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Neuer Anlauf bei der EU-Bioverordnung

28. Februar 2017

Die zähen Verhandlungen um die Reform der EU-Bioverordnung sollen ein Ende finden. Die maltesische EU-Ratspräsidentschaft bemüht sich bei den EU-Mitgliedstaaten um ein neues Verhandlungsmandat. Vor allem für die Frage der Grenzwerte von unerlaubten Stoffen in Bioerzeugnissen werden neue Kompromisse gesucht, so das Agrarisches Informationszentrum aiz.info.

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In der EU gibt es in Italien, Spanien und weiteren Mitgliedstaaten besondere Grenzwerte für Pflanzenschutzmittel, die für Bioerzeugnisse strenger als für konventionell erzeugte Produkte sind. Nach dem jüngsten Kompromiss der EU-Ratspräsidentschaft sollen diese Länder nun ihren Grenzwert beibehalten dürfen. Damit rückt Malta von der bisherigen Linie des Rates ab. Im Juni 2015 hatten sich die EU-Mitgliedstaaten mühsam auf eine gemeinsame Position geeinigt, nach der es keine besonderen Grenzwerte für unerlaubte Stoffe im Biolandbau geben soll. Italien und Spanien wurde damals lediglich eine Übergangsperiode für die nationalen Systeme zugestanden. Mit seiner Ablehnung von Grenzwerten war sich der Ministerrat zwar mit dem Europaparlament einig, aber die EU-Kommission beharrt darauf und brachte damit nach 15 Trilogen die Verhandlungen zum Scheitern.

Jetzt nimmt die maltesische EU-Ratspräsidentschaft einen letzten Anlauf und setzt auf ein Nebeneinander von Grenzwerten in einigen EU-Mitgliedstaaten und dem Fehlen von Grenzwerten in anderen EU-Ländern.

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Quelle: aiz.info

Veröffentlichungsdatum: 28.02.2017

Schlagwörter

EU, Bioverordnung