die Ergebnisse sagte Copa-Präsident Martin Merrild: „Ich kann die Frustration der EU-Landwirte nachvollziehen, wenn sie nach dem Nutzen von Handel für sie selbst fragen.“
 
„Landwirte und ihre Genossenschaften sind entschlossen, neue Wachstumsquellen zu erschließen, z.B. in Form von neuen Exportmärkten, sie müssen jedoch auch einen Nutzen daraus ziehen und ihr marktbasiertes Einkommen steigern können. Die Anstrengungen müssen verstärkt werden“, betonte Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen.
 
Herr Merrild fügte hinzu, dass der Bericht bestätige, dass die EU-Land- und Lebensmittelwirtschaft unter fairen Bedingungen auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig sei, und wir sollten stolz auf die als Antwort auf die Nachfrage des Marktes auf Betriebsebene unternommenen Investitionen sein. „Die EU setzt alles daran, dass volle Potenzial dieser Handelsabkommen auszuschöpfen. Und wir appellieren an die Europäische Kommission, die gleichen Anstrengungen zu unternehmen, wenn es darum geht, das Potenzial der Umsetzung des Handelsabkommens zwischen der EU und Kanada (CETA) zu maximieren. Wir unterstützen die Agrarhandelsmission von Kommissar Hogen in Kanada“, so Merrild.
 
„Dieser Bericht bestätigt, dass die EU in erster Linie vom Handel mit Industrieländern profitiert, in welchen die EU-Erzuegnisse mit Mehrwert durch die Verbraucher anerkannt werden. Derzeit verfolgen wir den Abschluss eines Handelsabkommens mit Japan und wir rufen die Verhandungsführer dringend dazu auf, die Bemühungen für den Abschluss des Abkommens in diesem Jahr zu verstärken“, fügte er hinzu.

 

Veröffentlichungsdatum: 06.03.2017

Schlagwörter

COPA, Cogeca, Veröffentlichung, Studie, EU-Kommission