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GfK Konsum 2017: Deutschland - Einzelhandel legt weiter zu

15. Februar 2017

Positive wirtschaftliche Rahmenbedingungen und die anhaltend gute Konsumlaune in Deutschland werden sich auch 2017 in weiter steigenden Einzelhandelsumsätzen niederschlagen. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) wird voraussichtlich um 2 Prozent auf 179,5 Milliarden Euro wachsen.

Bildquelle: Shutterstock.com Einzelhandel Lebensmittel
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Verlässliche Stütze in unsicheren Zeiten?

Die zunehmende Zahl an Haushalten in Deutschland, die aus dem anhaltenden Bevölkerungswachstum und dem positiven Wanderungssaldo resultiert, sowie die steigende Konsumstimmung sind die wesentlichen Treiber dieser positiven Entwicklung. Während SB-Warenhausketten 2016 nur sehr moderat zulegten, steigerten vor allem Drogeriemärkte und Vollsortimenter ihre Umsätze. Discounter konnten 2016 den rückläufigen Trend aus den Vorjahren stoppen und ihren Marktanteil verteidigen.

Dr. Wolfgang Adlwarth: „Mit Blick auf 2016 konnte insbesondere der Online-Handel mit einem Plus von 8 Prozent weiter zulegen – ein Trend, der auch 2017 anhalten wird. Investive Ausgaben für den längerfristigen Nutzen stehen ebenfalls weiter im Fokus der Verbraucher, was sich im zurückliegenden Jahr unter anderem in einer starken Zunahme der Wohnungsbaufertigstellungen niederschlug.“

„Konsum 2017“

Der private Konsum bleibt eine wichtige Stütze für die Konjunktur in Deutschland und Europa: Laut GfK-Prognose werden die Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2017 real um 1,5 Prozent steigen. Für die Europäische Union erwartet GfK einen Anstieg zwischen 1 und 1,5 Prozent. Damit trägt der private Konsum weiterhin zu einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung bei, wie die GfK-Experten Rolf Bürkl (Konsum) und Dr. Wolfgang Adlwarth (Handel) heute im Rahmen einer Pressekonferenz in Nürnberg erläuterten.

„Im Gleichklang mit einem anhaltend positiven Wirtschaftswachstum und europaweit sinkender Arbeitslosigkeit bleibt der private Konsum auch 2017 eine wichtige Stütze für die Konjunktur in Deutschland und Europa“, führte GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl aus. „Für Deutschland rechnen wir damit, dass der private Verbrauch real um 1,5 Prozent steigen wird und damit in etwa so stark zulegt wie das BIP insgesamt.“

Risiken für die Konsumprognose 2017

Die GfK-Prognosen zur Entwicklung des Konsums in Europa und Deutschland sind vor dem Hintergrund einer möglicherweise aufkommenden Verunsicherung der Konsumenten für das Jahr 2017 zurückhaltend formuliert. Zu den Unsicherheiten in diesem Zusammenhang zählen die derzeit wieder deutlich anziehende Inflation, die bevorstehenden Brexit-Verhandlungen, Wahlen in wichtigen europäischen Ländern wie Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und wahrscheinlich Italien sowie die künftige Ausrichtung der neuen US-Regierung.

Europa: Steigerung des privaten Konsums um 2,1 Prozent

Wie bereits im Vorjahr verzeichnete der private Konsum in Europa ein solides Wachstum um real 2,1 Prozent und trug wesentlich zum Wirtschaftswachstum in der EU bei. Einzige Ausnahme mit einem Rückgang um 0,5 Prozent war erneut Griechenland, wo der private Konsum weiter unter den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise leidet. Die stärksten Zuwächse gab es erneut in Osteuropa – insbesondere in Rumänien, das von einer erneuten Mehrwertsteuersenkung profitierte – sowie im Baltikum.

Quelle: GFK

Veröffentlichungsdatum: 15.02.2017

Schlagwörter

GfK, Konsum, Studie